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Handball-Verbandsliga Frauen
VfL Nagold – SV Allensbach 2 27:32 (15:12)
Sie lieferten dem Tabellenführer einen mitreißenden Fight. Doch am Ende musste sich der VfL Nagold dem SV Allensbach 2 geschlagen geben.
Es gibt Niederlagen, die verschmerzt ein Team leichter, zum Beispiel, weil es als klarer Underdog ins Spiel geht. Das Heimspiel der Nagolder Handballerinnen gegen den Tabellenführer SV Allensbach 2 hätte eigentlich zu solch einem Spiel werden können. Doch direkt nach der Schlusssirene hingen die Köpfe der Nagolderinnen besonders tief. Keine Frage: Da war mehr drin gewesen.
Denn der VfL Nagold präsentierte sich in allen Belangen in einer guten Form. Dabei setzte Trainer Markus Renz von Anfang an auf das ganze Team – will heißen: Alle Spielerinnen im 16er-Kader bekamen längere Einsatzzeiten. Und zumindest in der ersten Hälfte fuhr Nagold auch gut damit.
Das begann schon in den ersten Minuten, als der SV Allensbach versuchte, den VfL taktisch mit einer direkten Manndeckung zu überrumpeln. „Das hat uns schon sehr überrascht“, sagt Renz. Mehr aber auch nicht: Sein Team wusste diese ungeahnten Lücken zu nutzen. Selten machte es eine Mannschaft dem VfL so leicht, Tore zu erzielen – und so lag Nagold nach noch nicht einmal zwei Minuten Spielzeit mit 3:0 vorne.
Der Tabellenführer vom Bodensee stellte nach wenigen Minuten diese Überrumpelungsversuche ein, und nach zehn Minuten war die Partie erstmals mit 5:5 ausgeglichen.
Nagold aber überzeugte weiter, spielte konzentriert, die Angriffe auf den Punkt Zu Ende. Zudem funktionierte das Nagolder Konterspiel bestens. Und in der Abwehr kam der SV Allensbach 2 kaum durch, und VfL-Keeperin Julia Völpel lieferte eine starke Parade nach der anderen.
Nagold setzte zu einem imposanten Lauf an – und lag fünf Minuten vor dem Ende der ersten Hälfte tatsächlich mit sechs Toren vorne (15:9).
Doch in den letzten Minuten bereits zeigte sich, dass der SV Allensbach Qualität hat. Nicht umsonst steht man in der Verbandsliga auf Platz eins. Mit einem 15:12 aus VfL-Sicht ging es in die Pause. Und jedem in der gut besuchten Nagolder Bächlenhalle war zu diesem Zeitpunkt klar: Das werden für beide Teams nochmals harte 30 Minuten.
In der zweiten Hälfte war das Nagolder Spiel weniger griffig, technische Fehler schlichen sich ein. „Das war vielleicht unser Genickbruch“, so Markus Renz. Zudem fing sich der VfL zwischen der 32. und der 42. Minute drei der insgesamt vier Zeitstrafen ein. Auch das bis dahin stark wirkende Abwehrbollwerk begann zu bröckeln.
Der SV Allensbach 2 wusste das gnadenlos zu nutzen. Ganz im Stil einer Spitzenmannschaft war das Spiel nach 36 Minuten wieder ausgeglichen (17:17), und in der 38. Minute gingen die Gäste erstmals in Führung (18:19).
Der VfL Nagold brach zwar nicht ein, doch Allensbach legte deutlich vor. Neun Minuten vor dem Schluss lag der VfL das erste Mal mit fünf Toren zurück. Mehrfach kamen die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeberinnen auf drei Tore heran, doch routiniert fuhren die Gäste den für ihren Meisterschaftskampf so wichtigen Auswärtssieg ein. Mit 27:32 unterlag Nagold – und den Spielerinnen war die Enttäuschung nach dem Spiel deutlich anzusehen.
Fazit Renz: „Wir konnten 40, 45 Minuten mithalten, aber dann ist Allensbach davongezogen.“ Von „schwindenden Kräften“ spricht Renz beim Abwehrverhalten. Doch er stellt auch klar fest: „Allensbach hat es dann auch gut gemacht.“
Der Sieg für den Meisterschaftsaspiranten geht für Renz in Ordnung. „Das war schon verdient“, sagt er. Wenn auch vielleicht nicht ganz in der Deutlichkeit von fünf Toren Vorsprung.
