Spielberichte - Archiv 2020

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Mit einer Niederlage startet das Frauenteam des VfL Nagold in die Landesliga-Saison 2020/21. Im Lenninger Tal musste sich der VfL der HSG Owen-Lenningen geschlagen geben. Immerhin: Über weite Strecken hielten die Landesliga-Neulinge aus Nagold gut mit ihren Gegnerinnen mit.

Ein Pflichtspiel sportlich zu verlieren? Das erlebte der VfL Nagold schon lange nicht mehr. Zuletzt im November des vergangenen Jahres kassierte man eine knappe Niederlage. Dass die Gewinnsträhne nicht ewig anhalten würde, war allerdings spätestens ab dem Moment klar, als feststand, dass Nagold als Aufsteiger in die Landesliga rückt. Und wirklich: das Niveau ist dort deutlich höher. Das bewies schon die erste Partie gegen die HSG OLE – ebenfalls ein Aufsteiger, allerdings aus der Bezirksliga Esslingen-Teck.
Das Spiel stand auch coronabedingt unter keinem guten Stern. Lenningen liegt im Landkreis Esslingen – einem Corona-Hotspot. Entsprechend vorsichtig und streng waren die Vorkehrungen. Erst 35 Minuten vor Spielbeginn durfte der VfL die Halle betreten. „Da ist eigentlich kein richtiges Aufwärmen mehr möglich“, so VfL-Trainer Markus Renz. Des weiteren durften keine Zuschauer in die Halle. Stattdessen gab es ein Live-Stream-Angebot.
Schade eigentlich, denn die Begegnung war ein durchaus mitreißendes Spiel. Die Nervosität vor dem Abenteuer Landesliga war beiden Teams anzumerken. Beim VfL Nagold äußerte sie sich in erster Linie in einer sehr bescheidenen Abschlussquote. Aber auch so manche Angriffs-Aktion war schlicht überhastet. In der Anfangsphase fanden die Gastgeber schneller ins Spiel. Nach elf Minuten war VfL-Coach Markus Renz zu einer ersten Auszeit gezwungen: Seine Mädels lagen mit 4:1 zurück.
Die Ansprache fruchtete. In der Abwehr schlossen sich die VfL-Reihen. Und Tor um Tor konnte der Rückstand aufgeholt werden. Dies war die beste Phase des VfL. Nach 20 Minuten erzielte Aline Rau den 10:10-Ausgleichstreffer. Ab da war die Partie auf Augenhöhe. Und auch Nagold lag einige Male in Führung. Mit 13:13 ging es in die Pause.
Gefühlt war der VfL Nagold vor der Pause am Drücker, doch in Hälfte zwei übernahm die Heimmannschaft wieder das Zepter. Die Abwehr der Gegnerinnen hatte sich nun deutlich besser auf den quirligen Mittelblock aus Nagold eingestellt. Und beim VfL zog sich der schwache Abschluss weiter hin. Nur sechs Tore gelangen dem Nagolder Angriff in Halbzeit zwei. Dabei hatte man auch den Eindruck, dass den Nagolderinnen mit der Zeit die Kräfte ausgingen. Ein Mutmacher aus VfL-Sicht zum Schluss: In der Schluss-Sekunde entschärfte VfL-Torhüterin Denisa Ciornei noch spektakulär einen Sieben Meter. Die Partie endete mit 23:19.
„Unser Spiel war eigentlich gar nicht so schlecht“, analysierte Renz nach der Partie. Mit dem Harz sei sein Team schlechter zurechtgekommen als die HSG. Vor allem aber bemängelt Renz die schlechte Chancenverwertung: „Wir haben einfach zu viele freie Würfe verworfen.“ Dennoch zieht der VfL-Coach ein eher optimistisches Fazit. Obwohl sein Team „keinen guten Tag“ erwischt hatte, habe man gesehen, dass man mit den Gegnern in der Landesliga auch auswärts mithalten könne. „Wir hielten das Spiel ja trotzdem lange offen.“

Es spielten für den VfL Nagold: Denisa Ciornei im Tor, Annette Maser, Sophie Reime (6), Alena Wolf (1), Theresa Klußmann, Madeleine Majer (1), Luisa Harr (1), Iva Buric (1), Alisa Kübler (3), Marlen Dengler (1), Aline Rau (4/2), Aileen Hofmann (1), Pia Dürr und Tirza Theurer.

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Hinter ihnen liegt eine lange Vorbereitungszeit. Wenn am 10. Oktober der Handballbezirk Achalm-Nagold seinen Spielbetrieb wieder aufnimmt, dann starten neben den drei Aktiven-Teams auch sechs Jugendmannschaften des VfL Nagold in die neue Saison. Von der gemischten E-Jugend bis zur weiblichen A-Jugend reicht die Palette. Hinzu kommt die Mini-Truppe, in der Kinder ab fünf Jahren den Handballsport erlernen.

Das älteste Jugendteam beim VfL ist in dieser Saison die weibliche A-Jugend. Sven Adamski trainiert die Mädels als neuer Coach. Dabei ist der Kader zwar relativ klein, doch wie bereits in den Jahren zuvor stehen wieder einige B-Jugendliche bereit, um das Team zu unterstützen. In der Bezirksklasse will man ganz oben mitspielen, und zwar ganz selbstbewusst auch um den Meistertitel. Die weibliche B-Jugend – ebenfalls von Sven Adamski gecoacht – geht in einer der beiden Bezirksligastaffeln an den Start. Die Stärke dieser Staffel im Vorfeld einzuschätzen fällt etwas schwer, also gibt der Coach aus: “Wir konzentrieren uns lieber auf unser eigenes Können.” Der talentierten Truppe aber ist einiges zuzutrauen.

Bei den Jungs ist die männliche B-Jugend das älteste VfL-Team. Mit Philipp Beifuß wurde für den Männernachwuchs ein noch recht junger Coach gefunden, der selbst in der ersten Männermannschaft des VfL Nagold aktiv ist. Als primäres Ziel gibt Beifuß aus, dass er die Jungs weiterentwickeln wolle – sowohl taktisch als auch physisch. Antreten wird das Team in der Kreisliga. Die männliche C-Jugend zieht es dagegen in der neuen Saison doch glatt in die Bezirksliga. Dabei handelt es sich um ein talentiertes Team, mit einem ausgeglichenen Kader, das hoch motiviert ist. Liza Sehl und Niko Skvorc bleiben die Trainerinnen der Jungs. Den Start in die Bezirksliga geht das Trainergespann durchaus optimistisch an – wohlwissend um ein Team mit einer ganzen Reihe von sehr gut ausgebildeten Spielern. Vom ursprünglichen Plan, zwie D-Jugendteams zu melden, musste sich der VfL Nagold wieder verabschieden. In diesem Altersbereich wurde der personelle Aufschwung dann doch durch die Corona-Unterbrechung jäh gestoppt, und einige Spieler kamen danach nicht wieder ins Training. Doch ein großes D-Jugendteam wurde noch gemeldet. Mit Thorsten Hafner wird die gemischte D-Jugend in der Bezirksklasse an den Start gehen. Dort will man sich eher an der Tabellenspitze orientieren.

Die erfahrenen Handballer Carsten Tietze und Bianca Monauni sind die Trainer der gemischten E-Jugend. Sie freuen sich bereits darauf, den Kids ihr Handballwissen zu vermitteln und die Grundlagen für die weitere Handballkarriere im VfL Nagold zu legen. “Unser Ziel ist es Spiel, Spaß und Freundschaft mit Interesse, Ehrgeiz und Achtung in eine Waagerechte zu bringen”, sagen sie weiter. Sportlich werden sich die quirligen E-Jugendlichen bei Spieltagen mit anderen Teams aus dem Bezirk messen. Die handballerischen Anfänge lernt man auch beim VfL Nagold bei den Minis. Die Jüngsten des VfL Nagold betreuen Jenny Schäfer und Laurentiu Deac. Mit viel Spaß werden bei den Minis die handballerischen Grundkenntnisse vermittelt.

Bis auf die E-Jugend und die Minis sind alle VfL-Jugendlichen gleich am ersten Saison-Wochenende des 10. und 11. Oktober gefordert.

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Die Aufbauarbeit im weiblichen Jugendbereich trägt bei den Handballern des VfL Nagold Früchte: Der Aufstieg des Frauenteams in die Landesliga ist ein sichtbares Zeichen dafür. Konsequent setzt der VfL auch in der wahrscheinlich am 10. Oktober startenden Landesliga-Saison auf Eigengewächse. Das Saisonziel, den Klassenerhalt zu erreichen, wird ein hartes Stück Arbeit.

Nun, hart arbeiten können sie, die Nagolder VfL-Frauen. Fleißig sind sie am Trainieren. Dreimal in der Woche kommen sie zum Training zusammen. Und Coach Markus Renz wirkt nicht unzufrieden mit der Trainingsbeteiligung. „Die meisten haben richtig gut mitgezogen“, freut er sich. Nichts anderes hat er allerdings auch erwartet von seinem Team. Schließlich gilt es in der Saison 2020/2021 noch enger zusammenzurücken, noch mehr Teamgeist zu entwickeln, und mit noch mehr Kampf und Ehrgeiz die Herausforderungen anzunehmen. Rein auf dem Papier betrachtet war der Kader des VfL Nagold in der vergangenen Saison nämlich stärker. Gleich fünf erfahrene Spielerinnen sahen mit dem Aufstieg in die Landesliga den richtigen Zeitpunkt gekommen, um sich aus dem Aktivensport zu verabschieden: Liza Sehl, Jessica Günther, Nikolina Skvorc, Carolin Lenz und Lisa Weiß. Damit verabschiedet sich eine Menge Erfahrung aus dem eh sehr jungen Team des VfL Nagold. Hinzu kommt: Das Frauenteam des VfL hat keine externen Neuzugänge zu vermelden. Stattdessen wird aus der Jugend aufgefüllt: Tirza Theurer und Pia Dürr wechseln altersbedingt offiziell von der A-Jugend in die Frauenmannschaft. Hinzu kommen einige aktive A-Jugendspielerinnen wie Jenny Schäfer, Mira Hofmann, Sarah Kunz oder auch Cara Klenk, die im Frauenteam zusätzlich zum Einsatz kommen sollen.

Und dann ist da noch die Jüngste im Team: Denisa Ciornei, 16 Jahre jung, wird als großes Torhütertalent fest bei den VfL-Frauen zwischen den Posten stehen. Zudem spielt sie in dieser Saison auch noch in „ihrer“ B-Jugend mit. Diese Entscheidung auf der Torhüterposition hat zur Folge, dass sich Alisa Kübler, die interimsweise in der vergangenen Saison zum Teil spektakulär gehalten hat, wieder als Feldspielerin ins Team einbringen kann. Sicher eine Verstärkung für den VfL, das steht außer Frage.

„Die Kaderbreite ist nun zwar kleiner als in den vergangenen Jahren, das muss aber nicht unbedingt von Nachteil sein“, ist Markus Renz überzeugt. So bekomme jede mehr Spielanteile und man könne sich vielleicht auch etwas besser aufeinander abstimmen. Dennoch betont er: „Es wird viel von den verbleibenden alten Madeleine und Annette abhängen“, wobei besagte „alten“ Madeleine Majer und Annette Maser Jahrgang 1992 sind, und damit natürlich im besten Handballalter. Ihre Verantwortung im Team wächst noch weiter. Renz: „Sie müssen das Spiel beruhigen und einen wichtigen Part in der Abwehr übernehmen.“ Zudem erwartet der Trainer von allen verbliebenen Spielerinnen, dass sie zu allen Spielen da sind. Spielabsagen, weil man zum Beispiel während der Saison in Urlaub sei, „das geht diese Saison nicht mehr, das können wir nicht mehr ausgleichen“.

Falls die Mannschaft mitzieht, wie es das Trainergespann Markus Renz und Alex Sehl will, traut man dem Team durchaus zu, gegen jedes Team der Liga Punkte holen zu können. Wenngleich es sicher einige Mannschaften gebe, die dem VfL personell überlegen seien. „Gegen die wird es dann schon einen Sahnetag brauchen, um was zu holen.“

Den Klassenerhalt und sich in der Liga zu etablieren, das gibt Renz als Saisonziel aus. Wobei es bei diesem Punkt zwei Corona-Komponenten zu beachten gibt. Zum einen, wie intensiv die Gegnerinnen in den vergangenen Wochen und Monaten durchtrainieren konnten, zum anderen, wie sich die Zuschauerfrage im Verlauf der Saison entwickelt. Schließlich gilt der VfL Nagold als extrem heimstarkes Team. Bei guter Stimmung in der Bächlenhalle, sei es in den vergangenen Jahren für jedes Team schwer gewesen, Punkte in Nagold zu holen. Markus Renz: „Wenn wieder ansatzweise so eine Stimmung aufkommt wie vor allem zu den letzten Spielen in der vergangenen Runde, dann werden wir daheim einige Punkte holen.“

Stand jetzt startet das Abenteuer Landesliga am 10. Oktober mit der Auswärtspartie gegen die HSG Owen-Lenningen. Eine Woche später wäre dann das erste Heimspiel in der Bächlenhalle gegen die HSG Hossingen-Meßstetten. In den nächsten Wochen planen die Nagolder Handballerinnen neben intensiven Trainingseinheiten auch zahlreiche Testspiele.



