Spielberichte - Archiv 2023

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Handball Landesliga Frauen / Spielbericht

TB Neuffen – VfL Nagold 14:17 (11:8)

Oops, they did it again! Die Nagolder Landesliga-Handballerinnen werden ihrem Ruf als Wundertüte der Liga gerecht, und siegen auswärts gegen den Tabellenführer TB Neuffen. Damit können sich die VfL-Frauen rühmen, den TB Neuffen nun sogar im Hin- und im Rückspiel geschlagen zu haben, während alle anderen Teams der Liga bis jetzt nicht einen einzigen Sieg gegen den Tabellenführer aus dem Kreis Esslingen einfahren konnten.

Unverhofft kommt eben oft: Das gilt für die Nagolder Handballerinnen gleich doppelt. Unterlagen sie vor zwei Wochen noch überraschend gegen die HSG Baar, so meldeten sie sich jetzt nicht weniger überraschend mit einem Auswärtssieg gegen den TB Neuffen eindrucksvoll zurück. Wenn sie denn überhaupt je wirklich weg waren. Denn klar ist auch, die Niederlage vor zwei Wochen hing eng mit dem Verletzungspech auf der Torhüterposition zusammen. Und auch in Neuffen war die Personaldecke nicht optimal. Doch Torhüterin Julia Völpel spielte, wenn auch weiter angeschlagen – und was für eine Partie. Im Verbund mit der starken VfL-Abwehr lieferte sie eine Parade nach der anderen ab. Dass Neuffen nur 14 Tore erzielen konnte, spricht für sich. Dass aber in der zweiten Hälfte nur dreimal der Ball im Nagolder Tor landete, das ist schon außergewöhnlich und ein sicheres Zeichen für die extrem gute Torhüter- und Abwehrleistung. „Die zweite Hälfte war mit der Abwehr und Julia dahinter im Tor überragend“, befand auch VfL-Coach Markus Renz.

Zwar tat sich auch der VfL Nagold im Angriff schwer. Doch in Hälfte zwei ließ die Trefferquote immerhin nicht nach. Markus Renz: „…und 17 Tore haben ja gereicht.“

Personell dagegen musste der VfL weiter eingeschränkt aufspielen. Dass Julia Völpel durchspielen konnte, war vor dem Spiel keineswegs gewiss. Zudem war Luisa Eipper krank, ein großer Verlust auf der Rückraumposition und in der Deckung, den VfL-Coach Markus auf mehrere Schultern verteilte. In der ersten Hälfte verletzte sich zudem noch Nagolds Spielmacherin Sophie Reime früh. Rückraumspielerin Iva Buric war nun doppelt gefordert. Mit sechs Toren war sie auch Nagolds treffsicherste Spielerin. Der VfL verzichtete für den Rest der ersten Hälfte und zunächst auch in Halbzeit zwei auf den Einsatz von Sophie Reime, doch in der Schlussviertelstunde stand die junge Kreative wieder auf dem Feld – und setzte auch prompt wichtige Akzente und noch drei Treffer für den unverhofften VfL-Sieg.

Gerade auch vor dem Hintergrund dieser Personalprobleme lobt Renz sein Team: „Das war ein richtig gutes Spiel.“ Auch als Nagold zwischenzeitlich in Hälfte eins mit drei Toren zurücklag, beschlich einem nie das Gefühl, dass der VfL einbrechen könnte. Im Gegenteil. Das Team rückte eng zusammen, überzeugte als Kollektiv und meldete sich schließlich mit einer fulminanten zweiten Hälfte zurück.

Zum VfL-Sieg hat sicherlich auch die Fankulisse beigetragen. Denn in einem von der Firma Boysen gesponserten vollbesetzten Fanbus reiste eine große Fangemeinde aus Nagold mit nach Neuffen und sorgte so während der Partie für Nagolder Heimspielatmosphäre – und das in fremder Halle. Markus Renz ist überzeugt: „Ich weiß nicht, ob der Sieg ohne die Fans so möglich gewesen wäre. Auf jeden Fall hat das so richtig Spaß gemacht.“

Mit dem Sieg gegen den TB Neuffen bringt der VfL wieder Spannung in die Liga. Neuffen bleibt zwar mit fünf Minuspunkten auf Platz eins, doch die SG Hirsau-Calw Liebenzell mit ebenfalls fünf Minuspunkten und zwei Spielen weniger sowie die HSG Ermstal und der VfL Nagold mit jeweils acht Minuspunkten sind nun wieder im Rennen. Markus Renz dazu: „Mit dem Sieg besteht jetzt halt doch noch eine Resthoffnung, nochmal oben angreifen zu können. Obwohl da doch andere Mannschaften uns dann helfen müssten.“ In der Tabelle ist Nagold nun auf Platz drei vorgerückt.

VfL Nagold: Julia Völpel im Tor, Iva Buric (6), Alisa Kübler (4), Sophie Reime (3), Aline Rau (3), Luisa Harr (1), Alena Wolf, Tirza Theurer, Sarah Kunz, Janina Koch, Cara Klenk, Aileen Hofmann und Marlen Dengler.

Bu 3: Torhüterin Julia Völpel machte das VfL-Tor dicht, und ließ die Gegnerinnen mitunter verzweifeln.

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TB Neuffen - VfL Nagold, Samstag, 25. Februar, 18.10 Uhr, TB-Sporthalle beim Schulzentrum Halde in Neuffen

Nach der überraschenden Auswärtsniederlage der Nagolder Handballerinnen gegen die HSG Baar hat die nächste Partie schon etwas an Strahlkraft verloren. Ein Spitzenspiel bleibt es aber dennoch, wenn am Samstag Tabellenführer TB Neuffen den Viertplatzierten aus Nagold zu Gast hat. Mit der Niederlage auf der Baar, dürften sich beim VfL Nagold auch Gedankenspiele rund um einen möglichen Aufstieg erledigt haben. Offiziell wurden solche Ziele eh nie gehegt, doch nun ist der Abstand zum Tabellenführer TB Neuffen doch schon auf deutliche fünf Punkte angewachsen.

Dennoch, beim Spiel gegen den Tabellenführer ist jedes Team motiviert. Zumal die Nagolderinnen ja im Hinspiel gezeigt haben, dass der TB Neuffen zu schlagen ist. Nur der VfL hat dem Tabellenführer im Saisonverlauf eine Niederlage zufügen könne. Ansonsten spielt das erfahrene Team aus Neuffen eine Bilderbuch-Saison. Zwar geht es bei vielen Spielen eng zu, doch letztlich konnte eben meist Neuffen den Sieg einfahren. Kein Wunder also, dass die TB Neuffen mit aktuell nur drei Minuspunkten einer der Top-Favoriten für den Meistertitel und den Aufstieg ist. Es wäre an der Zeit für das routinierte Team, das auch in der vorherigen Saison stets vorne mitgespielt hat.

Und wie ist die Lage in Nagold? Nun sagen wir mal durchwachsen. Wegen der Fasnet und diversen Krankheitsausfällen hielt sich der Trainingsfleiß in den vergangenen zwei Wochen in Grenzen. „Das war jetzt nicht berauschend“, drückt sich VfL-Coach Markus Renz diplomatisch aus. Die Frage aller Fragen aber ist, ob die Nagolderinnen am Samstag mit einer gelernten Torhüterin antreten können. Denn Stammkeeperin Julia Völpel wurde im jüngsten verlorenen Spiel nach ihrer Verletzung schmerzlich vermisst. „Julia hat gemeint, sie will es am Samstag probieren“, sagt Renz. Doch er sei sehr skeptisch, ob das schon etwas werde.

Hinzu kommt, dass sehr wahrscheinlich auch Luisa Eipper krankheitsbedingt ausfällt. Das wäre ein herber Verlust: Die in dieser Saison zum VfL gestoßene Rückraumspielerin hatte sich im bisherigen Saisonverlauf schnell ins Nagolder Spiel eingefunden und ist mit ihrer Angriffswucht eine der Schlüsselspielerinnen beim VfL Nagold.

