Spielberichte - Archiv 2022

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Eine absolut überragende Saison geht für unsere gemischte D-Jugend an diesem Sonntag, 10. April, zu Ende. In Pfullingen nehmen die Jungs und Mädels am Endturnier teil und kämpfen um den Meistertitel in der Bezirksklasse.

Dabei müssen die Nagolder Nachwuchshandballer eigentlich einfach nur so weitermachen wie bisher. Die Qualifikation zum Endturnier jedenfalls gelang ohne Fehl und Tadel. Alle sechs Spiele konnte der VfL Nagold für sich entscheiden. Letztlich stand das Team um das Coach-Gespann Monauni/Tietze mit 12:0 Punkten und 172:97 Toren unangefochten auf Platz eins. Was für eine tolle Leistung!

In Pfullingen treffen die Jungs und Mädels allerdings auf zwei weitere starke Teams. Um 13 Uhr steht die Partie gegen den VfL Pfullingen 2 an, und ab 14 Uhr spielt der VfL Nagold gegen die SG Aidlingen/Ehningen. Beide Gegner lieferten eine ähnlich souveräne Qualifikation für das Endturnier ab wie der VfL Nagold. Auch sie gewannen alle Spiele in ihren Ligen.

Ausgetragen wird das Endturnier in der Kurt-App-Halle in Pfullingen. Und natürlich freuen sich die Jungs und Mädels über viele Fans.

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VfL Nagold 1 – Spvgg Mössingen 1

Samstag, 2. April, 18 Uhr, Bächlenhalle Nagold

Zumindest für diese beiden Teams ist das Saisonende bereits in Sicht: Noch drei Spiele haben der VfL Nagold und die Spvgg Mössingen vor sich. Für den VfL wird es im Heimspiel an diesem Samstag in erster Linie darum gehen, nach der vor drei Wochen erlittenen 45:29-Schlappe in Mössingen zu zeigen, dass man es auch besser kann.

Das Wort Sieg nimmt bei den Nagolder Handballerinnen niemand in den Mund. Zu dominant war die Spvgg Mössingen im Hinspiel. Und zu überzeugend spielte Mössingen auch gegen die anderen Teams der Liga auf. Nicht zufällig steht Mössingen mit 23:3 Punkten an der Tabellenspitze und ist damit Aufstiegs- und Meisteraspirant Nummer eins. Der VfL Nagold hat sich bisher achtbar in der neuen Klasse geschlagen. Ebenfalls nach 13 Spielen findet sich Nagold mit 10:16 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz wieder.

Aber das Bild ist trügerisch: Drei der vier Teams, die hinter dem VfL stehen haben drei oder gar vier Spiele weniger auf dem Konto. Eine Aufholjagd der Kellerteams ist also durchaus noch möglich. Aufhorchen lässt zum Beispiel das jüngste Ergebnis des Letztplatzierten SG Tübingen, gegen den Nagold seine letzten beiden Spiele haben wird. Die Spielgemeinschaft aus der Unistadt holte ausgerechnet gegen den Tabellenzweiten HSG Owen-Lenningen ihre ersten zwei Punkte.

Der Blick auf die Tabelle ist also trotz der weit fortgeschrittenen Saison noch immer ein wenig Kaffeesatzleserei. Also gilt die Aufmerksamkeit beim VfL immer nur dem nächsten Spiel. Das Heimspiel gegen Mössingen wurde extra von 16 auf 18 Uhr verlegt – auch in der Hoffnung dann vor einer ähnlich prächtigen Zuschauerkulisse wie beim jüngst gewonnenen Nachholspiel gegen die HSG Rottweil aufspielen zu können. Coach Markus Renz hofft jedenfalls auf eine ähnlich gute Stimmung in der Halle: „Das motiviert halt doch noch einmal mehr.“ Und Motivation wird es brauchen. „Mössingen ist ein harter Brocken. Da benötigt es von allen schon einen sehr guten Tag“, ist der VfL-Coach überzeugt. Dass Nagold beim Hinspiel satte 45 Treffer kassieren musste, führt Renz auch darauf zurück, dass sein Team auf der Torhüterposition improvisieren musste. So hatten die Feldspielerinnen Aline Rau und Alisa Kübler das Tor gehütet. Renz: „Das hat dann auch wieder in der Abwehr zu teilweise neuen Konstellationen geführt.“ Die Torhüterposition bleibt allerdings die Achillesverse des VfL Nagold. „Wer bei uns im Tor steht, das wird sich leider wieder erst wenige Tage vor dem Spiel zeigen.“