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Ziemlich genau nach zehn Jahren kehrt die erste Männermannschaft des VfL Nagold in das Oberhaus des Handballbezirks Achalm/Nagold zurück. In der Bezirksliga steht nun der Klassenerhalt als oberstes Ziel auf dem Zettel.
Für die Abteilungschefin Jessica Günther ist mit Blick auf das personelle Potenzial in der ersten Mannschaft sogar ein Mittelfeldplatz realistisch – zumal man noch auf Verstärkungen hofft. In ihren Augen gehört der VfL Nagold ohnehin in die Bezirksliga – wo er einst lange Jahre eine feste Größe bildete.
Altgediente VfL-Anhänger erinnern sich immer noch mit Schrecken an das Frühjahr 2010 – als die Mannschaft in einer katastrophalen Saison drei Trainer verschlissen hatte und den bitteren Gang in die Bezirksklasse antreten musste. Dort hatte sich das Team um Trainer Veljko Saula zwar in der vergangenen Spielzeit zu einem Team für das obere Tabellendrittel entwickelt – mit dem Sprung nach oben hatte in dieser Saison aber niemand mehr gerechnet.
Corona sei Dank glückte im Frühjahr dann doch die irgendwie unerwartete Rückkehr in die Bezirksliga. So wurde die Nagolder Männermannschaft nach Lockdown und dem coronabedingten Saisonabbruch im März am grünen Tisch zum Aufsteiger gekürt. Gemeinsam mit dem ungeschlagenen Klassenprimus TSV Betzingen wechselt der VfL Nagold als Tabellendritter in die Bezirksliga. Diese Konstellation wurde möglich, weil die zu diesem Zeitpunkt zweitplatzierte Mannschaft der TSG Tübingen 2 nicht in die Bezirksliga aufrücken durfte - weil dort bereits die erste Garnitur der Unistädter ihre Kreise zieht.
So oder so: Vor allem ist jetzt im Nagolder Lager die Freude darüber groß, dass es nun wieder zu den Derbys gegen Altensteig, Calw oder Nebringen/Reusten kommt. »In der Bezirksliga wird ein anderer Handball gespielt«, weiß Veljko Saula allerdings, dass der VfL Nagold in der bevorstehenden Saison in erster Linie seine Heimspiele in der Bächlenhalle gewinnen muss, um in der Bezirksliga zu bestehen.
Eigentlich hatten Veljko Saula und sein Team den Sprung ins Oberhaus des Handballbezirks Achalm/Nagold erst in der nächsten Spielzeit auf der Agenda. Trotzdem nimmt man diese Gelegenheit gerne mit und die Spieler sind natürlich schon heiß, sich in der neuen Liga zu beweisen.
Nach dem individuellen Lauftraining während des Lockdowns und einigen Trainingseinheiten in Kleingruppen und mit Mindestabstand im Nagolder Stadion wird seit Juni wieder in der Halle trainiert. »Die Jungs ziehen richtig gut mit und die Vorbereitung läuft bisher top«, zeigt sich Veljko Saula zufrieden. Personell ist das letzte Wort in Sachen Kaderplanung noch nicht gesprochen. So sind mit Marc Österlen und Daniel Stimpfle zwei Nachwuchstalente zum VfL Nagold zurückgekehrt, doch bis zum Saisonstart setzt der VfL-Coach auf die eine oder andere weitere Verstärkung.
Am 10. Oktober soll der Startschuss für die neue Saison in der Bezirksliga fallen, wobei Aufsteiger VfL Nagold seine Visitenkarte zum Saisonauftakt bei der zweiten Garnitur des Verbandsliga-Aufsteigers SG Oberhausen/Unterhausen abgeben wird. In der Woche darauf gibt es dann gleich den ersten Lokalschlager, wenn die HSG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell in der Bächlenhalle gastiert.
Dabei setzen die Verantwortlichen der VfL-Handballer bei den Heimspielen in der Bächlenhalle auf eine lautstarke Unterstützung von den Rängen. »Wenn unser Hygienekonzept genehmigt wird, kann vor Zuschauern gespielt werden«, macht Jessica Günther deutlich. Natürlich mit den aktuellen Abstandsregeln und mit komplett ausgefahrener Tribüne. »Das wird noch genau ausgemessen«, sagt die Abteilungsleiterin und rechnet mit bis zu 150 Zuschauern pro Heimspiel.

Von Uwe Priestersbach

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In der Landesliga-Staffel 3 werden die Frauen des VfL Nagold nach ihrem Aufstieg ab der nächsten Saison an den Start gehen. Ein Blick auf die Zusammensetzung der Staffel zeigt, dass die Strecken zu den Auswärtsspielen nun deutlich länger werden. Es hätte allerdings schlimmer kommen können. In gut einer Stunde Fahrtzeit dürften alle Teams erreichbar sein.
Die HSG Baar – in der vergangenen Saison Fünfter der Landesliga – ist aus Nagolder Sicht am weitesten entfernt. Auf 81 Kilometer Fahrstrecke kommt Google Maps, wenn man von Nagold aus in den Süden reist und die Hohenlupfen-Sporthalle in Talheim erreichen will. Dank der vielen Autobahnkilometer ist die Strecke aber in etwa 55 Minuten zu bewältigen.
Ein gänzlich unbeschriebenes Blatt für den VfL Nagold ist auch die HSG Owen-Lenningen. Das Team wurde Meister in der Bezirksliga des Bezirks Esslingen-Teck und hat seine Spielstätte im 77 Kilometer entfernten Unterlenningen. Google-Geschätzte Dauer der Anfahrt in Richtungen Osten: 67 Minuten. 70 Kilometer sind es zur Heuberghalle in Meßstetten, wo die HSG Hossingen-Meßstetten ihre Heimspiele austrägt. In etwa einer Stunde ist das Ziel erreicht. Und gegen die HSG haben die VfL-Frauen immerhin bereits vor dem Rückrundenstart schonmal ein Testspiel absolviert. Damals hatte die HSG die Nase vorn. Die vergangene Saison beendete Hossingen-Meßstetten auf dem neunten Platz der Landesliga.
Zum Auswärtsspiel beim TSV Wolfschlugen 2 ist man ebenfalls knapp eine Stunde unterwegs. 88 Kilometer in östlicher Richtung liegt die Spielstätte von Nagold entfernt. Wolfschlugen stieg als Zweiter der Bezirksliga Esslingen-Teck in die Landesliga auf und ist ansonsten aus VfL-Sicht ein völlig unbeschriebenes Blatt. Das erste Damen-Team aus Wolfschlugen spielt in der dritten Liga.
Als Landesliga-Achter ist auch die HSG Albstadt in der Landesliga-Staffel des VfL Nagold vertreten. Gespielt wird in der 65 Kilometer entfernten Mazmannhalle in Ebingen – laut Google Maps in etwas mehr als einer Stunde zu erreichen. Gerade mal einen Kilometer näher (64) liegt die Doppelsporthalle Rottweil. Dort wird der VfL Nagold auf die HSG Rottweil treffen, ein Team, dem der VfL vor etwa eineinhalb Jahren bei einem Vorbereitungsturnier begegnet ist. Dank Autobahn ist das Auswärtsziel bereits nach 50 Minuten erreicht. Die HSG Rottweil stieg als Vizemeister der Bezirksliga Neckar-Zollern in die Landesliga auf.
Bisher in der Landesliga-Staffel 2 am Start war der TB Neuffen. Als Fünftplatzierter gehört Neuffen sicherlich zu den stärksten Teams der Klasse. Und auch die Anfahrtszeit hat es für die Nagolder in sich: 70 Minuten für 62 Kilometer in Richtung Osten.
Noch aus dem Pokalfinale kennen die VfL-Frauen die Spvgg Mössingen, die die Landesligasaison auf Tabellenplatz 10 abgeschlossen hat. Zu der den VfL-Sportlern dann doch recht gut bekannten Mössinger Steinlachalle sind es 40 Kilometer, Fahrzeit etwa 45 Minuten.
Und quasi vor der Haustür in nur 32 Kilometer Entfernung liegt die Kreissporthalle Derendingen, wo der VfL Nagold schon so manchen Fight gegen die SG Tübingen ausgefochten hat. Die SG ist bekanntlich als Meister der Bezirksliga Achalm-Nagold aufgestiegen und damit das einzige Team, das der VfL Nagold wirklich gut aus den vergangenen Spielzeiten kennt.
Damit setzt sich die Landesliga-Staffel 3 aus zehn Teams zusammen, drei von ihnen aus dem Bezirk Achalm-Nagold, drei aus Esslingen-Teck und vier aus dem Bezirk Neckar-Zollern. Die Hälfte der zehn Mannschaften sind Aufsteiger aus den Bezirksligen.


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Dass 2020 die Frauen der Nagolder Handballer in die Landesliga aufsteigen und die Männer in die Bezirksliga, das ist auch der jahrelangen stringenten Jugendarbeit der Abteilung zu verdanken. Mit viel Herzblut und noch mehr Spaß wird sich beim VfL um die Jugend gekümmert. Die sportliche Amibtion freilich kommt nicht zu kurz.

Die Corona-Pandemie sorgte auch im Jugendbereich der VfL-Handballer für einen schlagartigen Stopp der Aktivitäten. Nach der erzwungenen Corona-Pause, stiegen nach den Aktiven Mitte Juni auch die älteren Jugendlichen als erste wieder ins Training ein. Und die gute Trainingsbeteiligung machte schnell deutlich, dass es wohl gelungen ist, die meisten Spieler bei der Stange zu halten. Alle wirkten richtig heiß darauf, endlich mal wieder zum Handball greifen zu dürfen.
Allen voran die weibliche A- und die B-Jugend. Hier wächst der Nachwuchs für das frischgebackene Landesligateam des VfL heran – ein Team, das ausschließlich aus Nagolder Eigengewächsen besteht. Einige A-Jugend-Spielerinnen trainierten in der vergangenen Saison auch schon bei den Frauen mit und kamen auch zu Spieleinsätzen im Frauenteam. Der Schwerpunkt unter Coach Thorsten Hafner lag aber klar auf dem eigenen Jugendteam. Die A-Jugend schlug sich bis zum Corona-Stopp im März in einer stark besetzten Bezirksliga sehr gut. Nach 14 Spielen landete man auf Tabellenplatz fünf im Mittelfeld und erfüllte damit durchaus auch die Erwartungen, die man in sich selbst gesetzt hatte. Sechs Niederlagen fuhr das Team ein, acht Siege konnten gefeiert werden – darunter auch Siege gegen Top-Teams wie Leonberg oder Pfullingen.
Stets verlassen konnte sich die weibliche A-Jugend auf Unterstützung aus der B-Jugend. Auch die B-Jugend – gecoacht von Thorsten Hafner – spielte eine mehr als anständige Saison. Vor allem startete sie stark und konnte sich so für die Endrunde qualifizieren. In der Bezirksklassen-Endrunde landetet man schließlich nach Saisonabbruch auf dem vierten Platz. Drei Siege und vier Niederlagen standen in der Endrunde zu Buche.

Der VfL-Männer-Nachwuchs tat sich in der vergangenen Saison etwas schwerer damit, sein Können auch erfolgreich aufs Feld zu bringen. Die männliche B-Jugend mit ihrem Trainer Sven Adamski landete letztlich auf dem zehnten und vorletzten Platz. Immerhin fuhr sie kurz vor dem Saisonende einen ersten Sieg ein. Das motivierte durchaus. Wobei die Leistungsbereitschaft eigentlich immer groß war.

Das gilt auch für die Jungs aus der C-Jugend, die vom Power-Damen-Gespann Nikolina Skvorc und Liza Sehl gecoacht wurden. Gegen zum Teil starke Teams zeigten sie in der Bezirksklasse durchaus auch starke Leistungen. Doch oft verloren sie die Spiele noch knapp. Nach zehn Spielen, von denen nur drei gewonnen wurden, landeten sie in der Corona-Wertung auf Rang fünf von sieben Teams. Eine Platzierung, die der eigentlichen Leistungsstärke der talentierten Jungs nicht wirklich gerecht wird. Eine echte Wundertüte war die gemischte D-Jugend. Da zahlenmäßig große Team trat in der Kreisliga an und wurde letztlich Dritter von sechs Mannschaften. Vier Siegen standen nur zwei Niederlagen gegenüber. Vier Begegnungen wurden letztlich wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Doch der ein oder andere Sieg wäre sicher noch drin gewesen. Alles in allem konnte das Trainerinnengespann Nicole Gaiser und Grit Uhlig mit der Leistung des Handballer-Nachwuchses mehr als zufrieden sein.
Das jüngste VfL-Team war die gemischte E-Jugend. Bei diversen Spieltagen spielten die von Jugendleiterin Alena Wolf trainierten Jungs und Mädels munter auf und wuchsen als Team weiter zusammen.
Mittlerweile haben auch im Jugendbereich des VfL Nagold die Vorbereitungen auf die neue Saison begonnen: Die B- und A-Jugenden sind bereits seit zwei Wochen wieder im Training. In der kommenden Woche steigen dann nach der Corona-Pause ab dem 6. Juli auch wieder die jüngeren VfL-Handballer ins Training ein: die männliche C-Jugend und die D-Jugend. “Die freuen sich schon richtig und sind auch sehr motiviert, endlich wieder trainieren zu dürfen”, weiß Jugendleiterin Alena Wolf zu berichten. Stand jetzt müssen sich die Minis und die E-Jugendlichen dagegen noch weiter gedulden. “Die werden wohl leider erst wieder nach den Sommerferien trainieren, da sie halt doch noch sehr jung sind”, so Wolf.

Für die nächste Saison planen die Handballer des VfL Nagold im Jugendbereich die Meldung einer gemischten E-Jugend, in der D-Jugend will man gar zwei Teams melden. Hinzu kommen im männlichen Bereich eine B- und eine C-Jugend und beim Frauennachwuchs Teams in der B- und in der A-Jugend. Die Einsteiger werden wie gewohnt kindgerecht bei den Minis an den Handballsport herangeführt.


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Handball Nagold

Bei den Handballern des VfL Nagold darf man sich derzeit über einen doppelten Aufstieg freuen – nur feiern kann die Abteilung diesen Erfolg in Zeiten von Corona-Pandemie und Mindestabstand noch nicht.

Nachdem die VfL-Frauen künftig (wie bereits berichtet) in der Landesliga spielen werden, steht seit einigen Tagen fest, dass auch die Männermannschaft am grünen Tisch zum Aufsteiger gekürt wurde. Die VfL-Sieben wird in der kommenden Saison in der Bezirksliga um Punkte kämpfen. Wie aus der Staffeleinteilung der Männer für die Runde 2020/21 deutlich wird, steigen der ungeschlagene Klassenprimus TSV Betzingen und der VfL Nagold als Tabellendritter auf. Diese Konstellation hat sich ergeben, weil die zweitplatzierte Mannschaft der TSG Tübingen 2 nicht in die Bezirksliga aufrücken kann, nachdem dort bereits die erste Garnitur der Unistädter spielt.

Der Aufstieg aus der Bezirksklasse kommt damit zwar in gewisser Weise unerwartet – denn eigentlich hatten Veljko Saula und sein Team den Sprung ins Oberhaus des Handballbezirks Achalm/Nagold erst in der nächsten Spielzeit auf der Agenda. Trotzdem nimmt man diese Gelegenheit gerne mit und die Spieler sind natürlich schon heiß, sich in der neuen Liga zu beweisen.

»Wir wurden vom Bezirk angefragt«, macht Abteilungsleiterin Jessica Günther deutlich, dass Trainer und Mannschaft ebenso wie der Vorstand schnell ihre Zustimmung signalisiert hatten. Auch wenn das erklärte Ziel in der Bezirksliga zunächst nur der Klassenerhalt sein könne, ist die Abteilungschefin optimistisch. »Der VfL Nagold gehört in die Bezirksliga – und das Potenzial in der Mannschaft ist da«, zeigt sie sich überzeugt.