„Wir müssen eben clever spielen, sonst haben wir in Neuffen keine Chance“, sagt der VfL-Trainer weiter. Das ginge nur über eine gute Abwehr und mit einigen leichten Toren. Womöglich kommt da aber auch noch eine weitere Verstärkung des Teams ins Spiel: Die Firma Boysen spendiert den Nagoldern einen Fanbus für dieses Spitzenspiel, der auch bereits ausgebucht ist. Markus Renz dazu: „Die vielen Nagolder Fans, Das kann in der kleinen Neuffener Halle schon zu einem Faktor werden.“

Bu: Die Top-Scorerin des VfL Nagold: Aline Rau

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Bezirksklasse Männer: TSG Reutlingen 2 vs. VfL Nagold 32:29 (18:9)

Das Auswärtspartien für die Nagolder Handballer in dieser Runde kein gutes Pflaster sind, bewahrheitete sich auch im Spiel bei der TSG Reutlingen 2. Die Gastgeber zeigte den VfL´lern gerade in den Anfangsminuten mit ihrer Härte gegen den Mann klar ihre Grenzen auf. Mit diesem Auftritt konnten die Nagolder nichts anfangen und liefen wie gegen eine Art Mauer an. Bis zum 6:5 ging noch alles gut auf. Allerdings konnten sich die Reutlinger ab Minute 12 ein kleines Polster erspielen, dass gegen Ende der ersten Spielhälfte fast schon uneinholbar auf 18:9 anwuchs. Grund hierfür waren in diesem Spielabschnitt Abstimmungsprobleme in der Abwehr, die den Gegner immer wieder einfache Tore erzielen ließen. Auch im Angriffsspiel lief beim erneut zusammengewürfelten Team nicht viel zusammen.

Zum Start der zweiten Spielhälfte stand dann mit Markus Renz der etatmäßige Spielmacher auf der Platte, der dem Spiel ein wenig Ordnung vermittelte. Und die Nagolder versuchten der Partie eine Wendung zu geben. Nach kurzem Durchhänger arbeitete man sich nach dem 22:11 Tor um Tor heran. Auch die genommen Auszeit des Reutlinger Coaches konnte die Aufholjagt erstmal nicht stoppen. Doch beim Stand von 25:20 brachten sich die Nagolder durch eine unnötige 2-Minuten-Zeitstrafe selbst aus dem Konzept und die Gastgeber konnten sich 7 Minuten vor Ultimo letztendlich spielentscheidend zum 28:22 absetzen. Die Nagolder-Sieben konnten bis zum Schluss nur noch Ergebniskosmetik betreiben und wurden abermals mit einer Niederlage (32:29) in der Ferne nach Hause geschickt.

„Wir haben diese Partie heute gerade im ersten Spielabschnitt verloren. Gehen wir mit 3-4 Toren Rückstand in die Halbzeit, wäre bestimmt was zu holen gewesen. 18:9 ist natürlich schon ein Brett. Ich muss meinem Team zu Gute halten, dass sie sich trotz hohem Rückstand hat nicht hängenlassen und nochmal gut rann gekommen ist. Das ist das einzige zählbare was wir hier und heute mitnehmen können“, so der VfL-Coach im Anschluss der Partie.

Nun bleibt den Nagoldern in der spielfreien Faschingszeit genug Zeit sich auf die Partie im Heimspiel gegen die HSG Schönbuch 2 vorzubereiten. Dort ging man im Hinspiel Sang- und Klanglos unter.

Für Nagold spielten: Sedin Mehic im Tor; Patrick Rosshau, Markus Renz (6/4), Justin Schaarschmidt, Frank Renz (5), Felix Hammann, Marius Haag (4), Maxi Hammann (3), Muhammed Aktürk (1). Michael Tietze, Carsten Tietze (2), Simon Walz (1), Raffael Baumgartner (7).

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Handball Landesliga Frauen / Spielbericht

HSG Baar – VfL Nagold 30:25 (17:14)

Ohne ausgebildete Torhüterin in der Landesliga? Eigentlich kaum vorstellbar. Die Handballerinnen des VfL Nagold waren zu diesem Schritt gezwungen – und verloren prompt auswärts bei der HSG Baar mit 25:30.

Dabei hatten die Nagolderinnen durchaus Chancen, auch dieses Spiel zu gewinnen. Doch wirkte der Auftritt der eigentlich favorisierten VfL-Frauen nervös, es fehlte an Selbstbewusstsein, viele technische Fehler schlichen sich ein, auch mit dem Harz schienen die Nagolderinnen ihr liebe Mühe zu haben – und so gesellte sich ein Problempunkt zum anderen.

Letztlich war es aber auch eine verbissen kämpfende HSG Baar mit einer starken Torhüterleistung, die den Nagolderinnen den Zahn zog. Und natürlich das Verletzungspech auf der Torhüterposition. Wenige Tage vor dem Spiel hatte sich nämlich Nagolds starker Rückhalt Julia Völpel verletzt – womöglich fällt sie sogar länger aus. Eine Diagnose steht noch aus. Mit Ersatz-Keeperinnen ist der VfL schon seit Jahren schlecht ausgestattet – alle möglichen Alternativen mussten absagen. Also entschied sich das Team, die Außenspielerinnen Aline Rau und Alisa Kübler abwechselnd zwischen die Pfosten zu stellen. Das Problem dabei: Beide Spielerinnen gehören auf dem Feld zu den absoluten Leistungsträgerinnen des VfL – nicht nur mit vielen Toren im Angriff, vor allem auch im Mittelblock in der Abwehr. Und dort haben sie gefehlt.

„Wir bekamen in der Abwehr nie so recht den Zugriff“, sagt VfL-Coach Markus Renz nach dem Spiel. Die Gegnerinnen “liefen da doch recht locker durch“. Einer der Gründe sei der geänderte Abwehrblock. Auch wenn es der Ersatz „wirklich gut gemacht“ habe. An der Anrgiffsleistung gebe es dagegen nicht groß etwas zu meckern – 25 Tore auswärts bei der HSG Baar, das sei ok. Es wurden allerdings „zu viele freie Würfe verballert“. Und was Renz noch mehr stört, sind die „Konzentrationsfehler“ – zum Teil seien das „Anfängerfehler“ gewesen. Fazit für ihn: „Das summiert sich dann halt.“

Die HSG Baar hat ihren Job aber auch wirklich gut gemacht. Und letztlich lief der VfL Nagold außer in den Anfangsminuten permanent einem Rückstand von zwei bis fünf Toren hinterher. Ab der fünften Minute lag das Heimteam vorne, nach 15 Minuten stand es bereits 10:5 für Baar. Und immer, wenn die VfL-Frauen den Anschein erweckten, wieder heranzukommen, ließen sich die Gastgeberinnen nicht verrückt machen, und setzten wieder wichtige Treffer, um den Vorsprung zu halten oder eben weiter auszubauen. Die HSG Baar holte sich einen verdienten Sieg und wichtige Punkte im Abstiegskampf. Der VfL Nagold dagegen muss zur Tabellenspitze abreißen lassen – steht jetzt fünf Punkte hinter dem Spitzenreiter TB Neuffen auf Rang vier. „Mit da vorne werden wir jetzt weniger zu tun haben“, analysiert auch Renz ganz sachlich. Dennoch wolle er im nächsten Spiel den TB Neuffen auswärts ärgern. Dabei soll gar ein Fanbus aus Nagold organisiert werden. „Auch wenn es mir jetzt leid tut, dass das nicht mehr das absolute Spitzenspiel ist“, so Renz weiter.

VfL Nagold: Iva Buric (8), Sophie Reime (6), Luisa Eipper (4), Alisa Kübler (3), Alena Wolf (1), Aline Rau (1), Cara Klenk (1), Marlen Dengler (1), Sarah Kunz, Janina Koch, Luisa Harr.

Bu: Acht Tore erzielte Iva Buric für den VfL Nagold – davon fünf vom Sieben-Meter-Strich.

