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Eine Rochade gibt es auf der Trainerbank unseres Männerteams: Nachdem Veljko Saula aus beruflichen Gründen kürzer treten muss, wurd mit Emanuel Sonnenwald ein neuer Trainer verpflichtet.
»Wir sind Amateure und der Beruf geht immer vor«, macht Tobias Karl deutlich. Und deshalb hatte der stellvertretende Abteilungsleiter der Nagolder VfL-Handballer vollstes Verständnis, dass die anstehende Meisterprüfung für Veljko Saula Vorrang vor dem Trainerjob in Nagold hatte. »Er konnte die Mannschaft stets auf den Punkt motivieren und perfekt vorbereiten«, sagt Tobias Karl und dankt Veljko Saula für sein Engagement und den Anspruch, stets das Maximum aus jedem Spieler rausholen zu wollen.

Umso mehr freuten sich Abteilungschefin Jessica Günther und Tobias Karl jetzt bei der Vertragsunterzeichnung, dass mit Emanuel Sonnenwald ein sicher ebenbürtiger Trainier und »Vollblut-Handballer« verpflichtet werden konnte. Bei den VfL-Handballern setzt man vor allem auf seine Erfahrung und Handballqualität, die der Männermannschaft in der Bezirksliga weiterhelfen soll. So war der heute 36-jährige Emanuel Sonnenwald früher unter anderem bei den Stuttgarter Kickers, dem TSV Altensteig und später dann bei der SG Schozach/Bottwartal auf der Rückraummitte aktiv – und in Vaihingen schlüpfte er für ein halbes Jahr interimsmäßig in die Rolle des Spielertrainers. Mittlerweile wohnt er in Wildberg und ist in Nufringen berufstätig.

Vorrangiges Ziel in Nagold ist es jetzt vor allem, die erste Männermannschaft in der Bezirksliga zu etablieren und mit den Frauen in der Landesliga zu bestehen, wie es Jessica Günther formuliert. »In dieser Konstellation können wir richtig attraktive Heimspieltage auf die Beine stellen«, ist sie überzeugt. Bei den Männern gibt es aktuell weder Zu- noch Abgänge zu vermelden, wobei sich die Spieler individuell fitgehalten haben. Sobald wieder ein koordiniertes Mannschaftstraining möglich ist, will man in die Saisonvorbereitung einsteigen. Emanuel Sonnenwald hofft vor allem, dass sich die Rahmenbedingungen nach den langen Monaten des Corona-Lockdowns wieder verbessern und dass überhaupt eine geordnete Runde stattfinden kann. Im Training setzt er darauf, erst mal wieder Spaß und Fitness aufzubauen – und wichtig ist in seinen Augen, »dass Normalität einkehrt und wir vor Zuschauern spielen können«. Beim Aufsteiger VfL Nagold sieht er nun den Vorteil, dass die meisten anderen Mannschaften nach der langen Zwangspause auch quasi wieder bei Null anfangen müssten. Mit Blick auf die Verletzungsgefahren wird Emanuel Sonnenwald mit seinen Trainingseinheiten zunächst vorsichtig und dosiert einsteigen.

Bild: Jessica Günther und Tobias Karl (links) besiegelten die Verpflichtung von Emanuel Sonnenwald als neuem Trainer der Nagolder VfL-Handballer. (Foto: Priestersbach) Text: Uwe Priestersbach

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Liganeuling VfL Nagold konnte im Nagoldtalderby vor heimischer Kulisse nur 40 Minuten gegen den Titelaspiranten mithalten. Vor rund 100 Zuschauern in der Bächlenhalle wurde die SG HCL ihrer Favoritenrolle doch gerecht. Kein Wunder, dass SG-Coach Stefan Metzler anschließend von einem holprigen Saisonstart sprach. »Das Ergebnis ist gut, aber wir haben uns schwer getan«, machte er deutlich. Allerdings hatte der SG-Trainer während des Spiels zu keiner Zeit das Gefühl, dass seine Mannschaft das Auftaktspiel verlieren würde. »Wir haben 40 Minuten gut gekämpft«, erklärte der Nagolder Trainer Veljko Saula. Doch er hatte auch gesehen, dass danach die Luft raus war und seine Mannschaft sich zu viele technische Fehler leistete, die von abgezockten Gästen bestraft wurden.

Zunächst sorgten die Nagolder allerdings für einen offenen Schlagabtausch. Zwar legte Michael Keller auf 3:1 für die SG HCL vor, doch per Siebenmeter glich Patrick Seyfahrth zum 3:3 aus. Danach ging es im Gleichschritt bis zum 11:11 (28.) weiter. In der Schlussphase des ersten Durchgangs wurde einige Nagolder Fehler betraft. Tim Sprißler sorgte mit der Pausensirene für das 14:11 und damit für einen Drei-Tore-Vorsprung der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell.

Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste auf 16:11 vor, doch der Aufsteiger aus Nagold bäumte sich noch einmal auf. Als Philipp Beifuß (42.) auf 18:19 verkürzte, schien die Begegnung plötzlich wieder offen zu sein – war sie aber nicht. Die Nagolder hatten nun ihr Pulver verschossen. So zog die SG HCL über das von Daniel Heisler erzielte 24:19 (48.) auf 30:23 (55.) durch Alexander Lau davon. In der Schlussphase sorgte Linkshänder Ionut Caciuc auf Nagolder Seite noch für Ergebniskosmetik zum 26:31. Beim VfL Nagold kam Ionut Caciuc auf acht Treffer. Patrick Seyfahrth war sechsmal, Raffael Baumgartner viermal erfolgreich.

Text: Uwe Priestersbach