Insgesamt findet der VfL-Coach, habe sein Team gut gespielt. „Das war jetzt kein Spiel, wo wir mit dem Kopf nach unten das Spielfeld verlassen müssen.“ Im Gegenteil: Mit dieser Leistung würde man gegen 80 Prozent der Teams in dieser Liga gewinnen. Hängende Köpfe gab es dennoch zuhauf zu sehen. Letztlich will man halt doch gewinnen. Selbst gegen einen übermächtig wirkenden Gegner.
VfL Nagold: Julia Völpel und Annika Thillmann im Tor, Aline Rau (10), Nastja Seydt (6), Alena Wolf (5), Sofia Thomaidou (2), Janina Koch (1), Sarah Kunz (1), Alisa Kübler (1), Lena Roller (1), Sarai Brösamle, Luisa Eipper, Annemie Gauß, Janina Hehr, Aileen Hofmann und Karoline Wolf.
Bu: Kampfgeist pur: Alena Wolf traf fünfmal für den VfL Nagold. Foto: Heiko Hofmann
Handball Verbandsliga Frauen / Vorschau
VfL Nagold – SV Allensbach 2
Samstag, 11. April, 20 Uhr, Bächlenhalle Nagold
Mit einer gehörigen Portion Vorfreude sehen die Nagolder Handballerinnen dem nächsten Heimspiel entgegen. Am Samstag ist der Tabellenführer zu Gast. Da hat der VfL nichts zu verlieren.
Die Klasse ist gehalten, und damit das Saisonziel beim VfL Nagold auch in diesem Jahr schon vorzeitig erreicht. Ganz ohne Druck können die Nagolder Handballerinnen also in ihr nächstes Spiel gehen. Ganz im Gegensatz zu ihren Gegnerinnen.
Mit dem SV Allensbach 2 hat der VfL zur Primetime ab 20 Uhr den aktuellen Tabellenführer in der Bächlenhalle zu Gast. Und für Allensbach geht es um viel. Die Meisterschaft ist noch lange nicht in trockenen Tüchern. Denn die Spvgg Mössingen lauert verdächtig knapp hinter dem SV.
Natürlich geht Allensbach auch in Nagold als Favorit ins Spiel. 29:7 Punkte hat die zweite Garde des Drittligisten auf dem Konto stehen. Doch ganz befreit und selbstbewusst aufspielen werden die Gäste womöglich auch in Nagold nicht können. Dafür war in den letzten drei Spielen einfach zu viel Sand im Getriebe.
Der letzte Sieg des SV Allensbach 2 ist schon zwei Monate her. Danach folgten drei Spiele, in denen der bis dahin so souveräne Tabellenführer überraschend viele Punkte lassen musste. Zwei Niederlagen folgte im jüngsten Spiel noch ein Unentschieden. Mit dieser kleinen Negativserie machte der SV den Meisterschaftskampf wieder richtig spannend.
In Nagold steht also für die Gäste viel auf dem Spiel. Sicher werden sie selbstbewusst auf das Hinspiel blicken, als sie den VfL mit 32:21 deutlich besiegten. Doch auch in Nagold kann man aus diesem Spiel Selbstvertrauen schöpfen. Mit knappem Kader gelang dem VfL auswärts ein Blitzstart, nach sechs Minuten lagen die Nagolderinnen 6:2 in Führung. Dann erst fand Allensbach ins Spiel.
„Das Hinspiel war kein schlechtes Spiel von uns“, betont VfL-Trainer Markus Renz. Allensbach habe konsequent sein Spiel durchgezogen. „Uns erwartet eine individuell recht starke Mannschaft“, sagt VfL-Trainer Markus Renz. Ein junges Team sei das. Und vor allem mit ihren Eins-gegen-Eins-Durchbrüchen knackten sie irgendwann die Abwehr des VfL.
Klar ist für Renz: „Wenn Allensbach Meister werden will, dann werden sie alles daran setzen, dieses Spiel zu gewinnen.“ Heißt auch: „Da kommt schon eine große Aufgabe auf uns zu!“
Das heißt aber nicht, dass sich der VfL einfach geschlagen geben wird. „Daheim ist immer viel machbar“, weiß der Nagolder Trainer. Und hofft darauf, dass sein Team daheim so auftrete wie in den letzten Spielen. Eine gute Abwehr, eine gute Torhüterinnenleistung, ein cleveres Angriffsspiel und die Chancen konsequent nutzen – das könnten die Faktoren für einen Nagolder Erfolg sein. Renz ist überzeugt: „Dann ist da bestimmt auch was drin!“
Der Nagolder Trainer denkt, dass ihm eine schlagkräftige Truppe zur Verfügung stehen wird, auch wenn mit Emily Bayer und Louisa Harr zwei Spielerinnen verhindert sind.