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Bezirksklasse Männer – TSG Reutlingen 2 vs. VfL Nagold – Samstag, 11.02.2023 19:30 Uhr, Storlach-Sporthalle in Reutlingen

Am kommenden Samstag gastieren die Nagolder Handballer bei der TSG in Reutlingen und messen sich mit dem Reserveteam, dass derzeit auf dem letzten Tabellenplatz rangiert. Keine leichte Aufgabe, weis auch Trainer Michael Tietze: „Das wird ein sehr schweres Spiel für uns werden. Schon im Hinspiel haben sie uns vor Probleme gestellt. Zur Halbzeit war noch alles offen und den Reutlingern ging zum Glück gegen Ende ein wenig die Luft aus“.

Bei 37:32-Heimsieg konnten die Nagolder nahezu in Bestbesetzung antreten und aus dem Vollen schöpfen. Dies wird in der kommenden Partie abermals nicht der Fall sein. Zwar entspannt sich die Lage im Verletzten-Lazarett und Coach Tietze kann auf Maxi Hammann nach überstandenen Fingerbruch und Justin Schaarschmidt mit Schulterproblemen endlich wieder zurückgreifen, allerdings fehlen im Gegenzug mit Routinier Christian Schmid und vermutlich auch Alexander Sehl zwei wichtige Säulen im Rückraumspiel der Nagolder. Privat verhindert ist Tobias Gutekunst und Leotrim Fetahaj. Ebenfalls fraglich, der Einsatz vom neuen Torhüter Sedin Mehic, der sich mit Rückenproblemen rumplagt und Kreisläufer Muhammed Aktürk, der sich immer noch nicht ganz fit fühlt. Spielmacher Markus Renz stößt erst im Laufe der Partie hinzu, da er mit den Nagolder Damen beim Auswärtsspiel verweilt.

Also wir dem Coach nichts anderes übrigbleiben als den Zauberstab herauszuholen und erneut verrückte Dinge zu tun. „Wir fahren zwar Ersatzgeschwächt nach Reutlingen, wollen uns aber nicht dahinter verstecken. Jedem muss klar sein, dass wir mit einem Sieg einen riesigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen können“.

Spielbeginn wird um 19:30 Uhr sein. Die Mannschaft hofft bei diesem entscheidenden Spiel auf zahlreiche Unterstützung seiner Fans.

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HSG Baar - VfL Nagold

Samstag, 11. Februar, 17.25 Uhr, Hohenlupfensporthalle Talheim

Wie stecken die Nagolder Handballerinnen die äußerst knappe Heimniederlage von vergangener Woche weg? Viel Grund, den verlorenen Punkten hinterherzutrauern gibt es eigentlich nicht. Der VfL zeigte ein gutes Spiel. Und das will er auch an diesem Samstag, wenn es auswärts in Talheim bei Tuttlingen gegen die HSG Baar geht.

Die HSG Baar steht zwar aktuell im Mittelfeld der Tabelle, doch als Viertletzter müssen sich die Gastgeberinnen auch dagegen wehren, womöglich doch noch auf einen Abstiegsplatz abzurutschen. Der VfL Nagold dagegen spielt bis dato eine beeindruckend gute Saison, hat nur drei Spiele verloren, aber schon acht gewonnen.

Darunter auch das Hinrundenspiel gegen die HSG Baar. In der Nagolder Bächlenhalle siegte der VfL bereits am dritten Spieltag souverän gegen die Handballerinnen von der Baar mit 26:19. „Ich hoffe, wir knüpfen an das Hinspiel an“, sagt VfL-Coach Markus Renz. Eine recht eindeutige Partie habe man damals gespielt – und das, ohne die etatmäßige Torhüterin. Konzentriert sollen seine Frauen nun wieder zu Werke gehen – „…und über eine kompakte Abwehr zu unserem Spiel finden“.

Dabei verweist der Nagolder Coach ausdrücklich auf viele gute Ansätze, die er im vergangenen Spiel gegen die HSG Ermstal gesehen habe. Markus Renz: „Das war trotz der Niederlage ein sehr gutes Spiel von uns.“ Wenn da eben nur nicht diese „Unkonzentriertheiten“ gewesen wären. Nun, gegen die HSG Baar dürfte die Aufregung nicht ganz so groß sein, und die Nagolder Frauen müssten top motiviert sein, nach der Niederlage zu zeigen, dass sie nicht zufällig dort oben auf dem dritten Tabellenplatz stehen.

Die HSG Baar konnte bis jetzt nur vier Spiele für sich entscheiden, sechs gingen verloren. Im jüngsten Spiel siegten die Gastgeberinnen deutlich daheim gegen die SG Dunningen/Schramberg. Wobei das Team aus Schramberg bis dato noch keinen einzigen Punkt im Saisonverlauf holen konnte. Gegen die HSG Ermstal im vorletzten Spiel setzte es dagegen eine satte 31:14-Niederlage.

Personell kann der VfL nicht ganz auf das komplette Team zurückgreifen. Aileen Hofmann und Tirza Theurer sind verhindert, zudem ist auch Alisa Kübler noch angeschlagen. „Aber ich gehe davon aus, dass Ali bis Samstag wieder fit ist“, hofft Renz. Auf der Baar wolle der VfL Nagold jedenfalls ein gutes Spiel zeigen, um dann auch mit einem „guten Gefühl“ zum Tabellenführer nach Neuffen zu reisen.

Bu1: Marlen Dengler packt auch gerne mal unkonventionelle Würfe aus.

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Bezirksliga Männer: VfL Nagold vs. SG Aidlingen/Ehningen 32:31 (15:16)

Nichts für schwache Nerven war das Spiel der Nagolder Handball-Männer am vergangenen Samstag Abend in der Bächlenhalle. Nach großem Kampf erlöste Alexander Sehl mit dem Siegtreffer drei Sekunden vor Schluß die zahlreichen Zuschauer und sicherte den ersten doppelten Punktgewinn in diesem Jahr.

Beide Teams starteten recht nervös in die Partie und brauchten eine gewisse Anlaufphase. Ab dem Stand von 4:4 bekamen die Nagolder mehr und mehr Probleme, den gegnerischen Rückraum in den Griff zu bekommen und es war ein gewisser Bruch in ihren Aktionen zu erkennen. Die Gäste konnten sich etwas absetzen und die VfL´ler sahen sich einem beim Stand von 6:11 einem 5-Tore-Rückstand gegenüber. Das Spiel schien schon in eine Art Entscheidung abzudriften, aber die Nagolder rafften sich auf und holten Tor um Tor auf. Zwischen den Pfosten stand mittlerweile Sedin Mehic, der in seinem ersten Spiel vor heimischen Publikum mit seinen Paraden den Teamkollegen verhalf, das Spiel bis zur Halbzeit wieder offen zu gestalten. Aber auch Tobias Gutekunst, der die Partie in der Kiste begann, attestierte Trainer Michael Tietze eine sehr gute Leistung. Mit dem Halbzeitstand von 15:16 konnte man quasi fast bei 0 in den zweiten Spielabschnitt gehen.

Frisch erholt vom kraftraubenden ersten Spielabschnitt gelang in der 34 Spielminute durch ein Tor vom umfunktionierten Stammtorwart Simon Walz, der erste Ausgleich seit dem 4:4 zum 18:18. Und spätesten mit dem ersten Führungstreffer zum 19:18 durch Frank Renz wurden die weit über 100 Nagolder Sympathisanten auf den Rängen der Bächlenhalle abgeholt. Und in aufgeheizten super Stimmung wurde den SG´lern nun aufgezeigt, das es ab jetzt sehr schwer sein würde, die Punkte aus Nagold mitzunehmen. Die VfL-Akteure um Top-Torschütze Raffael Baumgartner schafften es, die Gäste mit 2-3 Treffern auf Abstand zu halten. Beim Stand von 31:28 und nur noch 5 Minuten auf der Spieluhr, ließ sich Markus Renz zu einer 2-Minuten Zeitstrafe hinreißen und bot somit den Gästen eine Plattform. Zuvor nahm der Gästecoach noch einen Torhüterwechsel vor, an dem Hausherren schwer zu knabbern hatten. Bei klaren Torchancen scheiterte man an der neuen Kraft. Es wurde also noch einmal spannend und 55 Sekunden schafften die Gäste gar den Ausgleich zum 31:31. Trainer Tietze nahm postwendend seine letzte zur Verfügung stehende Auszeit um seine Mannen ein wenig Luft zu verschaffen und um sie auf die letzten Sekunden einzuschwören. Die Spannung stieg ins Unermessliche, als sich Carsten Tietze 20 Sekunden vor Ultimo durchtankte und einen Treffer erzielte, der nicht anerkannt wurde. Es wurde auf normales Foulspiel entschieden. Die Nagolder führten diesen schnell aus und Alexander Sehl verpasste den Aidlingern und Ehningen den Lucky Punch zum 32:31. Den Gästen reichte nur noch die Zeit um einen Fernwurf vom Anspielpunkt auszuführen, der weit über dem Tor landete. Die Halle stand Kopf und würdigten die erbrachte Leistung mit lautstarkem Applaus. „Wir haben heute alles reingehauen und eine gute Moral bewiesen. Alle haben ihr Möglichstes abgerufen. Auf diesen Sieg kann die Mannschaft stolz sein“, so der Trainer in gelöster Stimmung nach dem Spiel.