Personell rechnet Jessica Günther im Moment allerdings nur mit dem bereits vorhandenen Kader – zumal der Spielermarkt in der Region leer gefegt zu sein scheint. Trotzdem werde man weiter die Fühler ausstrecken, zumal der VfL Nagold als Bezirksligist natürlich wieder eine attraktivere Adresse als in den vergangenen Jahren ist. Vor diesem Hintergrund betont die Abteilungsleiterin: »Verstärkungen sind selbstverständlich willkommen«.

Nach dem individuellen Lauftraining während des Lockdowns und einigen Trainingseinheiten in Kleingruppen und mit Mindestabstand im Nagolder Stadion wird seit dieser Woche wieder in der Halle trainiert. Allerdings ist auch hier die Zahl der Trainingsteilnehmer wegen der Corona-Auflagen noch begrenzt. »Ich hoffe, dass wir im September wieder normal und mit Zuschauern in die neue Runde starten können«, erklärt Jessica Günther.

Für VfL-Trainer Veljko Saula, der bereits Anfang März signalisiert hatte, dass er gerne mit der Mannschaft weiterarbeiten möchte, kommt der Sprung in die Bezirksliga eigentlich etwas früh. Ursprünglich war es sein Plan, erst in der kommenden Saison in Sachen Meisterschaft in der Bezirksklasse anzugreifen. Allerdings sieht er jetzt im Sprung in die nächsthöhere Liga auch eine Chance – zumal der Verein hinter der Mannschaft steht und die Spieler hochmotiviert sind.

»In der Bezirksliga wird ein anderer Handball gespielt«, weiß Veljko Saula, dass der VfL Nagold in der kommenden Saison vor allem seine Heimspiele in der Bächlenhalle gewinnen muss, um die Klasse zu halten. »Das wird jedes Spiel ein Kampf«, sagt der VfL-Coach und freut sich natürlich schon auf die Derbys gegen Altensteig, Calw oder Nebringen/Reusten.

Personell sieht Veljko Saula indes Handlungsbedarf. »Wir brauchen noch Verstärkung«, macht er vor allem mit Blick auf die Personalie Alexander Sehl deutlich. Der Rückraumrecke hat sich nach seinem Verletzungspech der letzten Monate dafür entschieden, das Handballtrikot an den Nagel zu hängen. Derzeit befindet sich der Nagolder Trainer in Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen, um seine Truppe noch schlagkräftiger zu machen.

Von Uwe Priestersbach

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Aufstieg VfL Nagold Frauen

Für die Handballerinnen des VfL Nagold war es eine Saison mit Hindernissen. Und doch steht am Ende ein großer sportlicher Erfolg: Das Frauenteam des VfL Nagold steigt in die Landesliga auf.
Sportlich gesehen ist das eigentlich wenig überraschend. Seit Jahren zeigt der Trend bei den VfL-Frauen nach oben. Nicht wenige hatten den VfL Nagold vor Beginn dieser Saison durchaus auch als Aufstiegskandidaten gehandelt – allerdings als einen unter vielen. Im Saisonverlauf zeigte das Team um Trainer Markus Renz dann, was in ihm steckt. In der Hinrunde tat man sich noch gegen den ein oder anderen Gegner unnötig schwer, verlor aber nur zwei Spiele. Die Rückrunde lief dann richtig gut – bis sich der VfL Nagold selbst ein Bein stellte: Zweimal setzte man unerlaubt eine 16-jährige Jugendspielerin ein. Das junge Torhütertalent hatte zwar ein Doppelspielrecht, war aber bereits in der B- und der A-Jugend zum Einsatz gekommen und hätte somit nicht mehr bei den Frauen im Kader stehen dürfen. Natürlich war man sich dieses Verstoßes auf Seiten des VfL nicht bewusst. Die Strafe folgte dennoch: Die eigentlich gewonnenen Partien gegen den VfL Pfullingen 2 und gegen die SKV Rutesheim wurden im Nachhinein gegen Nagold gewertet. Diese vier Punkte Abzug wirbelten die Tabelle in der Bezirksliga ordentlich durcheinander. Und der Aufstieg war plötzlich wieder in weite Ferne gerückt.
Doch die Nagolder Handballerinnen zeigten Moral, trotz des Rückschlags setzten sie ihren Siegeslauf fort. Vier weitere Partien gewannen die Nagolder Frauen – darunter auch als letztes Spiel am 8. März die schwere Auswärtspartie gegen den Klassenprimus TV Großengstingen. Langsam wurden wieder Aufstiegsträume gehegt. Der Sprung in die Landesliga war wieder aus eigener Kraft zu schaffen.
Dann kam der nächste Dämpfer: die Corona-Pandemie. Vor dem entscheidenden Spitzenspiel gegen den Tabellenführer SG Tübingen wurde die Saison zunächst unterbrochen und dann schließlich abgebrochen. Die Quotientenregelung zur Erstellung der Abschlusstabelle war für die Nagolder Handballerinnen eher ungünstig. Und so langte es dem VfL nur zu Platz drei.
Doch das reicht zum Aufstieg. Der HVW gab dieser Tage die 40 Landesliga-Teams der Saison 2020/21 bekannt. Dank der Einführung einer Verbandsliga gibt es in dieser Saison mehr Aufsteiger in die Landesliga als üblich. Hinzu kommt: Nicht jedes Team will in der Landesliga antreten. Fünf Mannschaften verzichteten und wollen freiwillig lieber niederklassiger spielen. Der TV Rottenburg zum Beispiel. Und auch der TV Großengstingen. Das eröffnete Chancen für Nachrücker, in diesem Fall für fünf willige Drittplatzierte aus den Bezirksligen wie den VfL Nagold. „Ich bin super happy, dass wir aufsteigen, weil ich auch finde, dass wir es sportlich verdient haben, uns in der Landesliga zu messen“, sagt Coach Markus Renz. Er ist überzeugt, dass sein Team auch die restlichen Spiele der abgebrochenen Saison gewonnen hätte und der VfL dann unter den ersten beiden gewesen wäre. Wenn man die rein sportliche Leistung betrachte, habe der VfL eh nur fünf Minuspunkte eingefahren und wäre damit eigentlich an der Spitze gestanden. Gerade dieser Blick auf die sportliche Leistung seines Teams lässt in Renz auch die Überzeugung reifen, dass man auch in der Landesliga bestehen kann. „Das traue ich meiner Mannschaft durchaus zu.“
Der VfL-Coach machte in seinem Team auch eine klare Steigerung im Rundenverlauf aus. In der Hinrunde tat man sich bei manchem Spiel unnötig schwer, „in der Rückrunde sah das schon viel besser aus“. Deutliche Ergebnisse habe man da zum Teil eingefahren. Höhepunkt war sicher der ungefährdete Sieg auswärts in Großengstingen – auch wenn dieses Ergebnis letztlich nicht mehr in die coronabedingte Wertung mit einfloss, für die Moral der Truppe war es enorm wichtig.
Den breiten und ausgeglichenen Kader sieht Markus Renz als einen der wichtigsten Qualitäts-Aspekte seiner Mannschaft. Quasi auf allen Positionen war und ist man torgefährlich. „Bei uns konnten sich die Gegnerinnen nie wirklich nur auf ein oder zwei Spielerinnen konzentrieren, sondern mussten sich für jede Position in der Abwehr etwas einfallen lassen.“ Eine Spielerin aber hebt Renz besonders hervor: Torhüterin Alisa Kübler. Denn die ist eigentlich gar keine Torfrau sondern eine quirlige Feldspielerin. Und nur notgedrungen rückte sie ins Tor. „Ihre Leistungen waren meist klasse. Besonders, wenn man betrachtet, dass sie nie wirklich richtiges Torwarttraining hatte.“ Ein Naturtalent offensichtlich. Renz: „Ali war eine super Torhüterin“ - und immer wieder in der vergangenen Saison ein entscheidender Faktor.
Optimistisch sieht auch die Abteilungsleitung des VfL Nagold dem Abenteuer Landesliga entgegen. „Wir sind mächtig stolz und freuen uns sehr, dass unsere Frauen für ihre Mühen am Ende doch belohnt wurden“, erzählt Abteilungsleiterin Jessica Günther. Und ihr Stellvertreter Sven Adamski betont: „Wir sind verdient in der Landesliga und ganz besonders stolz drauf, es mit so vielen Eigengewächsen und Ur-Nagolderinnen geschafft zu haben.“

BU1 VfL Jubel: Als hätten sie da schon ihren Aufstieg geahnt. Nach dem Auswärts-Sieg gegen den TV Großengstingen war der Jubel unter den VfL-Frauen besonders groß. Das Spiel war dann aber coronabedingt das letzte der Saison.

BU2 VfL Iva Buric: Torgefährlich waren die VfL-Frauen auf allen Positionen. Iva Buric sorgte aber für die meisten Treffer im Team: In 15 Spielen traf sie 74-mal.

BU3 Coach Markus Renz: VfL-Coach Markus Renz: „Ich bin super happy, dass wir aufsteigen, weil ich auch finde, dass wir es sportlich verdient haben.“

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Maßnahmen im Umgang mit dem Corona Virus

Der Umgang mit dem Corona-Virus beschäftigt auch die Sportvereine. In der Hauptausschussitzung des VfL Nagold am Mittwoch, 4. März wurden dazu folgende Leitlinien beschlossen:
"Der Vorstand und die Abteilungen des VfL Nagold handeln im Interesse der Gesundheit aller Mitglieder, Aktiven, Übungsleiter, Mitarbeiter und Funktionäre des Vereins. Im Augenblick bedeutet das auch, dass wir uns mit dem Schutz vor Ansteckungen mit dem Corona-Virus beschäftigen und vorausschauend Maßnahmen vorbereiten. Aktuell sind in Nagold keine Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus bekannt. Hoffentlich bleibt das so! Für alle Fälle haben wir aber einen Stufenplan vorbereitet, um notfalls angemessen reagieren zu können. Aktuell befinden wir uns in Stufe 1.

Maßnahmen des VfL Nagold im Umgang mit dem Corona Virus

Stufe 1: Keine bestätigten Infektionen in Nagold, normaler Betrieb der öffentlichen Institutionen etc.
Der Trainings- und Wettkampfbetrieb aller Abteilungen des VfL wird normal weiter betrieben. Sport ist ein Beitrag zur Stärkung des Immunsystems und weiterhin absolut empfehlenswert. Folgende Einschränkungen gelten: Wir bitten Personen, die Symptome einer Infektion zeigen oder sich kürzlich in Risikogebieten aufgehalten haben, von Training und Wettkämpfen fernzubleiben, bis geklärt ist, dass sie keine Infektion mit Corona haben. Wir empfehlen Risikogruppen (Senioren, Menschen mit Vorerkrankungen etc.) Zurückhaltung und Vorsicht beim Sport. Wir bitten alle, die bekannten Hygieneregeln einzuhalten (häufiges Händewaschen, kein Händeschütteln usw.)

Stufe 2: Es treten in Nagold erste Infektionen auf bzw. erste konkrete Maßnahmen werden lokal ergriffen
Die Abteilungsleiter entscheiden über Einschränkungen beim Trainings- und Wettkampfbetrieb. Da jede Sportart anders betrieben wird, wäre ein einheitliches Vorgehen hier nicht für alle Abteilungen richtig. Die Abteilungsleiter setzen von ihren Entscheidungen den Vorstand sowie Mitglieder und Übungsleiter in Kenntnis.

Stufe 3: Eine relevante Zahl von Infektionen existiert bzw. es werden allgemeine Vorsichtsmaßnahmen etc. verhängt
Der Vorstand entscheidet über die Einstellung des gesamten Trainings- und Wettkampfbetriebs und geeignete Kommunikationswege. Die Abteilungen werden von der Entscheidung in Kenntnis gesetzt und kommunizieren intern weiter.
Die Aufhebung von Einschränkungen wird von der gleichen Ebene beschlossen wie deren Einführung."

VfL Nagold – SG Tübingen - 14. März, 18 Uhr, Bächlenhalle Nagold

Geisterspiele gibt es nicht nur in der Bundesliga. Auch die Partie der Nagolder Handballerinnen diesen Samstag gegen die SG Tübingen wird vor leeren Rängen stattfinden. Die anderen Spiele des VfL Nagold im Jugendbereich und das Spiel des Männerteams werden dagegen abgesagt und nach Möglichkeit nachgeholt. Das Corona-Virus hat mittlerweile auch die Amateur-Sportwelt fest im Griff: Nicht mehr als 50 Menschen dürfen sich beim Spiel der Nagolder Handballerinnen am Samstagabend in der Bächlenhalle befinden. Die Spielerinnen und Betreuer inklusive. So lautet die Vorgabe des Nagolder Ordnungsamtes. Und natürlich ist der VfL erpicht darauf, diese Auflage auch strikt umzusetzen. Also findet das Spitzenspiel der Frauen-Bezirksliga ohne Publikum statt. Dabei trifft mit dem VfL Nagold der aktuelle Tabellenzweite auf den Spitzenreiter aus Tübingen. Und gerade im Hinblick auf einen möglichen Aufstieg kommt der Partie eine gewichtige Rolle zu: Die SG Tübingen hat bis dato sieben Minuspunkte auf dem Konto, der VfL Nagold neun. Bei einem Sieg des VfL wäre man mit Tübingen gleichgezogen. Wobei der dirkete Vergleich dann sogar für Nagold sprechen würde. Doch Tübingen steht natürlich nicht ohne Grund auf Tabellenplatz eins. Die SG ist in der Bezirksliga vielleicht das Überraschungsteam der Saison. Nur ein Unentschieden und drei Niederlagen musste man bis jetzt wegstecken. Das jüngste Spiel verlor Tübingen allerdings – und das auch noch beim Heim-Derby gegen die TSG Reutlingen. Im Hinspiel konnte der VfL Nagold überzeugen. 28:24 gewann der VfL, wobei das Spiel deutlicher verlief, als der Spielstand erahnen lässt. "Das wird ein ganz besonderes Spiel, denn ich denke weder Tübingen noch wir haben bis jetzt ein Geisterspiel erlebt", sagt VfL-Coach Markus Renz. Trotzdem sei das "unsere Halle". Renz: "Da möchte ich kein Spiel verlieren, egal unter welchen Voraussetungen." A propos Voraussetzungen: Coach Renz wird nicht aus dem Vollen schöpfen können. Aline Rau befindet sich im Urlaub, Nikolina Skvorc fällt weiter verletzungsbedingt aus, und auch Kreisläuferin Lisa Weiß ist angeschlagen.