Und angesichts des bereits sicheren Klassenerhalts, traut er seinem Team am Samstag beim vorletzten Heimspiel der Saison durchaus einiges zu: „Wer weiß, vielleicht spielen die ja jetzt auch völlig entfesselt auf.“
Das wäre natürlich ganz nach dem Geschmack der Fans, auf die das Nagolder Team wie in jedem Heimspiel als einen der wichtigen Erfolgsfaktoren setzt.
Und die Halle könnte wieder voll werden. Bereits um 18 Uhr spielen die Männer gegen die HSG Albstadt 2.
BU: Mit sieben Treffern war Sofia Thomaidou im Hinspiel in Allensbach die erfolgreichste Nagolder Schützin. Foto: Heiko Hofmann
Handball Verbandsliga Frauen
VfL Nagold – HSG Dreiland 25:16 (16:6)
Sechs Tore in 30 Minuten – mehr ließ der Abwehrblock der Nagolder Handballerinnen in der ersten Hälfte nicht zu. Kein Wunder, dass der VfL gegen die HSG Dreiland letztlich einen souveränen Heimsieg einfuhr. Und der bedeutet auch den Klassenerhalt.
Von Anfang an hatten die Gäste aus dem Raum Lörrach in der Nagolder Bächlenhalle wenig zu melden. Der VfL spielte aufmerksam, wenn auch nicht immer fehlerfrei. Doch auffällig viele technische Fehler unterliefen der HSG Dreiland. Und diese wiederum wussten die Nagolderinnen oft eiskalt mit schnellem Konterspiel zu nutzen.
Hinzu kam: „Die Abwehr war in der ersten Halbzeit top, Ems im Tor war top“, analysiert VfL-Coach Markus Renz. Dreiland sei anfangs gar nicht durchgekommen.
So war das Spiel fast von Anfang an eine klare Angelegenheit. Nach einer Minute traf Nagolds Spielmacherin Sofia Thomaidou vom Sieben-Meter-Strich zum Nagolder 1:0. Die Gäste sollten kein einziges Mal in Führung gehen. Das Heimteam baute den Vorsprung schnell aus. Linksaußen und Konterspezialistin Aline Rau muss in diesem Zusammenhang genannt werden. Nach 13 Minuten traf sie zum 8:3 für ihren VfL. Es war nicht ihr erster und auch nicht ihr letzter Treffer in diesem Spiel. Mit 13 Toren zeigte sie imposant, dass sie Nagolds Torjägerin Nummer eins ist. Nicht umsonst steht Rau auch ligaweit bei den Feldtoren mit 116 Treffern auf Rang drei.
Doch der VfL-Sieg war natürlich eine geschlossene Mannschaftsleistung, und das Team überzeugte, egal, wer da gerade auf welcher Position spielte. „Es war, in Anführungszeichen, ein überraschend gemütliches Spiel“, fasste der Nagolder Trainer das Geschehen am Ende ganz treffend zusammen.
Der VfL Nagold überzeugte in der ersten Hälfte auf allen Ebenen. Und hätte man nicht hier und da noch Abschlussschwächen offenbart, dann wäre das Ergebnis nochmals deutlicher ausgefallen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Die HSG Dreiland enttäuschte und fand die gesamte Zeit über nie ins Spiel.
Als es schließlich mit einer 16:6-Führung für den VfL in die Kabine ging, da war das Spiel letztlich bereits entschieden.
Wirklich spannend ging es in den zweiten 30 Minuten nicht mehr zu. VfL-Coach Renz nutzte die stabile Führung, um die Spielzeiten im Team zu verteilen, auffällig viele Noch-A-Jugendspielerinnen bekamen längere Einsatzzeiten. „Das war für die auch ein Erlebnis, das hat denen gutgetan. Und sie haben es auch gut gemacht“, sagt Renz über den Handballnachwuchs.