Am kommenden Wochenende steht das Kräftemessen mit der TSG Reutlingen 2 auswärts an.

Für Nagold spielten: Tobias Gutekunst und Seid Mehic im Tor; Patrick Rosshau, Markus Renz (2), Christian Schmid (3), Frank Renz (2), Felix Hammann, Marius Haag (5), Simon Walz (5/1), Justin Schaarschmidt, Axel Sehl (4), Leotrim Fetahaj, Carsten Tietze (4), Raffael Baumgartner (7).

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Nagold kämpft und verliert doch

Handball Landesliga Frauen / VfL Nagold – HSG Ermstal 32:33 (17:17)

Ein zweites Mal in dieser Saison unterlagen die Nagolder Handballerinnen der HSG Ermstal. In einem packenden und hochklassigen Spiel hielt der VfL aber bis zum Schluss dagegen. Von drei Niederlagen, die Nagold bis dato in der Spielrunde einstecken musste, gehen damit zwei auf das Konto der HSG Ermstal. Die Gäste in der Nagolder Bächlenhalle wussten ihren knappen 33:32-Sieg nach dem Spielende auch richtig einzuschätzen, lagen sich in den Armen, jubelten ausgelassen, tanzten im Kreisel und brüllten im Chor dieses für die Heimmannschaft stets so schmerzhaft klingende „Auswärtssieg, Auswärtssieg!“

Letztlich war der Sieg der HSG hart erkämpft. Und das im wahrsten Sinn des Wortes. Denn die schnellen, quirligen Spielerinnen des VfL Nagold stießen bei der robusten Abwehrarbeit der HSG oft an ihre Grenzen. Dieser Körperlichkeit konnten die Nagolderinnen nicht immer etwas entgegensetzen. Doch chancenlos war der VfL keineswegs, obgleich das Team fast das ganze Spiel über eine gewisse Nervosität nicht ablegen konnte, was wiederum technische Fehler oder überhastete Aktionen nach sich zog. So lag die HSG auch meist in Führung, doch kamen die Nagolderinnen im Verlauf des Spiels öfters zum Ausgleich. Nach 15 Minuten zum Beispiel lagen die Gäste schon mit drei Toren vorne, doch der VfL glich in den nächsten Minuten aus, in der 19. Minute netzte Alisa Kübler gar zur Nagolder 9:8-Führung ein. Die Gäste allerdings durchbrachen den Lauf der Nagolderinnen. In die Pause ging es schließlich mit einem 17:17. Es war alles gerichtet für eine spannende zweite Spielhälfte.

Und die erlebten die rund 150 Zuschauer in der Nagolder Bächlenhalle auch. Die Gäste aus dem Ermstal starteten wieder einen Tick besser in die Partie, lagen meist ein bis drei Tore in Führung. Schafften es aber nicht wirklich davonzuziehen. Für den VfL Nagold war es ein hartes Stück Arbeit dranzubleiben, das auch Kraft kostete. Zumal Coach Markus Renz wenig durchwechselte. In der 54. Minute aber war es dann doch noch einmal so weit. Wieder setzte Alisa Kübler einen wichtigen Nagolder Treffer, diesmal zum Ausgleich auf 30:30. Vor allem mit dem lautstarken Publikum im Rücken hätte das Spiel nun kippen können. Doch die Gäste zeigten sich unbeeindruckt, spielten sehr routiniert weiter ihren kampfbetonten Handball, mit einem exzellenten Kreisspiel im Angriff, aber auch treffsicheren Außenspielerinnen.

Eine Minute vor Schluss lag die HSG wieder zwei Treffer vorne. Zehn Sekunden vor dem Ende traf die mit insgesamt neun Toren auch erfolgreichste Nagolder Torschützin Aline Rau zum Endstand von 32:33. Letztlich war das aber nur noch Ergebniskosmetik. In der Tabelle ist Nagold damit auf den dritten Rang zurückgefallen. Die HSG Ermstal dagegen hat sich nun den zweiten Platz erobert.

VfL Nagold: Julia Völpel im Tor, Aline Rau (9), Luisa Eipper (7), Alisa Kübler (4), Iva Buric (4), Sophie Reime (3), Alena Wolf (2), Marlen Dengler (2), Luisa Harr (1), Aileen Hofmann, Tirza Theurer, Sarah Kunz und Janina Koch.

Bu1: Hart ging es zuweilen in der Spitzenpartie der Landesliga zwischen dem VfL Nagold (blaue Trikots) und der HSG Ermstal zu.

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Bezirksklasse Männer – VfL Nagold vs. SG Aidlingen/Ehningen – Samsatg, 20.00 Uhr Bächlenhalle Nagold

An diesem Wochenende stehen sich die Handball-Männer der SG aus Aidlingen und Ehningen in der Nagolder Bächlenhalle gegenüber. Im Hinspiel hagelte es mit 37:26 eine empfindliche Auswärtsniederlage. Damals fehlte den Nagoldern mit Markus Renz der etatmäßige Spielmacher und mit Raffael Baumgartner ihr treffsicherste Rückraumschütze. Erschwerend hinzu kamen technisches Unvermögen und zum Teil fragliche Schiedsrichterentscheidungen.

Zur kommenden Partie entspannt sich die Lage des Personals ein wenig. Die erkrankten Routiniers Carsten Tietze und Christian Schmid werden wohl fit sein, Axel Sehl steht auch nochmals zur Verfügung. Auch Raffael Baumgartner gab grünes Licht und meldet sich Gesund. Fragezeichen stehen allerdings hinter dem Einsatz von Markus Renz, der sich immer noch mit Beschwerden im Knie rumplagt. Definitiv nicht mit von der Partie sind Patrick Seyfahrth, Maxi Hammann, Philipp Beifuß und Sven Schumacher.

Für die Nagolder gilt es zurück in die Spur zu finden und es dem Gegner so schwer als möglich zu machen, ein Tor zu erzielen. Gerade die Gäste aus Aidlingen/Ehningen pflegen ein hohes Tempospiel und erzielen in ihren Partien meist mehr als 30 Treffer. Die Nagolder sollten gewarnt sein und dies tunlichst unterbinden, um nicht erneut unter die Räder zu kommen. „Wir müssen versuchen so lange wie möglich dran zu bleiben und uns am Ende endlich mal wieder belohnen. Auch wenn die Niederlage gegen Haslach hoch ausgefallen ist, habe ich einiges Positives sehen können“, so der Trainer. Bleibt also abzuwarten wie sich das Spiel entwickelt und ob die Nagolder ihren ersten Heimsieg im neuen Jahr verbuchen dürfen. Anpfiff ist um 20:00 Uhr in der Nagolder Bächlenhalle.

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VfL Nagold – HSG Ermstal, Samstag, 4. Februar 2023, 18 Uhr, Bächlenhalle Nagold

Aktuell gibt es wohl kaum zwei selbstbewusstere Handballteams in der Landesliga der Frauen als den VfL Nagold und die HSG Ermstal. Am Samstag treffen die Teams in Nagold aufeinander.