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TV Großengstingen - VfL Nagold 18:22 (8:13)

Besser konnte es an diesem Wochenende für die VfL-Handballerinnen aus Nagold gar nicht laufen. Nicht nur, dass sie das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer in Großengstingen für sich entschieden haben. Mit der SG Tübingen hatte zudem einen Tag zuvor ein weiterer Aufstiegskonkurrent Punkte gelassen. Der VfL Nagold hat es nun wieder selbst in der Hand, zumindest den Vizemeistertitel aus eigener Kraft zu erreichen. Ein Sieg in Großengstingen ist alles andere als selbstverständlich. Wenngleich klar war, dass Nagold durchaus das Zeug dazu hat, den Titelfavoriten zu schlagen, so ist Großengstingen daheim eine echte Macht. Noch keinen Punkt hatte der Landesliga-Absteiger in dieser Saison zu Hause abgeben müssen. Doch dann kam Nagold auf die Alb. In einem mitreißenden Spiel, geprägt von einer bockstarken Abwehrarbeit und Kampfeswillen auf beiden Seiten, zeigte der VfL schnell, dass er in dieser Partie nicht nur mithalten kann, sondern das Spiel auch gewinnen will. Anfangs waren beide Teams noch auf Augenhöhe. Nach acht Minuten ging der Gastgeber das erste Mal mit 4:3 in Führung. Bis auf 6:4 konnte Großengstingen vorlegen, dann fand Nagold immer besser ins Spiel. 7:7 stand es nach 18 Minuten. Sophie Reime, Iva Buric und Alena Wolf holten für Nagold die Führung und bauten sie bis zur 23. Minute auf 10:7 aus. Die VfL-Abwehr war nun ein Bollwerk. Hinzu kam, dass Torhüterin Alisa Kübler zu einem echten Faktor wurde. Großengstingen jedenfalls tat sich fortan schwer mit seinem Angriffsspiel. Und so ging es mit einer schon überraschend deutlichen 13:8-Führung für Nagold in die Pause. In der zweiten Hälfte versuchte Großengstingen mit aller Wucht, das Spiel zu drehen. Doch vergebens. Die Abwehrarbeit des VfL Nagold war weiter gut, die Torhüterleistung auch. Die Nagolder Frauen ließen den Gastgeber nicht näher als auf drei Tore herankommen. In der Schlussphase war klar, dass der Sieg dem VfL nicht mehr zu nehmen war. Und so rückte in den letzten fünf Minuten plötzlich ein neues Ziel in den Fokus – sowohl bei den Gastgebern als auch bei Nagold. Im Hinspiel hatte der VfL mit zwei Toren Rückstand verloren (31:33), Ziel war es nun also aus Nagolder Sicht einen Sieg mit möglichst drei Toren Vorsprung einzufahren, damit man auch den im Handball so wichtigen direkten Vergleich für sich entscheiden konnte. Großengstingen stellte in der Schlussphase auf eine offensive Abwehr um, und schließlich gar auf Manndeckung. Der VfL verteidigte hart, nahm auch die ein oder andere Zeitsrafe in Kauf. In den Schlusssekunden hatte Großengstingen noch die Chance per Sieben Meter auf 19:22 heranzukommen – doch Torhüterin Alisa Kübler parierte fulminant. Insgesamt wehrte sie fünf von neun Strafwürfen ab. Und so endete die Partie mit einem verdienten 22:18-Sieg für Nagold. VfL-Coach Markus Renz sparte nach der Partie nicht mit Lob. "Wir haben in der ersten Halbzeit ein super Spiel abgeliefert. Da waren alle vom Kopf her komplett da und sehr aufmerksam." Da sein Team Großengstingen eigentlich die ganze Zeit recht gut im Griff hatte, habe er sich mit Auswechslungen zurückgehalten. Drei Nagolder Spielerinnen aus dem 14er-Kader kamen gar nicht zum Einsatz. "Ich wollte einfach keinen Bruch im Spiel riskieren", erörtert Renz fast entschuldigend. Mit den schnellen und spielstarken VfL-Spielerinnen Iva Buric, Sophie Reime und Alena Wolf sei die Großengstinger Abwehr einfach nicht zurecht gekommen. Der Schlüssel zum Erfolg aber sei die eigene gute Abwehr gewesen. Renz: "Wir haben heute nur wenige leichte Tore kassiert." Mit dem gewonnenen direkten Vergleich und der Tübinger Niederlage, hab der VfL Nagold es nun wieder selbst in der Hand, einen der beiden vorderen Plätze zu erreichen. Renz will nun möglichst schnell den Fokus auf den nächsten Spieltag richten. "Der Sieg heute bringt uns nur was, wenn wir auch das nächste Spiel gewinnen", macht er deutlich. Denn am Samstag steht vor heimischer Kulisse bereits das nächste Spitzenspiel der Bezirksliga an. Dann ist Tabellenführer Tübingen beim VfL zu Gast. Die Liga bleibt also spannend.
Es spielten für den VfL Nagold: Jessica Günther, Annette Maser, Sophie Reime (8/3), Alena Wolf (3), Theresa Klußmann, Luisa Harr (1), Iva Buric (5), Madeleine Majer (1), Marlen Dengler (3), Aileen Hofmann, Lisa Weiß, Mira Hofmann, Carolin Lenz (1) und Alisa Kübler im Tor.

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VfL Nagold – Spvgg Mössingen 21:34 (10:19)

Auch das gehört zum Sport: Am Ende neidlos anzuerkennen, dass der Gegner besser war. Im Heimspiel gegen das Spitzenteam aus Mössingen war für unsere weibliche A-Jugend jedenfalls nicht viel zu holen. Die Voraussetzungen für das Spiel gegen den Favoriten war auf Nagolder Seite von Anfang an nicht allzu gut. Mit Jenny fiel eine torgefährliche Spielerin krankheitsbedingt komplett aus, und auch Spielmacherin Mira war krankheitsgeschwächt und somit nur bedingt einsatzbereit. So gesehen machten es unsere Mädels gar nicht schlecht. Doch Mössingen zeigte auf, warum man mit nur einem Minuspunkt der Meisterschaftsfavorit Nummer eins in der Bezirksliga ist. Vor allem dem schnellen und sehr gut einstudierten Konterspiel konnten die VfL-Mädels von Coach Thorsten Hafner nur wenig entgegensetzen. Und so ging es es beim deutlichen Stand von 10:19 in die Pause. In der zweiten Halbzeit dann konnten die Nagolder A-Jugendlichen doch tatsächlich über weite Teil mithalten. Doch das Spiel zu drehen war ein Ding der Unmöglichkeit. Nach knapp 20 Minuten Spielzeit in Hälfte zwei jedenfalls stand es 20:28 – der Vorsprung war bis dahin also nicht weiter angewachsen. Doch danach schien das Pulver verschossen zu sein. Die Kräfte unserer Mädels schwanden. Cara machte noch den 21. Treffer für Nagold – dann folgten lange kräftezehrende zehn Minuten ohne eigenen Torerfolg, während Mössingen dann doch noch auf deutliche 34 Tore erhöhen konnte.
Es spielten für den VfL Nagold: Mira Hofmann (2), Cara Klenk (6), Hannah Kunz (2), Gabriela Car (3), Tirza Theurer (4), Angela Bucic (3), Annika Thillmann im Tor, Janina Koch (1), Pia Sophie Dürr und Sarah Kunz.

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VfL Nagold - SG Hirsau/Calw/ Bad Liebenzell 2 27:16 (14:10)

Der VfL Nagold wurde seiner Favoritenrolle gegen die die zweite HCL-Garnitur erst in der zweiten Spielhälfte gerecht. Dann fiel das Ergebnis am Ende aber doch standesgemäß aus. Dabei pfiff das Schlusslicht der Bezirksliga personell auf dem letzten Loch und lief in der Nagolder Bächlenhalle ohne Ersatzspieler auf. Trotzdem legte der in die Rolle des Spielertrainers geschlüpfte Thomas Reich auf 2:0 (4.) für die Gäste vor. Den ersten Nagolder Treffer erzielte Jonas Rink beim 1:2 in der 6. Spielminute. Als es nach neun Minuten 5:2 für den Tabellenletzten stand, staunte doch der eine oder andere unter den rund 100 Zuschauern. Aber auch VfL Trainer Veljko Saula war bis dahin nicht zufrieden und bat in der 14. Minute zur ersten Auszeit. Danach erzielte Maximilian Hammann beim 9:8 (26.) die ersten Nagolder Führung – und Christian Schmid sorgte für das 14:10 beim Pausenpfiff. Nach dem Seitenwechsel sorgten die Nagolder für klare Verhältnisse. So entschärfte VfL-Keeper Lars Thillmann einen Siebenmeter von Thomas Reich und Christian Schmid traf per Konter zum 17:11. Philipp Beifuß schraubte das Ergebnis mit einem Doppelschlag zum 24:15 (51.) hoch. In der Schlussminute, zwischenzeitlich stand es 27:16, sah Dietmar Fischer nach der dritten Zeitstrafe noch die Rote Karte. Zufrieden mit dem Auftritt des dezimierten HCL-Aufgebots zeigte sich anschließend Thomas Reich. Vor allem in der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft gut dagegen gehalten – und »das hatte den Nagoldern nicht geschmeckt«. »Hauptsache zwei Punkte«, erklärte Veljko Saula auf der anderen Seite, dass er mit der Leistung seiner Mannschaft nicht hundertprozentig zufrieden war. Gleichzeitig gab Saula bekannt, dass er auch in der kommenden Saison Trainer beim VfL Nagold bleiben wird. »Ich fühle mich hier wohl und das Ziel ist der Aufstieg in die Bezirksliga«, macht der VfL-Coach deutlich.
VfL Nagold: Lars Thillmann und Simon Walz im Tor, Maximilian Hammann (4), Tobias Hück, Felix Hammann (1), Raffael Baumgartner (4), Christian Schmid (6), Frank Renz (1), Philipp Beifuß (4), Jonas Heinrich, Patrick Seyfahrth, Jonas Rink (2/1), Tobias Karl, Sven Schumacher (5)
SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell 2: Pascal Schmidt im Tor, Pascal Nothacker (2), Carsten Berkemer (1), Thomas Reich (5/1), Sebastian Müller (2), Dietmar Fischer (4), Jean-Charles Bertrand (2)

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VfL Nagold – TSV Neuhengstett 32:20 (14:11)

Das war eine deutliche Angelegenheit: Im Kreisderby der Bezirksliga wurden die Handballerinnen aus Nagold ihrer Favoritenrolle gerecht und besiegten den TSV Neuhengstett souverän mit 32:20. Der VfL Nagold bleibt damit auf Schlagdistanz zur Tabellenspitze. Neuhengstett dagegen steckt als Tabellenachter weiter im Kampf gegen den Abstieg. Eins muss man den Frauen von VfL-Coach Markus Renz lassen: Wenn es darum geht Direktiven des Coaches umzusetzen, dann fackeln sie nicht lange. So hatte Renz bereits im Vorfeld angekündigt, das in seinen Augen „nicht gute“ Rückzugsverhalten der Neuhengstetterinnen, für einfache, schnelle Tore nutzen zu wollen. Und genau das geschah auch: Nagold legte vor gut 100 Zuschauern in der heimischen Bächlenhalle los wie die Feuerwehr. Iva Buric, Annette Maser und Aileen Hofmann sorgten schnell für eine 3:0-Führung für den VfL, ehe Neuhengstett nach vier Minuten den ersten Treffer markieren konnte. Im Angriff spielte Nagold die ersten Minuten der Partie weiter wie entfesselt, setzte konsequent auf ein schnelles Offensiv-Spiel, und sorgte in der ersten und zweiten Welle empfindliche Treffer. 6:2 stand es nach sieben Minuten für den Gastgeber. Mit der Zeit fand Neuhengstett ins Spiel. Nach 15 Minuten markierte Aline Rau das 9:5 für Nagold per Sieben Meter. Danach folgte die stärkste Phase der Gäste. Auch weil Nagold mit seinen Chancen schlampig umging, tastete sich das Team aus dem Calwer Nordkreis wieder an Nagold heran. Vanessa Biester besorgte in der 22. Minute erstmals den Ausgleich für den TSV. Doch zur Führung reichte es nicht. Im Gegenteil, zur Halbzeit hieß es 14:12 für Nagold. Die zweite Hälfte ähnelte ein wenig dem Start in die erste. Wieder setzten die Nagolder Frauen konsequent auf ihr schnelles Angriffsspiel. Und diesmal blieben sie konstant gefährlich. Fünf Minuten nach der Pause stand es bereits 20:13 für den VfL. Neuhengstett musste eine frühe Auszeit nehmen. Doch das brachte nur wenig, Nagold kam nicht aus dem Tritt. Nach 40 Minuten erhöhte Iva Buric für den VfL zur 22:14-Führung, und neun Minuten vor dem Ende traf Nagolds Abteilungsleiterin Jessy Günther per Konter zum 27:17. Sophie Reime baute in der 59. Minute den Vorsprung für Nagold gar auf 13 Tore aus (32:19), ehe Lena Gollor vom TSV Neuhengstett kurz danach den letzten Treffer setzte und die Partie mit 32:20 endete. „Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert“, analysiert Markus Renz die Partie aus Nagolder Sicht. Allerdings habe er die Neuhengstetterinnen nach der Hinspielpartie etwas stärker eingeschätzt. Renz weiter: „In der zweiten Hälfte war da nicht mehr viel Widerstand.“ Nicht ganz zufrieden ist der VfL-Coach mit der Verwertung der Chancen in Halbzeit eins. „Das hätte noch etwas geordneter laufen können. Da waren auch einige Fehler mit dabei.“ Ganz anders in Halbzeit zwei: „Da haben wir im Angriff clever gespielt und unsere Chancen noch etwas besser verwertet als in der ersten Halbzeit.“ Das stützt auch das Zahlenwerk: Halbzeit zwei gewann der VfL Nagold überdeutlich mit 18:9. Alles in allem sei das Spiel für sein Team auch eine gute Vorbereitung gewesen auf die zwei wichtigen Partien in den nächsten Wochen, wenn Nagold zunächst am 8. März gegen den Tabellenzweiten in Großengstingen antritt und dann am 14. März mit dem SV Tübingen den aktuell Erstplatzierten aus der Bezirksliga zu Gast hat.
Es spielten für den VfL Nagold: Jessica Günther (1), Annette Maser (2), Sophie Reime (6/1), Alena Wolf (2), Madeleine Majer (2), Luisa Harr, Iva Buric (5), Marlen Dengler (2), Aline Rau (4/3), Aileen Hofmann (4), Lisa Weiß (2), Carolin Lenz (2) und Alisa Kübler im Tor.