Nagold verwaltete den Vorsprung völlig ungefährdet bis zum Schluss. Der Lohn für den 25:16-Sieg: Der VfL hat endlich wieder ein positives Punktekonto. Mit 20:18 Punkten klettern die Nagolder Frauen in der Staffel 3 der Verbandsliga zudem um einen Platz nach oben auf Rang sieben.
Und obwohl Nagold jetzt noch drei sportlich sehr schwere Spiele vor sich hat, ist mit diesem Sieg auch der Klassenerhalt in trockenen Tüchern. Die genaue Anzahl von Absteigern steht zwar noch nicht fest, doch vier der fünf hinter dem VfL stehenden Mannschaften können Nagold schon jetzt nicht mehr überholen. Tabellenplatz acht ist also bereits sicher. Renz dazu: „Der Nichtabstieg ist damit also auch rechnerisch besiegelt.“
Es spielten für den VfL Nagold: Emily Bayer und Annika Thillmann im Tor, Aline Rau (13), Alena Wolf (4), Sofia Thomaidou (3), Annemie Gauß (1), Aileen Hofmann (1), Sarah Kunz (1), Alisa Kübler (1), Lena Roller (1), Marlen Dengler, Luisa Eipper, Luisa Harr, Janina Hehr, Janina Koch und Karoline Wolf.
Bu 1: Alena Wolf wusste das ein oder andere Mal die Lücken zu nutzen. Vier Tore erzielte sie für den VfL Nagold.
Handball Verbandsliga Frauen / Vorschau
VfL Nagold – HSG Dreiland
Samstag, 28. März, 18 Uhr, Bächlenhalle Nagold
Noch vier Spiele, dann ist die Saison für Nagolds Handballerinnen auch schon wieder vorbei. Für Mannschaft und Fans besonders schön: Drei der vier letzten Spiele sind Heimspiele.
In der Bächlenhalle in Nagold, mit den eigentlich immer sehr zahlreichen Fans im Rücken, ist der VfL Nagold im Normalfall ein nur schwer zu besiegender Gegner. Sechs der neun in dieser Saison eingefahrenen Siege holte das Team daheim.
Diesen Samstag, 28. März, könnte dieser Heimfaktor eine durchaus wichtige Rolle spielen. Ab 18 Uhr tritt der VfL gegen die HSG Dreiland an. Die HSG mag vielleicht nicht als Favoritin nach Nagold kommen. Doch das Team steckt im Abstiegskampf. Und so ein Gegner ist nie zu unterschätzen.
Leicht favorisiert aber ist dennoch der VfL Nagold. Zumal die Nagolderinnen ja auch das Hinspiel in Lörrach für sich entscheiden konnten. „Das war eine enge Nummer“, erinnert sich VfL-Trainer Markus Renz. Denkbar knapp fuhr der VfL einen 22:21-Auswärtssieg ein - auch wenn man eigentlich die ganze Zeit in Führung lag. „Letzen Endes war es dann halt doch nur ein Tor“, warnt Renz.
Tabellarisch trennen beide Teams nur zwei Plätze, doch beim Blick auf das Punktekonto wird der Vorsprung des VfL deutlich. Mit 18:18 Punkten dürfte Nagold als achter fast nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Die HSG dagegen ist mit 10:29 Punkten Drittletzter und muss um jeden Sieg kämpfen. Und das wird Dreiland sicher auch in Nagold tun.
Und zwar mit Selbstbewusstsein. Schließlich hat die HSG der letzten beiden Spiele gewonnen, beide daheim, darunter auch gegen die Spvgg Mössingen, dem Tabellenzweiten.
„Die spielten zuletzt echt guten Handball“, zollt Renz den Gegnerinnen Respekt. Doch das können die Nagolderinnen ja auch. „Wir wollen unser Spiel spielen“, sagt Renz selbstbewusst. Die Basis ist dabei eine gute Defensive, dieses gute Miteinander von Abwehrblock und den Keeperinnen. Und daraus soll dann auch der ein oder andere schnelle Gegenstoß kreiert werden.
Im Positionsangriff gilt es mit möglichst wenig technischen Fehlern durch die 60 Spielminuten zu kommen. Damit unterbindet das Team dann von Anfang an ein schnelles Angriffsspiel der Gegnerinnen. „Wir wollen die HSG Dreiland am besten jedes Mal in den Positionsangriff zwingen“, verrät Renz.