Wenn der VfL gegen die HSG Ermstal spielt, dann ist das nicht nur ein Spitzenspiel zwischen dem Tabellenzweiten aus Nagold und dem Vierten. Obwohl die Teams bisher nur ein einziges Mal gegeneinander gespielt haben und sich kaum kennen, geht von der Partie dennoch Brisanz aus. Schließlich ist die HSG Ermstal eine von nur zwei Mannschaften, der es in dieser Saison gelungen ist, den VfL Nagold zu schlagen. Auswärts in der Dettinger Halle unterlagen die Nagolderinnen beim Hinspiel mit 27:20 – und lieferten eines ihrer schwächsten Spiele ab.

Nun, die Zeiten haben sich geändert. Denn seitdem ist einiges passiert. Die hochgehandelte HSG Ermstal verlor immerhin doch schon drei Spiele – und lauert nun auf Tabellenplatz vier. Der VfL Nagold dagegen steht mittlerweile auf dem zweiten Platz – nur zwei der bisherigen zehn Spiele gingen verloren. Alle anderen Spiele gewannen die Frauen von Coach Markus Renz.

Auch 2023 startete für die Nagolderinnen bemerkenswert gut – vor allem, da sie aus einer langen spiel- und trainingsfreien Zeit kamen. Dennoch siegte der VfL in den ersten beiden Partien dieses Jahres. Der Gegner aus dem Ermstal braucht sich in diesem Punkt aber garantiert nicht zu verstecken. Mit einem satten 31:14 besiegten die Ermstälerinnen vergangenen Sonntag die HSG Baar. Und eine Woche zuvor fuhren die einstigen Regionaligisten mit 47:22 einen Kantersieg gegen die SG Dunningen/Schramberg ein. Es ist also angerichtet: Die Zutaten für einen sportlichen Leckerbissen könnten kaum besser gewählt sein. Der Respekt auf VfL-Seite ist da. „Das ist mit die beste Mannschaft der Liga“, sagt VfL-Coach Markus Renz. Im Hinspiel sei die HSG Ermstal „echt stark“ gewesen. Auch die jüngsten Ergebnisse seien eindeutig. Eine kompakte Abwehr und ein gutes Konterspiel attestiert Renz den Gegnerinnen. Besonders in Erinnerung ist ihm noch das starke Kreisläuferspiel. „Da müssen wir in der Abwehr dagegenhalten“, so Renz weiter. Und die eigenen Angriffe gelte es konzentriert und auf den Punkt zu Ende zu spielen.

Natürlich würde Renz gerne ungeschlagen in der heimischen Bächlenhalle bleiben. Und einer von vielen Faktoren könnten die Fans sein, aber auch, das in Nagold nicht mit Harz gespielt werden darf. Markus Renz warnt aber deutlich: „Das wird ein anderer Brocken als die letzten Spiele.“ Gut, dass ihm da voraussichtlich die ganze Truppe zur Verfügung stehen wird.

Bu: Alena Wolf wird mit ihrer Durchsetzungskraft am Samstag wieder gefragt sein.

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Bezirksklasse Männer – SG H2Ku Herrenberg 3 vs. VfL Nagold 33:19 (16:18)

Unter nicht gerade optimalen Voraussetzungen starteten die Nagolder Handball-Männer in die Auswärtsmission im Spiel gegen die SG H2Ku 3. Personaltechnisch musste Trainer Tietze einiges zaubern und improvisieren. So wurde kurzer Hand Stammtorhüter Simon Walz zum Feldspieler umfunktioniert und im Tor durch Neuzugang Sedin Mehic ersetzt. Des Weiteren konnte der Coach glücklicherweise auf Axel Sehl zurückgreifen, der an diesem Wochenende in Nagold weilte. Ebenfalls mit von der Partie Sven Adamski, der kurzfristig einspringen konnte. Der Coach selbst hatte für den Fall der Fälle auch schon ein Trikot parat.

Nach kurzer Abtastphase überstanden die Nagolder die ersten 15 Minuten recht schadlos und konnten bis zum Stand von 7:6 gut mithalten. Kurze Zeit später sah sich Axel Sehl seiner zweiten Zeitstrafe gegenüber und musste sich ab diesem Zeitpunkt im Abwehrspiel zurücknehmen. Ab der 20ten Minute kamen die tapfer ankämpfenden Nagolder immer mehr in den roten Bereich und konnte den Gastgebern nicht mehr zusetzen. Mit einem Stand von 16:8 gings dann in die Pause.

Nach der Verschnaufpause gab es dann nochmals ein letztes Aufbäumen, aber die SG zog gnadenlos ihr Tempospiel weiter durch und siegte am Schluss verdient mit 33:19. Die Revanche für die empfindliche Hinspiel-Niederlage in der Nagolder Bächlenhalle zu Saisonbeginn ist somit geglückt. „Auch wenn das Ergebnis letztendlich deutlich ausfiel, kann ich meinen Mannen keinen Vorwurf machen. Sie haben angesichts der Möglichkeiten alles rausgehauen und Phasenweise gut mitgehalten“, so der Trainer im Anschluss an die Partie. Am kommenden Wochenende steht man sich der SG Aidlingen/Ehningen in eigener Halle gegenüber. Hoffentlich dann auch wieder mit dem Stammpersonal, dass schmerzlich vermisst wurde.

Für Nagold spielten: Sedin Mehic im Tor; Patrick Rosshau, Markus Renz (2), Sven Adamski, Frank Renz, Felix Hammann, Marius Haag (4), Simon Walz, Muhammed Aktürk (3), Alexander Sehl (3), Michael Tietze, Raffael Baumgartner (7/1).

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Bezirksklasse Männer – SG H2Ku 3 vs. VfL Nagold – Samstag, 28.01.2023 20.00 Uhr Markweghalle Herrenberg

Wenn die Nagolder Handball Männer den Weg in die Markweghalle nach Herrenberg antreten, erinnern sie sich bestimmt gerne an das Hinspiel, das sie mit 35:23 für sich entscheiden konnten. Schon zur Pause war damals absehbar, dass die Mannen aus dem Gäu an diesem Tage nichts zu holen haben. In dieser Partie waren die Hausherren erstmals annähernd in Bestbesetzung unterwegs und boten den Zuschauern ein Torspektakel gepaart mit ansprechende Abwehrleistung.

In der anstehenden Partie stehen die Vorzeichen allerdings ganz anders. Die Nagolder Mannschaft kommt derzeit personaltechnisch auf dem Zahnfleisch daher. „Die personelle Situation setzt uns derzeit ganz schön zu und zwingt uns zu Experimenten“, so Trainer Tietze vor der Partie. Auch an diesem Wochenende muss geschaut werden, wie man denn Kader voll bekommt.

Beim Blick auf die Tabelle gestaltet sich die Situation schwierig. Obwohl die Teams gerademal 4 Punkte trennen, lächeln die SG´ler vom 4 Platz, während die Nagolder mit den aktuell gezeigten Leistungen sich so langsam nach unten wehren müssen. Anpfiff ist um 20.00 in der Markweghalle in Herrenberg. Über Unterstützung würden sich die angeschlagenen Nagolder sicherlich sehr freuen.

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Bezirksklasse Männer – VfL Nagold vs. SG Ober-/Unterhausen 2 25:35 (13:18)

Im Spiel gegen den Tabellendritten, der SG Ober-/Unterhausen 2, hatten die Nagolder Handball-Männer erneut das Nachsehen und mussten sich am Ende deutlich mit 25:35 geschlagen geben.

Die Partie begann für Nagolder Verhältnisse recht gut. Allerdings hatte die 2:0-Führung nur kurz Bestand ehe die Gäste von der Alb dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Im Gegensatz zu den Nagoldern, die bei ihren Torabschlüssen mit heftiger Gegenwehr zu kämpfen hatte, konnten die SGler ihre Tore meist per Gegenstoß oder dann auch recht einfach erzielen. Geschuldet dem hohen Kraftaufwand schleppten sich die Nagolder so mit einem 5-Tore-Rückstand mit 13:18 in die Halbzeitpause.