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Spvvg Mössingen 2 - VfL Nagold 28:28 (11:11)

Immerhin einen Punkt konnte der VfL Nagold aus der Mössinger Steinlachhalle entführen. Tobias Karl sorgte nach dem Abpfiff mit einem direkt verwandelten Freiwurf für das 28:28. »Das war am Ende schon glücklich«, machte der Nagolder Trainer Veljko Saula, das die Punkteteilung in seinen Augen und unterm Strich aber ein verdientes Ergebnis war. Einen Wermutstropfen gab es aus Nagolder Sicht allerdings auch: Armed Ademi brach sich bei einer Abwehraktion die linke Mittelhand und wird nun für einige Wochen ausfallen. Von Anfang an entwickelt sich in der Spitzenbegegnung der Bezirksklasse ein Duell auf Augenhöhe, bei dem sich im ersten Durchgang allerdings keine Mannschaft wirklich absetzen konnte. Bis zum 8:8 nach 20 Zeigerumdrehungen ging es im Gleichschritt voran. Danach legte die VfL-Sieben mit drei Treffern in Serie zwar auf 11:8 (26.) vor, doch bis zum Pausenpfiff glichen die Hausherren zum 11:11 aus. Im zweiten Durchgang erwischte die zweite Garnitur aus Mössingen den besseren Start, und nach 42 Minuten stand es 19:15 für die Gastgeber. Jetzt reagierte Veljko Saula mit einer Auszeit und stellte die Abwehr auf 5:1 um. Das sollte Wirkung zeigen, denn die Nagolder kämpften sich in der Folge Tor um Tor heran. Trotzdem dauerte es bis zur 54. Minute, bevor Armed Ademi mit einem Doppelschlag beim 24:24 den Ausgleich erzielte. Danach wurde es richtig spannend: So legte Maximilian Hammann (58.) auf 27:26 vor, doch die Hausherren glichen aus - und gingen in der vorletzten Spielminute in Überzahl und durch einen umstrittenen Siebenmeter mit 28:27 in Führung. In der Schlussminute versuchte der Nagolder Trainer noch einmal mit einer Auszeit die Weichen für den Ausgleich zu stellen. Quasi mit dem Schlusspfiff gab es dann einen Freiwurf für den VfL Nagold – normalerweise nicht unbedingt eine Topchance. Doch Tobias Karl nahm Maß und zirkelte den Ball am Abwehrblock vorbei zum 28:28 in die Maschen. Mit dem Ergebnis nach einem heißen Kampf war Veljko Saula am Ende trotz vieler Fahrkarten und technischer Fehler seines Teams zufrieden. Immerhin bleibt der VfL Nagold damit Tabellendritter der Bezirksklasse – und behält den zweiten Rang weiter im Visier. Der Meisterzug in der Liga ist praktisch abgefahren, nachdem Klassenprimus TSV Betzingen auch nach 17 Spielen weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze steht.
VfL Nagold: Lars Thillmann und Simon Walz im Tor, Maximilian Hammann (2), Markus Renz (3), Felix Hammann, Jonas Rink, Armed Ademi (6/1), Tobias Karl (12/5), Philipp Beifuß (2), Frank Renz, Tobias Hück, Sven Schumacher, Jonas Heinrich

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VfL Nagold – TSV Ehningen 20:26 (11:15)

Sie haben gut mitgespielt. Doch letztlich war für unsere männliche C-Jugend gegen den Tabellenprimus aus Ehningen nichts zu holen. Von Beginn an zeigten die Jungs vom TSV Ehningen, warum sie ganz oben in der Tabelle stehen. Die erste Führung gehörte den Gästen, und unseren Jungs gelang nur einmal der Ausgleich – ganz am Anfang zum 1:1 durch Marius Haag. Danach baute Ehningen seine Führung aus, konnte aber nicht wirklich deutlich davonziehen. In Halbzeit eins kamen die Nagolder C-Jugendlichen immer wieder bis auf zwei Tore heran. Beim Stand von 11:15 ging es dann in die Pause. Nach der Pause erwischte der VfL Nagold einen guten Start. Fast hätten sie in dieser Phase das Spiel nocheinmal kippen können. 14:15 lag man in der 29. Minute nur noch zurück. Doch im Stile eines echten Spitzenreiters hielt Ehningen dagegen und baute nach und nach seinen Vorsprung auch wieder aus. 20:26 mussten sich unsere von Nikolina Skvorc und Liza Sehl trainierten C-Junioren letztlich geschlagen geben.
Es spielten für den VfL Nagold: Antonio Knezevic und Jakub Duda im Tor, Marius Haag (3), Patrick Rosshau, Luka Lasovic (3), Francesco Michienzi (1), Aaron Schaible (4), Fran Vukasic (4), Niklas Böddinghaus (1), Finn-Niklas Kammler (1), Erik Bäsler, Michael Bauer und Luka Novosel (3).

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VfL Nagold – SG H2Ku Herrenberg II 36:20 (16:7)

Daheim spielt sich's halt doch am schönsten: Unsere weibliche A-Jugend fuhr gegen die SG H2Ku Herrenberg II einen deutlichen Sieg ein. Der Lohn dafür: Nun stehen die Mädels in der Bezirksliga auf Tabellenplatz vier. Im Prinzip aber war der Sieg gegen Herrenberg nicht wirklich überraschend. Die zweite Garnitur der SG ist Tabellenletzter. Und auch das Hinspiel in der Herrenberger Markweghalle gewannen unsere Mädels recht deutlich mit 31:20. Ein Sieg war also für das ambitionierte Team um das Betreuer-Gespann Thorsten Hafner und Aileen Hofmann Pflicht. Doch auch eine vermeintlich leichte Pflichtaufgabe muss erst einmal erledigt werden. Und in den ersten fünf Minuten sah es nicht wirklich nach einer leichten Aufgabe aus. Zumindest fiel kein Tor. Nach gut sechs Minuten beendete Sarah Kunz dann die Torflaute und traf zum 1:0 für den VfL - und drei Minuten später lockte Jenny Schäfer bereits zum 4:0 ein. Erst einmal in Fahrt gekommen, konnten die Nagolder Mädels auch kaum mehr gebremst werden. Nach 16 Minuten traf Gabriela Car bereits zum 10:2, und Angela Bucic sorgte schließlich für den Halbzeitstand von 16:7. Munter weiter ging es in Halbzeit zwei. Coach Thorsten Hafner gab allen ihm zur Verfügung stehenden Spielerinnen lange Einsatzzeiten. Elf Spielerinnen waren das immerhin, fünf aus der B-Jugend. Auf bis zu 18 Tore Vorsprung enteilten unsere Mädels im Verlauf der zweiten Hälfte. Die Ehre des letzten Treffers für den VfL gebührte Mira Hofmann in der 59. Minute zum 36:18. Danach betrieb Herrenberg noch ein wenig Ergebniskosmetik und traf noch zweimal ins Nagolder Tor.
Es spielten für den VfL Nagold: Denisa Ioana Ciornei im Tor, Mira Hofmann (6), Cara Klenk (2), Hannah Kunz, Gabriela Car (1), Tirza Theurer (4), Angela Bucic (6), Jenny Schäfer (8/1), Pia Sophie Dürr (1), Janina Koch und Sarah Kunz (8/2).

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VfL Nagold – SG Nebringen/Reusten 32:22 (15:14)

Die Handballerinnen des VfL Nagold fuhren gegen die SG Nebringen/Reusten den nächsten Sieg ein. Mit einem 32:22-Sieg zeigte der VfL den Gästen aus dem Gäu klar auf, wer der Herr in der Bächlenhalle ist. In der ersten Hälfte konnte die SG noch mithalten mit den Gastgeberinnen aus Nagold. Dabei war auch in dieser Phase bereits der VfL das dominierende Team. Nur konnte man die Überlegenheit noch nicht in Tore ummünzen. Von Anfang an aber hatten die Nebringer Frauen ihre Probleme mit den spielstarken und schnellen VfL-Spielerinnen im Angriff. Sophie Reime, Iva Buric und Alena Wolf waren in ihrem Tor- und Tatendrang kaum zu bremsen. Hinzu kam eine überragend aufgelegte Sieben-Meter-Schützin: Acht Treffer in acht versuchen – diese blitzsaubere Bilanz konnte Aline Rau in dem Spiel aufweisen. Und den Sieben Metern kam in der Partie herausragende Bedeutung zu. Schiedsrichter Albert Pukall zeigte den Teams von Anfang an klare Kante und pfiff konsequent auf beiden Seiten insgesamt 20 Strafwürfe. Der VfL Nagold hatte an diesem Tag mit Aline Rau nicht nur eine erstklassige Schützin in seinen Reihen, auch Torhüterin Alisa Kübler glänzte ein ums andere mal. Von den neun Sieben-Metern für Nebringen konnten diese jedenfalls nur vier verwandeln. Dass die Partie in der ersten Hälfte dennoch recht eng zuging, begründet VfL-Coach Markus Renz damit, das man sich in Halbzeit eins immer wieder „dumme Gegentore“ eingefangen habe. „Einige leichtsinnige Fehler“ bemängelt Renz für diese Phase, der dennoch insgesamt mit der Partie „relativ zufrieden“ ist. An der zweiten Halbzeit des VfL Nagold gab es auch nicht viel zu bemängeln. Gegen Gegnerinnen, die sich nie aufgaben, konnten die Nagolder Handballerinnen ihre spielerische Überlegenheit nun endlich auch in Zählbares umsetzen. Und so geht auch der Zehn-Tore-Vorsprung, den man sich bis zum Ende herausgespielt hatte, völlig in Ordnung. „Da haben wir schön mit Tempo gespielt“, freute sich Renz nach der Partie, dass viele seiner Vorgaben auch umgesetzt wurden. Wenngleich er auch befindet: „Unser Gegenstoßverhalten war noch nicht so gut. Da sehe ich noch mehr Potenzial.“ 20 Sieben-Meter, Neun Herausstellungen, sechs Gelbe Karten – ein wenig spiegeln diese Zahlen schon wider, dass sich hier zwei abwehrfreudige Teams gegenüberstanden. Unfair oder übertrieben hart war das Spiel aber zu keiner Zeit. Und der VfL Nagold kann sich rühmen, gegen die zumindest bis vor der Partie auf dem Papier stärkste Abwehr der Bezirksliga satte 32 Treffer gesetzt zu haben – keine Mannschaft traf in dieser Saison öfters gegen die SG.
Es spielten für den VfL Nagold: Annette Maser (2), Sophie Reime (4), Alena Wolf (5), Theresa Klußmann, Madeleine Majer (1), Luisa Harr, Iva Buric (10/2), Marlen Dengler, Aline Rau (8/8), Aileen Hofmann, Lisa Weiß (1), Carolin Lenz (1) und Alisa Kübler im Tor.

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+++Zwei Siege der D-Jugend+++
Von zwei Mannschaften haben wir vom Wochenende noch Ergebnisse zu vermelden. Während unsere männliche C-Jugend auswärts in Böblingen leider unterlag, gewann die gemischte D-Jugend ihre zwei Spiele. +++Männliche C-Jugend: HSG Böblingen/Sindelfingen 3 – VfL Nagold 28:16 (13:7)+++
Die Gastgeber wurden im Prinzip von Anfang an ihrer Favoritenrolle gerecht. Nach sechs Minuten lagen sie bereits mit 4:1 in Führung. Unsere von Nikolina Skvorc und Liza Sehl gecoachten Jungs ließen sich allerdings nicht abschütteln, glichen nach 12 Minuten zum 4:4 aus, doch dann zog die HSG doch noch davon. Und so ging es mit 13:7 in die Pause. In der zweiten Hälfte gelang es unseren Jungs nicht mehr den Vorsrprung zu verkürzen, im Gegenteil, der Gastgeber konnte den Vorsprung noch weiter ausbauen, und so endete die Partie schließlich mit einer deutlichen 28:16-Niederlage. Es spielten für den VfL Nagold: Antonio Knezevic im Tor, Albin Rexha, Patrick Rosshau (1), Luka Lasovic (5), Francesco Michienzi (3/2), Fran Vukasic (5), Niklas Böddinghaus (2), Finn-Niklas Kammler, Jakub Duda,Erik Bäsler und Michael Bauer.

+++Gemischte D-Jugend+++
VfL Nagold – Spvgg Mössingen II 14:5 (8:3): Nichts anbrennen ließ unsere gemischte D-Jugend in der Partie gegen die Spvgg Mössingen 2. Von Anfang an lagen die Jungs und Mädels in Führung und bauten diese konsequent aus. Beim Spielstand von 8:3 ging es nach zwölf Minuten in die Pause. Auch in der zweiten Hälfte spielten die von Grit Uhlig und Nicole Gaiser trainierten Kids überzeugend auf. Und so endete die Partie schließlich 14:5 für Nagold. Es spielten für den VfL Nagold: Natalia Lorenz, Mateo Lasovic (5), Frieder Braun (1), Karoline Wolf, Aaron Ajdinovic, Janina Hehr, Jonah Klose (2/1), Sarai Brösamle, Frederik Digel, Jonas Eßlinger (6), Felix Hain und Kiana Bangemann.

VfL Nagold - SV Leonberg/Eltingen II 17:10 (11:5): Auch im zweiten Spiel des Nachmittags fuhr unsere D-Jugend einen Sieg ein. Dabei gestaltete sich das Spiel in den ersten Minuten noch ausgeglichen. Keines der Teams gelang es, sich abzusetzen. Nach sieben Minuten stand es bereits 5:5. Danach kam der VfL langsam aber sicher auf die Siegerstraße. Bis zur Pause erhöhten die Jungs und Mädels aus Nagold auf 11:5. Um den Sige nach Hause zu bringen reichte es in Halbzeit zwei eine ausgeglichene Partie zu spielen. Nagold traf noch weitere sechs Tore, die SV Leonberg/Eltingen fünf. Es spielten für den VfL Nagold: Natalia Lorenz (1), Mateo Lasovic (3), Frieder Braun (3), Karoline Wolf, Aaron Ajdinovic (2), Janina Hehr, Jonah Klose (3), Sarai Brösamle, Frederik Digel, Jonas Eßlinger (5/1), Felix Hain und Kiana Bangemann.