Zum Kader hat der Nagolder Trainer keine besonderen Anmerkungen. Mit Nastja Seydt hat sich eine Spielerin abgemeldet. „Ansonsten liegt mir nichts vor“, freut sich der Coach auf eine volle Bank.
Bu: Luisa Harr geht für den VfL Nagold am Samstag wieder auf Torejagd.
Foto: Heiko Hofmann
Handball Verbandsliga Frauen
VfL Nagold – SG Maulburg/Steinen 29:26 (16:11)
Dieser Gegner scheint den Nagolder Handballerinnen zu liegen. Nach dem Auswärtssieg gewann der VfL auch das Heimspiel gegen die SG Maulburg/Steinen. Bemerkenswert daran: Die SG gehört zu den Top-Teams in der Verbandsliga.
In der heimischen Bächlenhalle ist der VfL Nagold immer wieder zu bemerkenswerten Leistungen fähig. Das weiß man. Und so gesehen ist auch der jüngste Heimsieg gegen die SG Maulburg/Steinen keine Sensation, vielleicht noch nicht einmal eine Überraschung.
Dennoch, die Gäste aus der Nähe von Lörrach stehen in der Tabelle der Verbandsliga weit vor dem VfL Nagold. Auch nach der Niederlage sind sie Vierte. Und dass die Niederlage beim VfL Nagold erst die sechste in 16 Spielen war, sagt auch viel über die Qualität der SG Maulburg/Steinen aus.
Von Ehrfurcht aber war beim VfL Nagold nichts zu spüren. Eher von Motivation, und das auf allen Positionen. Von Anfang an zeigte Nagold, wie stark es in eigener Halle aufspielen kann. Und dabei griffen viele Rädchen gut ineinander: die Abwehr stark, der Angriff oft effektiv, die Torhüterinnenleistung teils spektakulär.
Der VfL Nagold präsentierte sich in den gesamten 60 Minuten als echtes Team. Und siegte so auch vergleichsweise souverän gegen eine Gästemannschaft, die zwar nie aufgab, doch angesichts der Nagolder Geschlossenheit und Konsequenz dann doch immer mehr am Verzweifeln war.
Der Spielverlauf war zwar eine recht klare Sache, dennoch war die Partie immer spannend. Zur Wahrheit über die Stärke des Heimteams gehört aber auch: Die Gäste lagen keine Sekunde in Führung. In den ersten Minuten schafften sie es ein paar Mal auszugleichen, ein letztes Mal in der elften Minute zum 7:7. Danach lag nur noch der VfL in Führung. Und mit einem 16:11 ging es in die Pause.
„Das war meiner Meinung nach eine der stärksten Hälften, die wir bisher gespielt haben“, zollt VfL-Coach Markus Renz seinem Team Lob für diese ersten 30 Minuten.
Und diese nur elf kassierten Tore sagen viel über die Abwehr- und Torhüterinnenleistung des VfL Nagold aus. Wie so oft war zu beobachten, dass sich die Nagolder Defensive nach einigen Minuten auf die gegnerischen Angriffsspielerinnen gut eingestellt hatte.
Die Gäste aus dem Kreis Lörrach waren gekommen, um in Nagold Revanche für die Heimniederlage zu nehmen. Und das war dem ambitionierten Team auch in den zweiten 30 Minuten deutlich anzuspüren. Dabei scheute die SG auch nicht vor ungewöhnlichen Taktiken zurück. Meist wurde die stark aufspielende VfL-Rückraumspielerin Alena Wolf in Manndeckung genommen. Nagold wusste aber den dadurch gewonnenen Raum zu nutzen, spielte oft mit zwei Kreisläuferinnen, die dann für noch mehr Platz im Angriff sorgten.
Zudem wurden die Außen konsequent freigespielt und eingesetzt. Und diese zahlten es mit jeder Menge Toren zurück. 14 der 29 Treffer erzielten etatmäßige Außenspielerinnen.
Der Nagolder Trainer ließ schon früh die gegnerische Top-Spielerin Sharena Hasler in Manndeckung nehmen. Oft setzte die SG daraufhin die siebte Feldspielerin ein. Doch Renz blieb bei der Manndeckung. „Da mussten die fünf Mädels hinten richtig rackern“, sagt er. Und freut sich, dass der Plan aufging.