Auch im zweiten Spielabschnitt das gleiche Bild. Die Hausherren kamen in all ihren Bemühungen nicht näher wie auf 4 Tore heran und mit zunehmender Spieldauer ging letztendlich auch die Kraft aus. Torabschlüsse wurden leichtfertig vergeben und technische Fehler gesellten sich immer mehr hinzu. Am Ende lautete das Endergebnis 25:34.

„Wir haben nicht alles falsch gemacht, am Ende fehlten uns die nötigen Körner um mithalten zu können. In entscheidenden Phasen haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht“, so der Trainer nach dem Spiel.

Für die Nagolder gilt es nun die Wunden zu lecken, denn kommenden Wochenende wartet mit der SG H2ku 3 der nächste schwere Bocken in fremder Halle. Diese pochen mit aller Sicherheit auf die empfindliche Auswärtsniederlage in der Nagolder Bächlenhalle auf Revanche. Zudem sind die Haslacher ebenfalls an diesem Wochenende in Pfullingen unter die Räder gekommen.

Für Nagold spielten: Simon Walz und Tobias Gutekunst im Tor; Patrick Rosshau, Markus Renz (4/3), Christian Schmid (3), Frank Renz (1), Marius Haag (6), Felix Hammann, Leotrim Fetahaj, Carsten Tietze (3), Muhammed Aktürk, Patrick Seyfahrth (2), Raffael Baumgartner (6).

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Handball Landesliga Frauen / VfL Nagold – HSG Albstadt 34:21 (17:8)

Das war eine klare Sache. Die Landesliga-Handballerinnen des VfL Nagold ließen im ersten Heimspiel des Jahres nichts anbrennen und fegten die Gäste der HSG Albstadt förmlich aus der Halle. 34:21 endetet das Spiel schließlich. Und wenn man den Nagolderinnen überhaupt etwas vorwerfen kann, dann höchstens, dass dieser Sieg noch deutlich höher hätte ausfallen können. Denn tatsächlich vergaben die Nagolder Handballerinnen einige Chancen. Nun, das ist zu verkraften. Schließlich war der Sieg zu keinem Moment gefährdet.

Es war fast ein Klassenunterschied, den die rund 150 Zuschauer in der Nagolder Bächlenhalle da beobachten konnten. Auf der einen Seite der VfL Nagold, der als Tabellendritter die Favoritenrolle sofort annahm und mit viel Selbstbewusstsein aufspielte. Auf der anderen Seite die Gäste der HSG Albstadt, die wieder gegen den Abstieg kämpfen und in Nagold so gar nicht auf Touren kommen wollten. In der ersten Spielminute glichen sie noch einmal aus, zum 1:1. Wenige Minuten danach war die Partie eigentlich schon entschieden. Denn der VfL startet mit einem wahren Sturmlauf, überrannte mit schnellem Konterspiel und einfachen Toren die Albstädter Abwehr – natürlich auch dank der starken Abwehrleistung und einer fulminant aufgelegten Torhüterin Julia Völpel. "Julia hatte einen echt guten Tag", freute sich VfL-Coach Markus Renz nach dem Spiel. Das beinhaltet auch ihre gefühlvollen Konterpässe – "die waren fast alle sehr gut!".

Nach zwölf Minuten lag Nagold jedenfalls mit 8:1 in Führung. Da war eigentlich schon klar, dass sich der VfL diese zwei Punkte nicht mehr nehmen lassen würde.

Nagold spielte munter weiter, 15:4 stand es nach gut 20 Minuten. Nun begann Coach Markus Renz, die Einsatzzeiten zu verteilen, probierte in der Folge auch viel Neues aus. Mit 17:8 ging es schließlich in die Pause. Die zweite Hälfte konnten die Gäste aus Albstadt zunächst ausgeglichener gestalten. Bis auf sechs Tore kamen sie zwischendurch auch wieder heran. Doch dann zog der VfL wieder die Zügel an und siegte schließlich mit 34:21.

"Das war eindeutig", analysierte auch VfL-Coach Markus Renz nach der Partie. Sein Team habe ein wirklich gutes Spiel hingelegt. "Im Angriff war das sehr flexibel. Wir sind über viele ganz unterschiedliche Aktionen zu Toren gekommen", so Renz weiter. Die Grundlage des Erfolgs sieht er aber vor allem in der guten Abwehrarbeit. "Deswegen konnten wir auch so viele Gegenstoßtore erzielen", so Renz weiter. "Das war wunderbar, das hat mit sehr gut gefallen." Da parallel die Frauen der SG HCL ihr Heimspiel verloren haben, rückt der VfL Nagold damit auf den zweiten Tabellenplatz vor.

VfL Nagold: VfL Nagold: Julia Völpel im Tor, Sophie Reime (6), Aline Rau (6), Alisa Kübler (6), Luisa Eipper (4), Alena Wolf (3), Sarah Kunz (3), Aileen Hofmann (2), Iva Buric (2), Janina Koch (1), Marlen Dengler (1), Tirza Theurer, Cara Klenk und Luisa Harr.

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Bezirksklasse Männer – VfL Nagold vs. SG Ober-/Unterhausen 2 – Samstag, 21.01.2023 um 20.00 Uhr

Mit der SG aus Ober- und Unterhausen gastiert der aktuell Drittplazierte in der Nagolder Bächlenhalle. Im Hinspiel ging man auf der Alb Sang und Klanglos mit 37:26 unter. Lediglich die ersten 10 Minuten konnte man in der noch jungen Saison mithalten. „Im Hinspiel waren wir mit lediglich mit 9 Feldspieler vor Ort und wurden ab 15ten Minute regelrecht überrannt“, so Trainer Michael Tietze. Ebenfalls zu hadern hatten die Spieler mit dem rauen Wind auf der Alb und einigen Entscheidungen der Unparteiischen.

Mit einem mehr als glücklichen ersten Punktgewinn in fremder Halle in letzter Sekunde geht man nun ins erste Heimspiel in Jahr 2023. Zahlenmäßig ist mit einer vollen Bank zu rechnen. Ob allerdings die Qualität reicht, den Mannen von der Alb das Wasser zu reichen bleibt abzuwarten. Es fehlen weiterhin wichtige Säulen im Spiel der Nagolder. Mit Maximilian Hammann und Patrick Seyfahrth fallen verletzungsbedingt zwei wichtige Spieler für die Abwehr aus. Hinzu kommt der Ausfall von Justin Schaarschmidt, der sich eine Schulterverletzung in Tübingen zugezogen hat. Coach Tietze gibt sich trotz angespannter personeller Lage optimistisch: „Wir müssen und werden den SGlern Aufgaben stellen. Es muss uns egal sein wer letztendlich auf der Platte steht. Wenn jeder sein Bestes abruft, dann können wir unseren Gegner ärgern.“ Eventuell könnte es auch von Vorteil sein, dass die SG Ober-/Unterhausen sich mit dem Harzverbot in der Nagolder Bächlenhalle auseinandersetzen muss und somit nicht ihr gewohntes Spiel aufziehen kann. Gleiches wiederfuhr ja schließlich auch den Gastgebern im Hinspiel, als man sich der Harzkugel gegenübersah und die ersten Bälle überall hin spielte, nur nicht da wo sie hinsollten.

Anpfiff ist um 20.00 Uhr. Die Nagolder hoffen auf volle Ränge und lautstarke Unterstützung. Im Voyer wird es die Möglichkeit geben, um ab und zu beim Spiel unserer Nationalmannschaft zu spickeln. Diese wir dort live übertragen. Aber auch das Spiel der Nagolder Handballer kann im Livestream verfolgt werden.

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VfL Nagold – HSG Albstadt, Samstag, 21. Januar 2023, 18 Uhr, Bächlenhalle Nagold

Weiter geht die Punktejagd bei den Nagolder Handballerinnen diesen Samstag, 21. Januar, mit dem Heimspiel gegen die HSG Albstadt.