Spvgg Aidlingen - VfL Nagold 15:21 (9:13)

Ihren siebten Sieg in der Bezirksliga holte sich unsere weibliche A-Jugend beim Auswärtsspiel in Aidlingen. Dabei waren unsere Mädels das dominierende Team, doch Aidlingen hielt mit einer guten Abwehrleistung durchaus dagegen. Sarah Kunz eröffnete die Partie mit dem 1:0 für Nagold. Doch Aidlingen hielt vor allem in der Anfangsphase mit. Unsere Mädels spielten sich zwar immer wieder ihre Chnacen heraus, doch scheiterten sie oft an der starken Leistung der gegenerischen Torhüterin. Und so konnte sich in der ersten Viertelstunde kein Team absetzen. 4:4 stand es, dann wurde unser Angriff langsam bissiger und auch in der Abwehr bekamen die von Thorsten Hafner trainierten jungen Frauen einen noch besserern Zugriff, und Denisa Ciornei parierte immer wieder sehenswert. Und so setzte sich Nagold mit der Zeit dann doch etwas ab. 13:9 lag der VfL zur Pause vorne. In Hälfte zwei starteten unsere Mädels wie ausgewechselt. Mira Hofmann setzte sich innerhalb von drei Minuten dreimal in Folge im 1:1 durch und netzte ein, Jenny Schäfer traf kurz danach zum 17:9 aus Nagolder Sicht. Nach 41 Minuten lag der VfL mit 19:10 vorne. Dann allerdings war diese bärenstarke Phase auch schon vorbei. Die Mädels verwalteten den Sieg, doch trafen sie selbst nur noch zweimal ins Tor, Aidlingen dagegen kam noch zu fünf Treffern. Die Partie endete mit einem ungefährdeten 21:15-Sieg für Nagold.
Es spielten für den VfL Nagold: Denisa Ciornei im Tor, Mira Hofmann (4), Cara Klenk (2), Hannah Kunz (2), Gabriela Car, Tirza Theurer (2), Jenny Schäfer (3/1), Pia Sophie Dürr, Janina Koch (1) und Sarah Kunz (7/4).

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TSG Reutlingen 2 - VfL Nagold 27:36 (12:18)

Der VfL Nagold ist auch auswärts eine Macht: In der Reutlinger Storlach-Sporthalle sorgte die VfL-Sieben mit 36 Treffern für klare Verhältnisse in der Bezirksklasse. Eine überragende Rolle spielte Markus Renz, der aus allen Lagen traf und alleine 16 Treffer erzielte. »Wir haben in Reutlingen gut gespielt«, erklärte der Nagolder Trainer Veljko Saula. Positiv fand er dass die neuen Nagolder Spielzüge gut funktioniert hatten – und der VfL-Coach hatte gesehen, was möglich ist wenn seine Mannschaft in der Offensive geduldig ist. Zufrieden zeigte er sich ebenso mit der Abwehrleistung, die mit einem vorgezogenen Spieler die Reutlinger Kreise erfolgreich störte. In der ersten Viertelstunde leistete die zweite Reutlinger Garnitur noch erfolgreich Widerstand. Zwar legten Tobias Karl und Armed Ademi auf 3:1 (4.) vor – und Markus Renz traf zum 7:4 (11.). Doch beim 9:9 (16.) waren die Hausherren noch einmal dran, bevor sich der VfL Nagold absetzen konnte. Kreisläufer Patrick Seyfahrth traf nach 21 Zeigerumdrehungen zum 13:9, und nach drei Nagolder Treffern in Folge stand es 18:12 beim Pausenpfiff. Nach dem Seitenwechsel wurde Tobias Karl an die kurze Leine genommen, doch jetzt schlug die Stunde von Markus Renz, der in der zweiten Spielhälfte zehn Treffer verbuchte. Mit einem Doppelschlag (39.) schraubte er das Ergebnis auf 23:14 hoch – und als Markus Renz in der 51. Minute beim 31:21 für den ersten Zehn-Tor-Vorsprung sorgte, war die Messe in Reutlingen gelesen. Schade fand es Veljko Saula, dass sein Team jetzt wieder eine Pause hat, bevor der VfL Nagold zum Topspiel nach Mössingen fährt. Für den Nagolder Trainer ist mit Blick auf den nach wie vor ungeschlagenen TSV Betzingen klar, dass der Meisterzug in der Bezirksklasse abgefahren ist. Doch »unser Ziel muss jetzt der zweite Tabellenplatz sein«, unterstreicht er.
VfL Nagold: Lars Thillmann und Simon Walz im Tor, Maximilian Hammann (2), Markus Renz (16/3), Felix Hammann, Jonas Rink, Armed Ademi (6), Tobias Karl (4), Philipp Beifuß (3), Frank Renz (1/1), Tobias Hück, Patrick Seyfahrth (4/1)

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TSG Reutlingen - VfL Nagold 17:22 (6:8)

So recht mochte bei den Nagolder Handballerinnen nach dem Auswärtssieg gegen die TSG Reutlingen keine Freude aufkommen. Kein Jubel, nur verhaltenes Klatschen, kein Sieger-Kreisel. Der Grund: Etwa eine Stunde vor der Partie hatten die ambitionierten Spielerinnen aus Nagold erfahren, dass ihnen vier Punkte abgezogen wurden. Die Tabellenführung ist damit dahin. Und auch die gehegten Aufstiegshoffnungen sind nun in weite Ferne gerückt. Gleich nach dem Spiel ging die Abteilungsleitung der Nagolder Handballer in die Informations-Offensive und veröffentlichte auf ihren Online-Kanälen ein ausführliches Statement zu den Punktabzügen. „Wir haben eine Jugendspielerin eingesetzt, die nicht spielberechtigt war“, heißt es darin. „Unser Torhütertalent darf in einer Saison nur in zwei Mannschaften eingesetzt werden. Wir haben sie in drei Teams eingesetzt“, klärt die Abteilungsleitung weiter auf. Durch das Doppelspielrecht sei sie berechtigt aktiv und Jugend zu spielen, allerdings nicht in der B-Jugend, der A-Jugend und bei den Frauen, „sondern eben nur in zwei der besagten Mannschaften“. Zweimal kam die junge Torhüterin bei den Frauen des VfL zum Einsatz – beide eigentlich von Nagold gewonnenen Spiele wurden nun vom Bezirks mit jeweils 0:2 gegen den VfL Nagold gewertet. Dabei handelt es sich um die Partien gegen den VfL Pfullingen 2 und die SKV Rutesheim. In der Mitteilung der Abteilungsleitung heißt es weiter: „Ein für unsere Frauen leider folgenschwerer Fehler (...) Wir, als Abteilungsleitung übernehmen die volle Verantwortung für diesen Fehler, der so hätte nicht passieren dürfen.“ Besonders wichtig ist den Verantwortlichen aber die Entschuldigung beim Frauenteam. „Vor allem für unsere Frauen und unser sehr engagiertes Trainerteam tut es uns unendlich leid, denn sie trainieren dreimal die Woche hart, um das Ziel des Aufstiegs verwirklichen zu können.“ Nun gelte es, „trotz der mehr als bescheidenen Situation“, den Kopf nicht hängen zu lassen und Jagd auf Tübingen und Großengstingen zu machen - und zu hoffen, dass eventuell mehr als eine Mannschaft in die Landesliga aufsteige. Angesichts dieser schlechten Nachrichten, die sicher ein echter Motivationsblocker waren, spielten die VfL-Frauen in Reutlingen bemerkenswert stark auf. „Wir haben ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht, vor allem mit dieser Geschichte noch in den Köpfen“, analysierte Coach Markus Renz nach der Partie. Abwehr und Torhüterin seien das gesamte Spiel über „richtig gut“ gewesen. Das Umschaltspiel war besser als zuvor, nach Ballgewinnen gelangen immer wieder auch einfache Tore. „Dafür taten wir uns im Positionsangriff diesmal schwerer“, so Renz. In die hart geführte Partie mussten sich die VfL-Frauen anfangs erst einfinden. Insgesamt 15 Zeitstrafen verteilte der Schiedsrichter. Dennoch war es eine fair geführte Partie, die aber von der konsequenten Abwehrarbeit auf beiden Seiten geprägt war. In der ersten Viertelstunde fielen nur drei Tore. Dann kam der VfL besser in Fahrt. Marlen Dengler traf in der 26. Minute zum 8:4 für Nagold. Mit einer Zwei-Tore-Führung (8:6) ging es in die Pause. In der zweiten Hälfte hätte das Spiel auch nochmal kippen können. Die Reutlingerinnen gingen nach 39 Minuten mit 10:9 in Führung, doch Alena Wolf traf zum 10:10 und Aileen Hofmann brachte Nagold schließlich wieder mit 11:10 in Führung. Als Aline Rau nach 50 Minuten zur Nagolder 17:13-Führung traf, war den Gästen der Sieg nicht mehr zu nehmen. Unaufgeregt und souverän brachten sie den Sieg nach Hause, der letztlich mit 22:17 aus Nagolder Sicht auch deutlich ausfiel.
Es spielten für den VfL Nagold: Alisa Kübler im Tor, Elena Weber, Aileen Hofmann (3), Annette Maser, Alena Wolf (3), Madeleine Majer, Luisa Harr, Aline Rau (7/3), Iva Buric (5/1), Lisa Weiß (3), Sophie Reime, Marlen Dengler (1) und Mira Hofmann.

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Stellungnahme Punktabzug

Liebe Handballfreunde,
wenn ihr einen Blick auf die Tabelle der Frauenbezirksliga werft, dann wird euch auffallen, dass unsere Frauen nicht mehr Erster sind und von gestern auf heute 4 Minuspunkte mehr auf dem Konto haben. Der Punktabzug hat einen Grund.

Wir haben eine Jugendspielerin eingesetzt, die nicht spielberechtigt war. Unser Torhütertalent Denisa, 16 Jahre alt, darf in einer Saison nur in zwei Mannschaften eingesetzt werden. Wir haben sie in drei Teams eingesetzt. Sie ist durch das Doppelspielrecht berechtigt aktiv und Jugend zu spielen, allerdings nicht in der wB, wA und bei den Frauen, sondern eben nur in zwei der besagten Mannschaften. Da sie zuerst in der wB und dann in der wA zum Einsatz kam, hätte sie nicht Frauen spielen dürfen. Ein für unsere Frauen leider folgenschwerer Fehler, der zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt kommt. Wir, als Abteilungsleitung übernehmen die volle Verantwortung für diesen Fehler, der so hätte nicht passieren dürfen.

Die Tabelle der Bezirksliga wird demnach kräftig durcheinandergewirbelt. Nicht nur wir sind die Leidtragenden. Die Damen aus Reutlingen sind auf einmal Letzter, da Rutesheim und Pfullingen unsere Punkte zugesichert wurden. Sportlich gesehen ein echter Nachteil für die Reutlinger Damen. Und aus dem Dreikampf um den Aufstieg ist leider (vorerst) ein Zweikampf geworden.

Vor allem für unsere Frauen und unser sehr engagiertes Trainerteam tut es uns als Abteilungsleitung unendlich leid, denn sie trainieren 3x die Woche hart, um das Ziel des Aufstieges verwirklichen zu können. Nun gilt es, trotz der mehr als bescheidenen Situation, den Kopf nicht hängen zu lassen und Jagd auf Tübingen und Großengstingen zu machen und zu hoffen, dass eventuell mehr als eine Mannschaft in die Landesliga aufsteigt. Wir appellieren an unsere Nagolder Handballfans unsere Frauen mehr als sowieso schon zu unterstützen und ihnen durch eine rappelvolle Bächlenhalle die Anfeuerung zukommen zu lassen, die sie verdienen.

Ihren starken Willen und Einsatzbereitschaft haben sie beim heutigen Auswärtssieg in Reutlingen wieder unter Beweis gestellt! Mädels, ihr seid wirklich toll! Weiterkämpfen!

VfL Nagold – SV Leonberg/Eltingen 28:24 (15:9)

Traditionell war der Kader wiedermal nicht allzu groß. Nur mit neun Spielerinnen bestritt unsere weibliche A-Jugend ihr jüngstes Heimspiel, davon sind vier etatmäßig aus der B-Jugend. Dennoch überzeugte das Team und schlug am Ende mit der SV Leonberg/Eltingen eines der Top-Teams der Bezirksliga. Die Mädels rund um Coach Thorsten Hafner hatten einen guten Tag erwischt. Und an so einem können sie mit jedem Team der Bezirksliga mithalten. Wobei das mit dem guten Tag schon wieder ein wenig relativiert werden muss. Die ersten fünf Minuten des Spiels waren nämlich alles andere als gut. Wie so oft taten sich die Mädels sehr schwer damit, überhaupt ins Spiel zu finden. Und Schwuppdiwupp lag man nach nur vier Minuten bereits 0:5 hinten. Doch zum Glück sind wir beim Handball. Da ist bekanntlich vieles möglich. Und so setzten die A-Jugend-Girls zu einer fulminanten Aufholjagd an. Der Schlüssel zum Erfolg: Die Abwehr stabilisierte sich, und Torhüterin Denisa Ciornei fand immer besser ins Spiel. Und siehe da: Zehn Ninuten später war mit 7:7 der Ausgleich geschafft, kurz danach gingen unsere Mädels in Führung. Und diese bauten sie schließlich bis zur Pause konsequent auf 15:9 aus. Von 0:5 auf 15:9 – Respekt! Was für eine Aufholjagd! Es stimmte vieles bei dem Spiel unserer weiblichen A-Jugend. Im Angriff präsentierte man sich flexibel und auf allen Positionen gefährlich. Das ist auch der Grund, warum alle Feldspielerinnen Tore erzielten. Und auch in der zweiten Hälfte arbeitete die Abwehr konzentriert und die Torhüterin parierte munter weiter. Ein Beispiel gefällig? Sechs Sieben Meter bekam Leonberg zugesprochen. Nur zwei Treffer landeten im VfL-Tor. In der 47. Minute war der Abstand auf komfortable zehn Treffer angewachsen, 24:14 stand es da. Nun kam Leonberg wieder zu einigen Treffern, auch über eine Umstellung beim Spiel über den Kreis. Beim Stand von 26:21 für Nagold nahm Thorsten Hafner nochmals eine Auszeit und stellte die Abwehr neu auf das Kreisspiel der Leonbergerinnen ein. Mit Erfolg. Die Gäste konnten zwar noch Ergebniskosmetik betreiben, doch unseren Mädels war der verdiente Erfolg nich mehr zu nehmen. 28:24 endete die Partie für Nagold. In der Tabelle ist unsere A-Jugend damit weiter auf einem guten fünften Platz und Leonberg/Eltingen als Viertem jetzt noch dichter auf den Fersen. Beide Teams haben zehn Minuspunkte, Leonberg aber ein Spiel mehr absolviert als Nagold.
Es spielten für den VfL Nagold: Mira Hofmann (3), Cara Klenk (7), Hannah Kunz (1), Gabriela Car (2), Tirza Theurer (2), Angela Bucic (2), Jenny Schäfer (5), Sarah Kunz (6/2) und Denisa Ioana Ciornei im Tor.