„Ein schöner, cooler Heimsieg“, sagte nach dem Spiel ein gut gelaunter Markus Renz. Von Anfang an sei man gut ins Spiel gekommen, wenngleich die Partie zu Beginn ein „recht offenes Schützenfest“ gewesen sei.
Ewas schade findet der VfL-Trainer, dass sein Team die starke Leistung der ersten 30 Minuten in der zweiten Hälfte nicht ganz habe durchziehen können. Wenn auch der VfL auf bis zu sieben Tore in Führung ging, verpasste er es doch, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. „Da waren dann doch wieder einige technische Fehler drin, so dass Maulburg immer wieder auf drei bis vier Tore herankam.“
Alles in allem aber freue man sich über einen „schönen Heimsieg“, und dass der VfL Nagold das Punktekonto wieder ausgleichen konnte. Mit 18:18 Punkten steht der VfL damit weiter auf dem achten Tabellenplatz.
Es spielten für den VfL Nagold: Julia Völpel und Emily Bayer im Tor, Aline Rau (9), Nastja Seydt (6), Alena Wolf (6), Alisa Kübler (4), Aileen Hofmann (1), Sarah Kunz (1), Lena Roller (1), Sofia Thomaidou (1), Sarai Brösamle, Luisa Eipper, Annemie Gauß, Luisa Harr, Janina Koch und Karoline Wolf.
Bu1: Aline Rau vom VfL Nagold war wieder mal in Torlaune. Die Außenspielerin erzielte neun Tore. Foto: Heiko Hofmann
Handball Verbandsliga Frauen / Vorschau
VfL Nagold – SG Maulburg/Steinen
Samstag, 14. März, 20 Uhr, Bächlenhalle Nagold
Diesen Samstag ist eines der Top-Teams der Verbandsliga beim VfL Nagold zu Gast. Das Hinspiel stimmt die VfL-Handballerinnen dennoch optimistisch.
„Das ist natürlich noch positiv in Erinnerung“, sagt Nagolds Trainer Markus Renz. Das Auswärtsspiel bei der SG Maulburg/Steinen sorgte bei seinem VfL für einen der Überraschungsmomente der Saison schlechthin.
Der VfL Nagold siegte im November 2025 auswärts gegen die SG mit 34:31 und zeigte damals, trotz dezimiertem Kader, zu welch starker Leistung er fähig ist. „Ein absolut verdienter Auswärtssieg“, findet Renz noch heute. Und er betont: „Maulburg spielte da auch echt keinen schlechten Handball!“
Das gilt heute umso mehr. Die SG Maulburg/Steinen hat sich im Verlauf der bisherigen Saison als eines der Top-Teams in der Liga etabliert. Auf Platz vier steht die SG aktuell, nach 15 Spielen, mit satten 20:10 Punkten.
Und das Gästeteam dürfte mit Selbstbewusstsein nach Nagold anreisen. Die vergangenen drei Spiele siegte man. Darunter auch ein Auswärtsspiel bei der TuS Steißlingen 2, jenem Gegner, bei dem der VfL Nagold erst vor wenigen Tagen so böse mit 37:16 unter die Räder gekommen war.
„Deren Ergebnis in Steißlingen macht natürlich schon Eindruck“, weiß auch Renz. Zu hoch will er die eigene Niederlage in Steißlingen aber auch wieder nicht hängen. Das Thema sollte also spätestens bis Samstagabend, 20 Uhr, abgehakt sein.
Also spricht der Nagolder Trainer lieber von der Vorfreude auf das, was da am Samstag kommen mag. Zum Beispiel auf eine volle Bächlenhalle, ähnlich wie beim jüngsten Heimspiel, als gut 250 Zuschauer das Heimteam unterstützten. „Da hoffen wir jetzt natürlich, dass wir wieder eine lautstarke Halle hinter uns haben“, sagt der Nagolder Trainer.
Das letzte Heimspiel des VfL gegen die SG Altdorf/Ettenheim taugt dann auch mehr, um sich an der gebrachten Leistung zu orientieren. Der 32:28-Erfolg für den VfL war recht souverän herausgespielt. „Auf dieses Niveau sollten wir wieder kommen“, hofft Renz.
Dabei kommt dem Nagolder Coach entgegen, dass es keine Absagen gibt. Der VfL kann also mit vollem Kader auflaufen. Markus Renz hat sogar die Qual der Wahl, wen er mit auf die Bank nimmt.