Überraschenderweise sind sich diese beiden Teams in dieser Saison noch gar nicht begegnet. Das Spiel gegen die HSG Albstadt hat den Nagolderinnen noch gefehlt, um die Hinrunde auch offiziell abzuschließen. Beim Heimspiel in Nagold hoffen die VfL-Frauen natürlich auf einen Sieg. Nach dem guten bisherigen Saisonverlauf sind die Ambitionen mittlerweile gestiegen. Klar ist, dass das Saisonziel, nicht abzusteigen, nach sieben Siegen eigentlich schon erreicht ist. Der Blick des VfL als Tabellendritter mit nur vier Minuspunkten richtet sich derzeit zwangsläufig eher in Richtung Tabellenspitze.

Ganz anders sieht das bei den Gästen aus. In der vergangenen Saison konnte sich das arrivierte Landesligateam aus Albstadt noch retten und hielt die Klasse. Das dürfte auch diesmal wieder das Saisonziel sein. Die HSG Albstadt steht aktuell auf dem drittletzten Platz. Davor und dahinter geht es eng zu. Und so werden die HSG-Handballerinnen auch in Nagold alles reinwerfen, um den Favoriten und Gastgeber zu stürzen. Denn Nagold ist natürlich der Favorit, wenngleich die Frauen von Coach Markus Renz in der vergangenen Saison eine Partie gegen Albstadt verloren haben, und der Sieg im Heimspiel durchaus hart erkämpft war. Der VfL aber ist mit einem keinesfalls selbstverständlichen Auswärtssieg gegen die HSG Hossingen-Meßstetten in das neue Jahr gestartet – das dürfte für Selbstvertrauen sorgen, auch weil Nagold einiges an Trainingsrückstand aufzuholen hatte.

Mahnende Worte kommen dennoch von Coach Markus Renz: „Wir sollten die Albstädter auf keinen Fall unterschätzen.“ Dabei verweist der Nagolder Trainer auch auf eine Ergebnisanalyse. Bei den bisherigen Niederlagen Albstadts seien doch auch einige enge Ergebnisse dabei gewesen. Das Auswärtsspiel in Nagold ist für die Albstädter nun der Start in das neue Jahr. Man darf also gespannt sein, wie die HSG aus der Winterpause kommt.

Das Nagolder Landesligateam kann aber nicht nur mit dem Blick auf die Tabelle als Favorit in das Spiel gehen. Natürlich hoffen die Handballerinnen wieder auf die Unterstützung der heimischen Fans. Dass am Samstag ein großer Heimspieltag in der Bächlenhalle ansteht, dürfte da durchaus ein Pluspunkt sein und für weitere Fans sorgen. Auch das Krankenlager hat sich beim VfL wieder gelichtet. Die letzte Kranke ist in dieser Woche zumindest wieder ins Training eingestiegen. BU: Iva Buric möchte mit ihrem VfL am Samstag einen Heimsieg einfahren.

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Buchstäblich in allerletzter Sekunde erzielten die Nagolder Handballer durch einen Siebenmeter-Treffer durch Carsten Tietze am Ende den glücklichen Ausgleich zum 29:29.

Doch der Reihe nach. Die Gäste aus Nagold kamen besser in die Partie und stellten nach 5 Minuten die Anzeigetafel auf 1:5 ehe Tübingen reagieren konnte. Der VfL leistete sich fortan technische Fehler und scheiterte ein ums andere Mal am Tübinger Keeper. So kam es zum 5:5 nach gespielten 10 Minuten. Und es ging auch erstmal so weiter. Die Gastgeber konnten sich erstmals beim Stand von 12:7 einen 5-Tore-Vorsprung herausarbeiten. Aber das Team um Trainer Michael Tietze kämpfte sich Tor um Tor wieder ran und waren zur Halbzeitpause beim Stand von 16:15 wieder bis auf ein Tor dran.

Neu instruiert gingen es die VfL´ler im zweiten Spielabschnitt an und waren ab dem 18:18 die treibende Kraft in dieser Partie. Ein kontinuierlicher Vorsprung von 2 Toren wurde allerdings nach 45 Minuten beim Stand von 24:24 hergeschenkt. Ein erneuter Rückfall in alte Muster war zu erkennen. 4 Minuten vor Ultimo sah sich Tübingen beim Stand von 28:25 wohl bereits auf der Siegerstraße ehe der Handball-Krimi begann. In der genommenen Auszeit schwörte Coach Tietze sein Team auf die noch verbleibenden Minuten ein. Für wackelige Beine bei den Gastgebern sorgten die beiden Treffer durch Marius Haag und Raffael Baumgartner zum Stand von 28:27. Nach Fehlwurf Nagold und Tor Tübingen schien das Spiel entschieden, aber eine erneute Auszeit seitens Nagold brachte nochmals Luft und Kraft. Carsten Tietze brachte die Nagolder 40 Sekunden vor Schluss auf 29:28 heran. Im Anschluss spielte der Tübinger Torhüter auf Zeit und wurde von den Unparteiischen für 2 Minuten des Feldes verwiesen. Ballbesitzt blieb bei den Gastgebern. Auch die Tübinger nahmen 33 Sekunden vor Schluss nochmals eine Auszeit. Nun ging der Krimi in den letzten Akt. Die Gastgeber setzten das Spiel in Unterzahl fort.

Nagold lies den Angreifern freie Fahrt gewähren in der Hoffnung, dass Ihr Torhüter den Ball halten würde. Und so kam es, Tobias Gutekunst „Schaute“ den Ball an den Pfosten. Der Abpraller landete im Seitenaus. Geistesgegenwärtig schnappte sich Muhammed Aktürk 3 Sekunden vor Schluss den Ball und führte den Einwurf schnell aus und fand mit Markus Renz den freien Mann am gegnerischen Kreis, der dann nur noch 7-Meterreif mit dem Abpfiff beim Torwurf gestoppt werden konnte. Den Rest erledigte Carsten Tietze wie schon am Anfang erwähnt.

„Weiß jetzt nicht wie ich das Ergebnis einschätzen soll. Eigentlich wollten wir gewinnen. Sollte eigentlich auch drin gewesen sein. Aber letztendlich bin ich froh, dass sich die Mannschaft nicht aufgegeben hat und sich wenigstens mit einem Punkt belohnt hat.“, so der Trainer nach dem Spiel. Somit treten die Nagolder Handball Männer tabellentechnisch weiter auf der Stelle. Am kommenden Wochenende steht mit der SG aus Ober- und Unterhausen ein schwerer Brocken auf dem Programm. Im Hinspiel auf der Alb gab es eine Empfindliche Niederlage, für die man sich gerne revangieren würde.

Für Nagold spielten: Simon Walz und Tobias Gutekunst im Tor; Patrick Rosshau, Markus Renz (4), Justin Schaarschmidt, Frank Renz (2), Felix Hammann, Marius Haag (2), Muhammed Aktürk (4), Leotrim Fetahaj, Cartsen Tietze (7/3), Pascal Wrede, Raffael Baumgartner (10).

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Der VfL Nagold kann auch in Meßstetten siegen. Das ist eine der Erkenntnisse aus dem Jahresauftakt der Nagolder Landesliga-Handballerinnen bei der HSG Hossingen-Meßstetten.

Die VfL-Frauen taten sich allerdings schwer. Vor allem in der ersten Hälfte lief im Angriff noch nicht alles so rund, wie gewohnt. „Da versuchten wir zum Teil Hau-Ruck-Handball. Nicht immer mit Erfolg“, so Coach Markus Renz in der Analyse. Und die beinhaltet auch, dass die Nagolder Handballerinnen eben eine sechswöchige Trainingspause hinter sich hatten, und erst in der vergangenen Woche wieder ins Training einstiegen. „Dafür war die Abwehrarbeit überraschend gut“, lobt Renz sein Team. Er sei eh glücklich über den Sieg. „Wie der zustande kam, das will doch danach keiner mehr wissen.“

Er kam auf jeden Fall mit viel Kampf und Einsatz zustande. Auf beiden Seiten. Es war für Nagold das erwartet schwere Spiel. Nicht umsonst haben die Nagolder Frauen bis dato noch nie in Meßstetten gewinnen können. In der ersten Hälfte war denn auch eher der Gastgeber am Drücker. Die Nagolder Abwehr stemmte sich zwar gegen die Angriffe der HSG, dennoch war dem Gastgeber das Trefferglück öfters hold als den Gästen. In den ersten 30 Minten jedenfalls lag der VfL nur nach dem Auftakttreffer von Alena Wolf in Führung. Danach die ganze Zeit die HSG – zum Teil mit bis zu drei Treffern. Wichtig war es da für Nagold, dass Sophie Reime und Alisa Kübler kurz vor der Pause noch auf 10:9 verkürzen konnten.