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VfL Nagold – VfL Pfullingen 2 25:19 (11:10)

Den Handballerinnen des VfL Nagold ist die Revanche für die unglückliche Hinrundenniederlage gegen den VfL Pfullingen 2 gelungen. In der heimischen Bächlenhalle siegte der Bezirksligist aus Nagold mit sechs Toren Vorsprung. Nagold nimmt damit wieder die Tabellenspitze ein. Ein Selbstläufer was das Spiel aber nicht. Auch beim Heimspiel vor etwa 100 Zuschauern hatte das Team von Trainer Markus Renz durchaus seine Probleme mit den flinken und gut ausgebildeten Spielerinnen aus Pfullingen. Dabei stand die Abwehr gut. „Wir haben wieder keine 20 Gegentore bekommen“, freut sich Renz. Darauf lasse sich aufbauen. Doch im Angriff haperte es das ein ums anderer Mal. Immer wieder spielten sich die Nagolder Handballerinnen exzellente Chancen heraus – um dann den Ball dann doch nicht im gegnerischen Tor unterzubringen. Die eigentliche Überlegenheit der Nagolder Handballerinnen spiegelte sich dadurch lange Zeit nicht im Spielstand wider. Nach zehn Minuten glich Pfullingen das erste Mal zum 4:4 aus. Und es lag wie erwähnt vor allem an der schlechten Chancenverwertung der Nagolderinnen, dass sie sich in dieser Phase nicht wieder vom Gegner absetzen konnten. Im Gegenteil, auch die Gäste gingen hin und wieder in Führung. Und so ging es mit einer denkbar knappen 11:10-Führung für Nagold in die Pause. „In der zweiten Halbzeit war die Chancenverwertung dann etwas besser“, analysiert Renz das Spiel. Aber eben nur etwas. Denn wieder konnte ein Vier-Tore-Vorsprung, den Nagold bereits nach 35 Minuten aufgebaut hatte (15:11) nicht ausgebaut oder wenigstens verwaltet werden. Nagold blieb in Hälfte zwei zwar stets in Führung, doch nach 41 Minuten war Pfullingen wieder auf 18:17 dran und zehn Minuten vor dem Ende führte der VfL Nagold nur mit 20:18. Da war das Spiel noch offen. Markus Renz nahm in dieser Phase nochmals eine Auszeit, und das Team fokussierte sich neu. Mit Erfolg. Fünf Minuten vor dem Ende traf Alena Wolf zum 22:18 für Nagold. Pfullingen stellte nun auf eine offensive Abwehr um, und Nagold wusste die größeren Lücken eiskalt zu nutzen. Und so traf denn auch Aileen Hofmann per Kontertor zum 25:19-Endstand für Nagold. „Eigentlich waren wir besser, als die sechs Tore Vorsprung“, befand Renz nach dem Spiel. Doch den Gegnerinnen sei es eben gelungen, immer wieder das Tempo aus dem Spiel herauszunehmen. In den zuweilen sehr langen Angriffen der Pfullingerinnen kassierte man „manchmal noch ein dummes Gegentor“, obwohl die Abwehr eigentlich gut stand. Alles in allem ist Renz aber froh, dass das Spiel gewonnen wurde. Denn nach dem Verlauf des Hinspiels, das Nagold in Pfullingen 21:20 verloren hatte, sei eigentlich klar gewesen, dass sich sein Team gegen diesen Gegner etwas schwerer tun werde. Dabei sind dem VfL-Coach auch einige Dinge aufgefallen, wo es noch nicht so richtig passe. „Wir müssen auf jeden Fall unser Umschaltspiel verbessern“, sagt Renz. Aus der guten Abwehrarbeit heraus, mache sein Team noch viel zu wenig.
Es spieltem für den VfL Nagold: Elena Weber (1), Annette Maser (5), Sophie Reime (6/2), Alena Wolf (2), Theresa Klußmann, Madeleine Majer (3), Luisa Harr, Iva Buric, Alisa Kübler, Marlen Dengler, Aline Rau (3/3), Aileen Hofmann (3), Lisa Weiß (2) und Denisa Ioana Ciornei im Tor.

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TSV Schönaich 2 - VfL Nagold 23:33 (6:15)

Für klare Verhältnisse sorgte der VfL Nagold in der Schönaicher Sporthalle. Wie schon in der Vorrunde konnte die VfL-Sieben gegen den Tabellenvorletzten der Bezirksklasse einen echten Kantersieg feiern. Die Nagolder Überlegenheit wurde bereits in der Anfangsphase deutlich, denn nach fünf Zeigerumdrehungen legte Maximilian Hammann auf 5:0 vor. Danach stockte die VfL-Tormaschine allerdings eine Zeit lang, und beim 1:5 (10.) erzielten die Hausherren ihren ersten Treffer. Danach waren wieder die Favoriten aus dem Schwarzwald am Drücker. So markierte Tobias Karl (12.) das 8:2 und Jonas Rink (14.) per Siebenmeter (15.) das 9:3. Eine kurze Schwächephase der Gäste nutzte die zweite Schönaicher Garnitur, um auf 6:9 (17.) zu verkürzen. Wenig später reagierte Nagolds Trainer Veljko Saula mit einer Auszeit, um die Marschroute noch einmal deutlich zu machen. Eine gute taktische Maßnahme, wie sich zeigen sollte: In den letzten zehn Minuten der ersten Spielhälfte erzielten die Hausherren keinen Treffer mehr, während der VfL Nagold auf 15:6 vorlegte. Gleich nach dem Seitenwechsel sorgte Patrick Seyfahrth beim 16:6 für den ersten Zehn-Tore-Vorsprung. Anschließend wehrten sich die Schönaicher zwar weiter gegen die drohende Klatsche und kamen auf 16:21 (44.) heran. Doch dann war das Pulver der Gastgeber weitgehend verschossen. In der letzten Viertelstunde ließ die VfL-Sieben nichts mehr anbrennen und wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Philipp Beifuß erzielte mit einem Doppelschlag das 26:18 (49.), während Jonas Heinrich die letzten beiden Treffer zum 33:23 setzte. »Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden«, erklärte der Nagolder Trainer Veljko Saula nach dem Spiel. Denn da wurden seine Vorgaben optimal umgesetzt – vom hohen Tempo in der Offensive bis hin zu einer gut gestellten Abwehr. Einen starken Auftritt hatte ebenfalls VfL-Keeper Lars Thillmann, der zwei Siebenmeter entschärfte und in den ersten 30 Minuten nur sechs Gegentore zuließ. Allerdings hatte Veljko Saula dann gesehen, dass seine Mannschaft in der zweiten Spielhälfte etwas nachließ. Wichtig für ihn ist jedoch mit einem Blick in die Tabelle, dass für den VfL Nagold jetzt in der Bezirksklasse wieder alles offen ist.
VfL Nagold: Lars Thillmann im Tor, Markus Renz (2), Patrick Seyfahrth (5), Felix Hammann (1), Jonas Rink (7/3), Philipp Beifuß (3), Tobias Karl (4), Sven Schumacher (2), Armed Ademi (2), Tobias Hück, Jonas Heinrich (2), Maximilian Hammann (5), Christoph Loher, Frank Renz

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SKV Rutesheim - VfL Nagold 21:16 (10:8)

Ein wenig sind sie auf der Suche nach ihrer blendenden Form beim Auftakt in die Saison. Zum nun fälligen Start in die Endrunde der Bezirksklasse unterlag unsere weibliche B-Jugend jedenfalls bei der SKV Rutesheim. Unter sechs Teams wird die Meisterschaft in der Bezirksklasse der B-Jugend ausgespielt. Dafür locker qualifiziert hatte sich auch unsere weibliche B-Jugend, die als Tabellendritter nach Rutesheim gefahren war. Im Hinspiel in der Bächlenhalle konnten die von Thorsten Hafner trainierten Mädels Rutesheim noch knapp mit 21:20 schlagen. Beim Spiel in Rutesheim nun musste man eine Niederlage einstecken. Einer der Gründe dürfte sein, dass der VfL eine Feldspielerin ins Tor stellen musste. Doch chancenlos waren die Mädels nicht. Nach zwölf Minuten ging man gar durch ein Tor von Jule Thieme mit 5:4 in Führung. Doch meist war Rutehseim vorne. Und so ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause (10:8). Auch in der zweiten Hälfte gelang es den Nagolder Mädels anfangs noch dranzubleiben, doch letztlich zog Rutesheim in den letzten Minuten deutlich davon und besiegte Nagold mit 21:16.
Es spielten für den VfL Nagold: Lara Fröhlich, Jule Thieme (2), Hannah Kunz (4), Angela Bucic (2), Janina Koch (2), Wika Reider im Tor, Andreea Toth (5/1) und Mariel Bucic (1).

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Spvgg Renningen - VfL Nagold 23:17 (10:10)

Das Ergebnis sieht zwar deutlich aus, doch in weiten Teilen des Spiels unserer weiblichen A-Jugend in Renningen, konnten die von Thorsten Hafner gecoachten jungen Frauen durchaus mithalten. Erst im letzten Viertel der Partie mussten die Mädels Renningen ziehen lassen. Der Tabellendritte der Bezirskliga war an diesem Abend einfach das besserer Team. Unserer weiblichen A-Jugend unterdessen war von Anfang an anzusehen, dass es nach der Winterpause noch nicht so richtig rund läuft. Ungenauigkeiten, technische Fehler und nur holprige Spielzüge gab es in dem Spiel jedenfalls einige zu sehen. Dennoch entpuppte sich Nagold als ebenbürdiger Gegner. Renningen spielte zwar seine köperliche und auch quantitative Überlegenheit voll aus. Doch unsere Mädels hielten gut dagegegn, gerade auch in der Abwehr und mit Torhüterin Denisa. Nur im Angiff kamen unsere quirligen Spielerinnen oft nicht durch die kompakt stehenden Renninger Reihen durch. Zum Glück zeigte sich Sarah Kunz im Rückraum treffsicher. Sieben Tore steuerte sie für den VfL bei. 10:10 hieß es schließlich zur Pause. Da war das Spiel noch offen. Ähnlich wie in der ersten Halbzeit erwischte Renningen auch den besseren Start in die zweite Spielrunde. Innerhalb von drei Minuten zogen die Gastgeberinnen auf 13:10 davon. Unsere Mädels berappelten sich nochmals, kamen mehrfach bis auf ein Tor heran. Zum letzten Mal in der 42. Minute, da stand es dann 15:14 für Renningen. Dann machte sich deutlich der Kräfteverschleiß bemerkbar. Schließlich musste Nagold auf einzelne wichtige Spielerinen an diesem Tag verzichten. Und so hatte Thorsten Hafner lediglich zwei Auswechselspielerinnen zur Verfügung. Unsere Mädels jedenfalls hatten ihr Pulver verschossen. Nur noch drei Treffer gelangen ihnen in den verbleibenden 18 Minuten. Und so zog Renningen dann doch noch unnötig deutlich auf 23:17 davon.
Es spielten für den VfL Nagold: Mira Hofmann (1), Hannah Kunz (2/1), Gabriela Car, Tirza Theurer (3), Jenny Schäfer (2), Pia Sophie Dürr, Janina Koch (2), Sarah Kunz (7/1) und Denisa Ioana Ciornei im Tor.

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VfL Nagold - SKV Rutesheim 27:18 (14:6)

Für klare Verhältnisse sorgte der VfL Nagold vor heimischer Kulisse gegen den SKV Rutesheim. Damit ist der VfL-Sieben ein perfekter Start in die Rückrunde der Bezirksklasse gelungen Der Nagolder Trainer Veljko Saula bescheinigte seiner Mannschaft anschließend einen starken Auftritt. Vor allem die 4:2-Abwehr hatte sehr gut funktioniert und die Gäste aus Rutesheim immer wieder vor Probleme gestellt. Überragend hielt indes der Nagolder Torhüter Lars Thillmann, der nicht nur etliche Würfe aus der zweiten Reihe entschärfte, sondern ebenso drei Siebenmeter. Gleich in der zweiten Spielminute hatte Lars Thillmann den ersten Rutesheimer Strafwurf abgewehrt und Felix Hammann (4.) erzielte beim 1:0 den ersten Treffer der Begegnung. Bis zum 5:5 konnte der SKV Rutesheimer noch mithalten, doch nach einer Auszeit zogen die Hausherren auf 10:5 (25.) davon – und Christian Schmid sorgte für die 14:6-Führung beim Pausenpfiff. In der zweiten Spielhälfte schraubten die Nagolder das Ergebnis weiter hoch, wobei Christian Schmid (46.) beim 22:10 für einen Zwölf-Tore-Vorsprung sorgte. Damit war die Messe aber auch gelesen, und den Gästen glückte in der verbleibenden Viertelstunde noch etwas Ergebniskosmetik. »Das hätte sogar noch dfeutlicher ausgehen können«, war Veljko Saula überzeugt, doch hatte er jetzt auch den Spielern mehr Spielzeit gegeben, die sonst nicht so lange zum Einsatz kommen. Klar ist für den Nagolder Trainer, dass der VfL Nagold in der Bezirksklasse noch mal oben angreifen will - »und die Spieler wollen das auch«, so Saula. Die nächsten drei Spiele sind in seinen Augen richtungsweisend.
VfL Nagold: Lars Thillmann und im Tor, Maximilian Hammann (6), Markus Renz (2), Felix Hammann (2), Jonas Rink (4), Armed Ademi (4/3), Tobias Karl (2), Jonas Heinrich (1), Philipp Beifuß (1), Tobias Hück, Christian Schmid (3), Sven Schumacher (2)

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VfL Nagold - SKV Rutesheim 27:18 (14:6)