Das Spiel diesen Samstag ist der Auftakt zu einer Reihe von vier wichtigen Heimspielen in Folge bei den Nagolderinnen, ehe dann am 2. Mai auswärts in Meßstetten die Saison zu Ende geht.
Dem Ziel des Klassenerhalts sind die Nagolderinnen aber auch jetzt schon sehr nah. Aktuell stehen sie unter zwölf Teams mit 16:18 Punkten auf dem achten Platz. Auf den direkten Verfolger Tübingen hat Nagold vier Punkte Vorsprung, und auf den Zehntplatzierten, die HSG Dreiland, sind es sogar acht Punkte.
BU: Top motiviert: VfL-Keeperin Julia Völpel pusht beim Einlauf in die Bächlenhalle ihr Team. Foto: Heiko Hofmann
Handball Verbandsliga Frauen
TuS Steißlingen 2 - VfL Nagold 37:16 (15:8)
Es war aus VfL-Sicht ein Spiel zum Vergessen. Die Nagolder Verbandsliga-Handballerinnen gingen auswärts bei der TuS Steißlingen 2 mit 16:37 unter.
„Mund abwischen, weiter geht’s!“ Das dürfte das Motto beim VfL Nagold nach der jüngsten Niederlage in Steißlingen sein. Der VfL war in allen Belangen unterlegen. Viel herumzudiskutieren gibt es da nicht.
Schon nach wenigen Minuten zeigte sich die Überlegenheit der Gastgeberinnen. Die TuS Steißlingen 2 trat gegen den VfL Nagold offensichtlich in Top-Besetzung an. Und das bekam der VfL schnell und deutlich zu spüren.
Letztlich hielt Nagold nur drei bis vier Minuten mit. Dann stand es nach fünf Minuten schon 6:3 für die Gastgeberinnen.
Nach sechs Minuten nahm VfL-Coach Markus Renz bereits seine erste Auszeit. Das brachte nicht viel. Nach zwölf Minuten Spielzeit lag Nagold mit 9:3 zurück. Es folgte ein kurzes Aufbäumen der Nagolderinnen, die auf 7:10 herankamen. Steißlingen aber reagierte sofort und rief zur Auszeit. Danach sorgte die TuS in den letzten Minuten der ersten Hälfte für die Vorentscheidung. Mit dem Spielstand von 15:8 ging es in die Pause.
Acht eigene Tore in 30 Minuten? Das sagt schon viel über das Problem der Nagolderinnen aus. Viel zu viele technische Fehler unterliefen den Nagolderinnen. Und die TuS Steißlingen 2 reagierte eiskalt.
In der zweiten Hälfte jedenfalls präsentierte sich der VfL Nagold nicht besser. Wieder erzielte das Team von Renz nur acht Tore. Die TuS Steißlingen 2 dagegen gab weiter Vollgas und schien nun erst richtig aufzudrehen. Die Folge: Nagold kassierte in den zweiten 30 Minuten sage und schreibe 22 Treffer.
Dabei hielt die Nagolder Keeperin stark. „Ems war richtig gut“, lobt der VfL-Trainer. 17, 18 Paraden habe die Torfrau Emily Bayer bestimmt gehabt. Das bedeutet aber auch: „Ansonsten wäre das Ergebnis noch deutlich schlimmer ausgefallen.“
Zudem ist es für Markus Renz eine positive Erwähnung wert, dass mit Marlen Dengler eine Langzeitverletzte nach über einem Jahr Pause ihr Comeback geben konnte.
Ansonsten muss Renz klar anerkennen: „Die Gegnerinnen waren echt gut. Da hätten wir schon einen sehr, sehr guten Tag gebraucht, um etwas zu holen.“
Besonders kritisiert der Coach die hohe Zahl an technischen Fehlern im Angriff. „Das war einfach viel zu viel“, sagt er. Die Folge: „Da sind wir von Steißlingen auch immer recht schnell ausgekontert worden.“
Steißlingen hat damit den VfL Nagold in der Tabelle überholt. Mit 16:18 Punkten steht der VfL jetzt auf Platz acht.