Hälfte zwei dominierte dann der VfL Nagold. „Die gute Abwehrarbeit hat uns sehr geholfen, das Spiel wieder zu drehen“, sagt Renz. Alisa Kübler, die mit sieben Treffern auch beste VfL-Schützin war, sorgte bereits in der 33. Minute für die erste Führung und traf zum 11:10. Nun war es am VfL, teilweise auf bis zu drei Tore zu enteilen. Doch die Gastgeberinnen gaben nicht auf. Nach 44. Minuten deutete sich ein echter Krimi an: Die HSG glich zum 15:15 aus. Doch drei Minuten später sah die Welt schon wieder anders aus. Nagold hatte einen Lauf, der schließlich in der 47. Minute mit der durch Aileen Hofmann erzielten 19:15-Führung gipfelte.

Doch mit dem Verwalten des Vorsprungs tat sich der VfL schwer. „Hektik und Unkonzentriertheit“, attestierte der Nagolder Coach seinen Frauen in den letzten Minuten. Statt den Sack zuzumachen, konnte die HSG immer wieder nachziehen. Zwei Minuten vor dem Ende war der Vorsprung für Nagold auf einen Treffer geschmolzen, kurz danach setzte Aileen Hofmann den erlösenden letzten VfL-Treffer zur 23:21 Führung. Trotz Auszeit und beruhigender Trainer-Worte, spielten die Nagolderinnen die letzten 80 Sekunden nicht wirklich routiniert, verloren schnell die Bälle, so dass die HSG die Partie auch noch hätte ausgleichen Können. Doch auf die Nagolder Abwehrarbeit im Verbund mit Keeperin Julia Völpel war Verlass. Als die HSG Hossingen-Meßstetten dann sechs Sekunden vor dem Spielende den Anschlusstreffer erzielte, war die Partie bereits gelaufen. Nahtlos ging das Tröten der Schlusssirene in den Jubel der Nagolder Frauen über.

In der Tabelle hat sich mit dem Sieg der Nagolderinnen nicht viel verändert. Tabellenführer TB Neuffen siegte in Schramberg, dahinter steht mit drei Minuspunkten die spielfreie SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell, und der VfL Nagold bleibt mit 14:4 Punkten auf dem dritten Platz.

VfL Nagold: Julia Völpel im Tor, Alisa Kübler (7/1), Aileen Hofmann (3), Luisa Eipper (3), Alena Wolf (2), Aline Rau (2/1), Marlen Dengler (2), Tirza Theurer (1), Sophie Reime (1), Luisa Harr (1), Iva Buric (1/1), Janina Koch und Cara Klenk.

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Bezirksklasse Männer - SG Tübingen 2 vs. VfL Nagold - Samstag, 14. Januar, 20:00 Uhr, Landkreissporthalle Derendingen

Im ersten Spiel im neuen Kalenderjahr fahren die Nagolder Handballer nach Tübingen und sind zu Gast in der Derendinger Sporthalle. Nach verkorkstem Jahresabschluss mit dem Spiel in Pfullingen will man nun Wieder auf die Siegerstraße zurückkehren und die Talfahrt stoppen, auf der man sich gerade befindet. Gerne erinnert man sich zurück an das Hinspiel in eigener Halle, da man den ersten Saisonsieg mit 32:26 Toren landen konnte. Damals musst man sich allerdings in Geduld üben, denn die Tübinger waren bis zur Halbzeit noch gleich auf. Einen Sahnetag erwischen in dieser Partie Raffael Baumgartner und Frank Renz, die mit 11 bzw. 5 Treffern glänzen konnten. Ebenfalls ein starker Rückhalt in der Abwehr, Patrick Seyfahrth, der die Abwehr stabilisierte.

Die Vorzeichen sehen allerdings alles andere als rosig aus, da man in der kurzen Winterpause nicht trainieren konnte. Bleibt also abzuwarten, wie das Team um Coach Tietze aus dem Winterschlaf kommt. Personaltechnisch wird es auch eher dünn hergehen. Maxi Hammann laboriert noch an seinem gebrochenen Finger, den er sich im Match gegen Pfullingen zuzog. Weitere Spieler sind noch fraglich und drohen auszufallen.

Nichts desto trotz gibt sich der Trainer optimistisch: „Wir fahren nach Tübingen, stellen die Uhren auf null und versuchen erstmalig auswärts zu punkten“. Anpfiff der Partie wird um 20:00 Uhr sein. Die Mannschaft hofft auf zahlreiche Unterstützung auf den Rängen.

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Handball Landesliga Frauen / Vorschau

HSG Hossingen/Meßstetten - VfL Nagold

Samstag, 14. Januar, 17.20 Uhr, Heuberghalle Meßstetten

Keine leichte Aufgabe liegt vor den Handballerinnen des VfL Nagold. Zur ersten Standortbestimmung im neuen Jahr geht es nach Meßstetten. Die Hinrunde für den VfL ist eigentlich noch gar nicht beendet – offiziell fehlt noch die erste Begegnung mit der HSG Albstadt – da steht mit dem Auswärtsspiel gegen die HSG Hossingen-Meßstetten nun bereits das erste Rückspiel an. Daheim in Nagold gewann der VfL recht deutlich mit 28:21. Doch die Erfahrung aus den letzten Spielen zeigt, dass die HSG Hossingen/Meßstetten daheim nur schwer zu knacken ist. Nagold jedenfalls hat dort noch nie gewonnen.

Hinzu kommt, dass der VfL nur mäßig trainiert in das erste offizielle Spiel im neuen Jahr startet. Ende November hatte das Team das letzte Pflichtspiel – danach kam eine eher ruhige Phase, und schließlich die Feiertage und die Ferien. Da summierte sich einiges an Trainingsrückstand.

Nur gut, dass die Nagolderinnen quasi als Trainings-Kaltstart am Dreikönigsturnier des TSV Wiernsheim teilnahmen. Zwei Gruppenspiele, ein Halbfinale und auch das Finale konnten da gespielt werden. Und alle vier Spiele gewannen die VfL-Frauen sogar – im Finale besiegten sie den TB Pforzheim sogar ziemlich deutlich mit 14:7. Letztlich dominierten die Nagolderinnen das Turnier, obwohl sie ohne Torhüterin angetreten waren. Allerdings traf das Team von Markus Renz bei dem Turnier auch nur auf niederklassigere Mannschaften. Renz macht denn auch klar: „Bei uns hat sich beim Turnier schon deutlich gezeigt, dass wir sechs Wochen kein wirkliches Training hatten.“ Erst in dieser Woche standen nun drei Trainingseinheiten in der Bächlenhalle an – da diese allerdings noch mit Fußballbanden bestückt ist, sei dies auch kein „normales“ Training gewesen. So reist der VfL Nagold zwar als Tabellendritter zum Tabellensechsten nach Meßstetten – doch die Favoritenrolle gibt Renz flugs an den Gastgeber weiter. „Das wird für uns ein schweres Auswärtsspiel.“ Hinzu kommt, dass gleich eine ganze Hand voll Spielerinnen beim VfL in diesen Tagen kränkeln. Wer bis Samstag also wieder fit ist und wie weit die Kräfte reichen? Da gibt es schon noch einige Unbekannte.

Eine solide Abwehr, einige einfache Tore – darauf setzt Renz dennoch. Und obwohl in Meßstetten geharzt wird und in Nagold bekanntlich nicht, gelte es so wenige technische Fehler wie nur möglich zu machen.

BU: Der VfL Nagold dominierte das Vorbereitungsturnier in Wiernsheim. Luisa Eipper wurde gar als beste Spielerin ausgezeichnet. Foto: Hofmann

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