Für klare Verhältnisse sorgte der VfL Nagold vor heimischer Kulisse gegen den SKV Rutesheim. Damit ist der VfL-Sieben ein perfekter Start in die Rückrunde der Bezirksklasse gelungen Der Nagolder Trainer Veljko Saula bescheinigte seiner Mannschaft anschließend einen starken Auftritt. Vor allem die 4:2-Abwehr hatte sehr gut funktioniert und die Gäste aus Rutesheim immer wieder vor Probleme gestellt. Überragend hielt indes der Nagolder Torhüter Lars Thillmann, der nicht nur etliche Würfe aus der zweiten Reihe entschärfte, sondern ebenso drei Siebenmeter. Gleich in der zweiten Spielminute hatte Lars Thillmann den ersten Rutesheimer Strafwurf abgewehrt und Felix Hammann (4.) erzielte beim 1:0 den ersten Treffer der Begegnung. Bis zum 5:5 konnte der SKV Rutesheimer noch mithalten, doch nach einer Auszeit zogen die Hausherren auf 10:5 (25.) davon – und Christian Schmid sorgte für die 14:6-Führung beim Pausenpfiff. In der zweiten Spielhälfte schraubten die Nagolder das Ergebnis weiter hoch, wobei Christian Schmid (46.) beim 22:10 für einen Zwölf-Tore-Vorsprung sorgte. Damit war die Messe aber auch gelesen, und den Gästen glückte in der verbleibenden Viertelstunde noch etwas Ergebniskosmetik. »Das hätte sogar noch dfeutlicher ausgehen können«, war Veljko Saula überzeugt, doch hatte er jetzt auch den Spielern mehr Spielzeit gegeben, die sonst nicht so lange zum Einsatz kommen. Klar ist für den Nagolder Trainer, dass der VfL Nagold in der Bezirksklasse noch mal oben angreifen will - »und die Spieler wollen das auch«, so Saula. Die nächsten drei Spiele sind in seinen Augen richtungsweisend.
VfL Nagold: Lars Thillmann und im Tor, Maximilian Hammann (6), Markus Renz (2), Felix Hammann (2), Jonas Rink (4), Armed Ademi (4/3), Tobias Karl (2), Jonas Heinrich (1), Philipp Beifuß (1), Tobias Hück, Christian Schmid (3), Sven Schumacher (2)

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VfL Nagold – SKV Rutesheim 28:18 (12:8)

Mit einem klaren Sieg starteten die Handballerinnen des VfL Nagold in die Rückrunde der Bezirksliga Achalm-Nagold. Gegen den Tabellenletzten aus Rutesheim ließ der Klassenprimus aus Nagold nichts anbrennen. Wobei die Ehre des ersten Treffers immerhin den Gästen aus Rutesheim gebührte, das war's dann aber auch. In den folgenden 59 Minuten dominierte der VfL das Spiel. Und Rutesheim ging kein einziges weiteres Mal in Führung. „Wir haben am Anfang recht gut gespielt und sind gleich gut weggezogen“, analysiert Coach Markus Renz die erste Viertelstunde. Dass Rutesheim überhaupt noch einmal bis zur 22. Minute auf 8:7 herankam, lag auch daran, dass der VfL eben doch zahlreiche klare Chancen liegen ließ. „Und, dass wir vielleicht ein bisschen viel gewechselt haben“, mutmaßt Renz. Wie dem auch sei. Die Nagolder Frauen ließen sich jedenfalls nicht verunsichern. Markus Renz: „Das hat mir echt gut gefallen, wie ruhig wir da geblieben sind, als Rutesheim wieder dran war.“ Und so war es an Sophie Reime vor der Pause noch für den VfL zum 12:8 zu treffen. Von Anfang an setzte Renz seinen kompletten Kader von 14 Frauen ein und wechselte munter durch. Entsprechend kraftvoll war das Spiel der Nagolder Frauen auch noch in Halbzeit zwei. Nun dominierte Nagold klar auf dem Feld. Rutesheim konnte nicht mehr mithalten. Fünf Minuten vor dem Ende traf Aline Rau per Konter zum Zehn-Tore-Vorsprung (27:17). Fünf Minuten später endete die Partie mit 28:18. In den Reihen des VfL Nagold erlebte die erst 16-jährige Torhüterin Denisa Ioana Ciornei ihr Debüt in der Frauenmannschaft. „Sie hat meiner Meinung nach richtig gut gespielt“, sagt Renz. Immer wieder packte das Torhütertalent zum Teil spektakuläre Paraden aus. „Wenn sie sich noch etwas mit uns Einspielen kann und die Zusammenarbeit mit der Abwehr noch etwas besser funktioniert, dann wird Denisa sicher noch viele gute Spiele in der Rückrunde zeigen“, ist Renz überzeugt. Wobei er schmunzelnd hinzufügen müss: „18 Tore in dem Spiel jetzt zu bekommen, das ist ja eigentlich auch schon nicht schlecht.“ An der Tabellensituation hat sich an diesem Wochenende nicht viel geändert. Der VfL Nagold steht weiter auf Platz eins, wobei auch die zweit- und drittplatzierten Teams aus Tübingen und Großengstingen einen Punktestand von 15:5 haben - wie auch Nagold. Alles in allem ist Renz mit dem Auftakt in die Rückrunde zufrieden. Wohlwissend aber auch, dass der Gegner nicht allzu stark war. Doch der Nagolder Coach sieht's pragmatisch: „Um in den Spielbetrieb wieder reinzukommen, war Rutesheim eine gute Mannschaft für uns.“ Denn eins ist auch dem VfL-Trainer klar: „Es werden noch schwerere Spiele kommen.“
Es spielten für den VfL Nagold: Annette Maser (1), Sophie Reime (1), Alena Wolf (4), Nikolina Skvorc (1), Madeleine Majer, Luisa Harr, Iva Buric (6 /1), Sonja Brachmann (4), Marlen Dengler, Aline Rau (3), Aileen Hofmann (3), Lisa Weiß (4) , Carolin Lenz (1) und Denisa Ioana Ciornei im Tor.

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Samstag, 18. Januar, 20 Uhr, Bächlenhalle Nagold

Mit einem Heimspiel startet der VfL Nagold in die Rückrunde der Bezirksklasse. Gegner ist der SKV Rutesheim, der sich zuletzt mit einem Heimerfolg etwas Luft im Abstiegskampf verschafft hat. Für den Nagolder Trainer ist das Ziel für die Saisonhälfte klar: »Wir wollen weiter oben mitspielen und am Ende unter die ersten vier Mannschaften kommen«, erklärt Veljko Saula. Das nötige Potenzial ist in seinen Augen vorhanden, auch wenn der Nagolder Rückraum-Shooter Alexander Sehl auf unbestimmte Zeit wegen einer Schulterverletzung ausfällt. Aktuell steht der VfL Nagold noch auf dem sechsten Tabellenplatz. Gegen den SKV Rutesheim sieht der VfL-Coach sein Team glasklar in der Favoritenrolle. »Wir haben gut trainiert und ich sehe da keine Probleme«, geht er von einem Heimsieg aus. Denn bereits im Hinspiel hatte sich der damals ersatzgeschwächte VfL Nagold mit einer absoluten Rumpfsieben in der Rutesheimer Sporthalle durchgesetzt. Trotz komfortabler 20:14-Führung machten es die Nagolder zum Schluss aber noch einmal unnötig spannend beim Tabellenvorletzten der Bezirksklasse. Am Ende stand es 24:22 für den VfL Nagold. So knapp soll es dieses Mal in der Bächlenhalle nicht werden, wenn es nach Veljko Saula geht - obwohl die personellen Voraussetzungen wieder nicht optimal sind. Neben Alexander Sehl werden auch Patrick Seyfahrth und Raffael Baumgartner wegen eines Junggesellenabschieds nicht zur Verfügung stehen. (Uwe Priestersbach) Markus Renz und der VfL Nagold wollen mit einem Heimsieg in die Rückrunde starten. Foto: Priestersbach

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VfL Nagold – SKV Rutesheim, 18. Januar 2020, 18 Uhr, Bächlenhalle Nagold

Wenn der Tabellenerste den Letzten der Liga zu Gast hat, dann ist die Favoritenrolle schnell vergeben. Doch Markus Renz, Coach der Nagolder VfL-Handballerinnen, warnt davor, Schlusslicht Rutesheim zu unterschätzen. Der Grund liegt auf der Hand: Rutesheim mag zwar aktuell der Tabellenletzte in der Bezirksliga sein, doch in der vergangenen Saison spielte das Team noch ganz oben mit. Zudem präsentierte sich Rutesheim in den jüngsten Spielen wieder stärker. Zum Jahresenede man nur knapp mit 22:21 beim Spitzenteam in Tübingen. Eine Mannschaft, die punktgleich mit dem VfL Nagold an der Spitze thront. Und im jüngsten Spiel vor einer Woche punktete Rutesheim mit einem Sieg über die TSG Reutlingen. "Wir sollten uns also von der Tabellensituation nicht blenden lassen", sagt Renz. Wohlwissend, dass sich sein Team immer wieder schwer tut gegen die vermeintlich schwächeren Gegnerinnen. Beim Heimspiel in der Nagolder Bächlenhalle soll das aber nicht passieren. Den Start in die Rückrunde möchte der VfL unbedingt positiv gestalten. Und so gilt die volle Konzentration dem Einfahren der nächsten zwei Punkte. "Ich hoffe, dass wir gut in die Rückrunde starten und schnell wieder in den Spielrhythmus kommen", sagt Renz. Den holte sich Nagold in den vergangenen Wochen unter anderem mit einem Testspiel in Meßstetten und den zwei Pokalspielen, die man beim Pokal-Regio-Turnier in Calw für sich entscheiden konnte. Das Hinspiel in Rutesheim konnte Nagold mit 29:22 recht deutlich für sich entscheiden. Für beide Mannschaften war es das erste Spiel der Saison. Und damalige Schwächen des VfL, zum Beispiel als die Gegnerinnen zwei Kreisspielerinnen einsetzten, führt Renz auch darauf zurück, dass die Abwehr noch nicht so gut eingespielt war wie sie es heute ist. Für Zuversicht auf VfL-Seite sorgt zudem die personelle Situation. "Mir liegen keine Absagen vor", freut sich der Trainer, dass er die volle Auswahl hat und Rutesheim mit einer voll besetzten Bank empfangen kann. Lediglich hinter dem Einsatz von Torfrau Alisa Kübler stehe noch ein Fragezeichen. Dafür wird wohl erstmals das erst 16-jährige Torhüter-Talent Denisa Ciornei im Kader des Nagolder Frauenteams stehen.

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Frauenteam zieht ins Final 4 ein

Perfekter Start ins neue Jahr: Nachdem sie es im vergangenen Jahr bis ins Pokalfinale geschafft hatten, gelang Nagolds Handballerinnen auch 2020 der Einzug ins Final 4 um den Bezirkspokal. In zwei unterhaltsamen Spielen gewann der VfL Nagold souverän das regionale Qualifikationsturnier in Calw. Zunächst bekam es der Bezirksligist aus Nagold mit der dritten Garde der SG H2Ku Herrenberg zu tun. Das Gäu-Team aus der Bezirksklasse hatte von Anfang an massive Probleme gegen den VfL. Dieser legte einen Blitzstart nach Maß hin. Und so stand es nach fünf Minuten bereits 7:0 für Nagold. In der Folge hielt Herrenberg zwar besser dagegen, doch an der Überlegenheit des VfL änderte das nur wenig. Im Gegenteil: Nagold präsentierte sich nach der gut dreiwöchigen Handballpause überraschend gut eingespielt. Mit einer 12:8-Führung ging es in die Pause.
In der zweiten Hälfte erwischte der VfL wieder den deutlich besseren und effektiveren Start. Innerhalb von zwei Minuten sorgte Linksaußen Aileen Hofmann mit drei eiskalt verwandelten Kontertoren für den Start des nächsten Nagolder Tore-Laufs. 21:8 lag der VfL schließlich nach zehn Minuten Spielzet in der zweiten Hälfte in Führung, ehe Herrenberg den Nagolder Torsegen durchbrechen konnte. Der VfL brachte den Sieg souverän über die Zeit. Kapitänin Madeleine Majer traf schließlich zum 27:17-Endstand.
Im Finale bekamen es die von Markus Renz und Alexander Sehl betreuten Frauen wie bereits im Vorfeld von vielen erwartet mit der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell zu tun. Das Top-Team der Bezirksklasse hatte sich zuvor 25:15 gegen den Kreisligisten aus Bondorf durchgesetzt. Auch das Finale dominierte der VfL Nagold, wenngleich sich die Calwerinnen gut verkauften. Wieder erwischte der VfL einen Traumstart. Und so netzte Lisa Weiß nach einer Minute zum 2:0 und nur 30 Sekunden später zum 3:0 für Nagold ein. Calw kam nun etwas besser ins Spiel, aber die ansehnliche Nagolder Abwehr und eine munter haltende Torhüterin Alisa Kübler waren das gesamte Spiel über nicht leicht zu bezwingen. Die Folge: Nagold blieb stets in Führung und nach 25 Minuten ging es mit 13:9 in die Pause.
Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff war Calw nochmal bis auf ein Tor heran (15:14), doch dann setzte der VfL Nagold nach dieser Mini-Flaute zum nächsten Offensiv-Lauf an. In 13 Minuten traf die SG nur einmal, Nagold dagegen netzte neun Tore ein. Und so stand es in der 43. Minute 24:15 für den VfL. Mit dem schnellen Spiel des VfL konnte die SG in dieser Phase nicht mehr mithalten, und Nagold setzte einen empfindlichen Konter nach dem anderen. Mit 27:17 endete schließlich das Regio-Finale um den Einzug ins Final 4.
Neben dem VfL Nagold haben sich in drei weiteren Regio-Turnieren die Landesligisten aus Rottenburg und Mössingen sowie der Bezirksklassist TSV Ehningen qualifiziert.

Regio-Halbfinale
SG H2Ku Herrenberg 3 – VfL Nagold 17:27 (8:12)
Es spielten für den VfL: Jessica Günther, Annette Maser (2), Sophie Reime (2), Nikolina Skvorc (1), Madeleine Majer (3), Luisa Harr (4), Iva Buric (5/1), Marlen Dengler (1), Aileen Hofmann (3), Lisa Weiß, Mira Hofmann (1), Carolin Lenz (5/1) und Alissa Kübler im Tor.

Regio-Finale
VfL Nagold – SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell 27:17 (13:9)
Es spielten für den VfL Nagold: Alisa Kübler im Tor, Jessica Günther, Annette Maser (1), Sophie Reime (3), Nicolina Skvorc (2), Madeleine Österlen (1), Luisa Harr (1), Iva Buric (6/1), Marlen Dengler, Aileen Hofmann (3), Lisa Weiß (4), Mira Hofmann und Carolin Lenz (6).

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