Nun gilt es für die Nagolderinnen, das Negativerlebnis möglichst schnell zu verarbeiten. „Kopf wieder hoch“, sagt Renz. Schließlich liegen nun vier Heimspiele in Folge vor den Nagolderinnen. „Und die sollten wir am besten alle siegreich gestalten.“
Es spielten für den VfL Nagold: Emily Bayer, Nele Sautter und Julia Völpel im Tor, Alisa Kübler (3), Sofia Thomaidou (3), Sarah Kunz (2), Aline Rau (2), Lena Roller (2), Alena Wolf (2), Aileen Hofmann (1), Janina Koch (1), Marlen Dengler, Luisa Eipper und Nina Kiefer.
BU: Die VfL-Keeperin Emily Bayer lieferte ein starkes Spiel. Dennoch kassierte Nagold in Steißlingen viel zu viele Tore. Foto: Heiko Hofmann.
Handball Verbandsliga Frauen / Vorschau
TuS Steißingen 2 - VfL Nagold
Sonntag, 8. März, 14 Uhr, Mindlestalhalle Steißlingen
Am Sonntag geht es für Nagolds Handballerinnen in Richtung Bodensee. In Steißlingen erwartet sie ein Spiel mit Brisanz.
Der Blick auf die Tabellenkonstellation verspricht Spannung pur: Der VfL Nagold steht aktuell in der Verbandsliga auf dem siebten Platz, hat 16:16 Punkte auf dem Konto. Ausgeglichen ist auch die Bilanz der TuS Steißlingen 2. Mit 14:14 Punkten nimmt die TuS aktuell Rang acht ein.
Soweit zur grauen Zahlentheorie. Es begegnen sich also zwei Teams auf Augenhöhe. Doch vor allem die Gastgeberinnen sind nur äußerst schwer einzuschätzen.
Denn die TuS Steißlingen 2 spielt eine recht launische Saison. Nach wirklich starkem Start wurde das Team zeitweise als Aufstiegsaspirant gehandelt. Doch dann folgte unter anderem das Spiel in Nagold.
Bei diesem Hinspiel in der Bächlenhalle fegten die Nagolderinnen das junge Team aus Steißlingen nahezu aus der Halle. Mit 41:21 geriet der Sieg für den VfL überdeutlich.
Danach setzte sich die Steißlinger Launenhaftigkeit fort: Gegen den aktuellen Tabellenführer SV Allensbach 2 siegten die Steißlingerinnen – als einziges Team der Liga. Auch in den zwei Spielen danach im November holte sich die TuS souveräne Siege.
Doch seit Dezember 2025 ist bei dem Team der Wurm drin. In fünf Spielen gelang nur ein knapper Sieg. Und nicht wirklich motivierend dürfte auch die Klatsche gewesen sein, die man sich beim jüngsten Spiel mit 23:39 gegen die SG Maulburg/Steinen geholt hat. Zuhause, wohlgemerkt.
Welches Gesicht die TuS Steißlingen 2 am Sonntag gegen den VfL Nagold zeigen wird? Das vermag keiner so richtig einzuschätzen und das hängt auch stets davon ab, wer bei der Mannschaft auflaufen wird.
Das ist ja oft das klassische Los einer zweiten Mannschaft. Unter anderem hat Steißlingen weibliche Jugendteams in der Jugendbundesliga am Start. Und die erste Mannschaft spielt in der Regionalliga.
„Im Hinspiel war das ja ein super Heimsieg. Ich vermute aber auch, dass da die ein oder andere Spielerin gefehlt hat“, sagt VfL-Trainer Markus Renz. „Das ist halt eine zweite Mannschaft mit gutem Nachwuchs.“
Also gilt es als VfL Nagold umso mehr, auf sich selbst zu schauen. „Wir müssen wie letzte Woche eine kompakte Abwehr stellen und uns darüber belohnen.“ Im Angriff will der VfL clever und routiniert spielen. „Nicht so viele technische Fehler machen“, mahnt Renz.
Nicht einfacher für den VfL Nagold macht es die Kadersituation. „Da gibt es leider schon noch viele Fragezeichen“, erörtert der Nagolder Trainer. „Ich denke, wir werden nicht so viele sein.“
Die A-Jugendspielerinnen sind zum Beispiel selbst im Einsatz. Dennoch ist Renz überzeugt: „Ob wir jetzt 16 oder 12 oder zehn sind, wir werden eine schlagkräftige Truppe beieinander haben.“
Bu1: Alisa Kübler, hier beim Hinspiel gegen die TuS Steißlingen 2, will mit dem VfL Nagold am liebsten in der Fremde Punkte holen. Foto: Heiko Hofmann