Dennoch: Der VfL Nagold ist festen Willens, diesmal gegen Mössingen eine deutlich bessere Abwehr zu stellen. Dabei ist für Renz klar: Mit der Angriffsleistung gegen Mössingen ist er nicht unzufrieden. „29 Tore gegen Mössingen, das hat eigentlich gepasst.“ Und wer weiß, vielleicht unterschätzen die Gäste auch den VfL Nagold ein wenig: Auch, weil sie mittlerweile doch recht deutlich an der Tabellenspitze stehen, und die Meisterschaft eigentlich schon fast in der Tasche haben.

Bu: Immer gefährlich: Alena Wolf ist im Nagolder Rückraum stets für ein Tor gut. Foto: Hofmann

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Handball Landesliga Frauen
VfL Nagold – HSG Rottweil 28:25 (16:10)

Es war ein bemerkenswertes Nachholspiel, das die Landesliga-Handballerinnen des VfL Nagold da gegen die HSG Rottweil ablieferten. Nicht nur, dass sie mit ihrem 28:25-Sieg zwei wichtige Punkte für sich erkämpften. Auch die Kulisse war mit gut 150 Zuschauern beeindruckend.

Die Schlussbilder direkt nach dem Abpfiff der Partie sprachen Bände. Wie sich die Nagolder Handballerinnen da in den Armen lagen, sich vom begeisterten Publikum feiern ließen – das waren Emotionen pur. Verständlich: Denn der VfL Nagold hatte endlich - nach einer Durststrecke von fünf verlorenen Spielen - wieder einen Sieg eingefahren. Und damit eroberte sich das Team auch prompt den fünften Tabellenplatz zurück. Vor allem aber hielt der VfL einen möglichen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt weiter auf Distanz. Denn auch im direkten Vergleich hat Nagold nun gegen die HSG Rottweil die Nase vorne, beide Partien hat der VfL für sich entschieden.

Vor einer für ein Nachholspiel an einem Montagabend kaum für möglich gehaltenen und mitreißenden Zuschauerkulisse legten die VfL-Frauen auch von Anfang an stark los. Die erste Halbzeit gehörte klar dem VfL Nagold. „Mit der ersten Halbzeit können wir echt zufrieden sein“, befand Coach Markus Renz. Vor allem freute er sich über eine gute Abwehrleistung. Den Gegnerinnen seien in den ersten 30 Minuten kaum Tore aus dem Spiel heraus gelungen. Das Abwehrbollwerk leistete im Zusammenspiel mit der gut aufgelegten Torhüterin Anika Thillmann eine mehr als solide Leistung. Markus Renz: „Da hatten wir den Gegner echt gut im Griff.“ Und so gingen die Nagolder Frauen mit einer vergleichsweise komfortablen Führung von 16:10 in die Pause.

In der zweiten Hälfte hielt die HSG Rottweil dagegen. Die Nagolderinnen spielten im Angriff nicht mehr ganz so zielstrebig. Vor allem aber fehlte es zu Beginn der ersten Hälfte in der Abwehr an Konzentration. Die Gäste aus Rottweil kamen dem VfL nochmals bedrohlich nahe. In der 46. Minute erzielte die HSG den Anschlusstreffer zum 21:19. Das Momentum hätte nun kippen können. Renz legte die Grüne Karte und bat sein Team zur Auszeit. Und offensichtlich fand er die richtigen Worte. Die Nagolder Frauen kehrten mit neuem Schwung und neuen Ideen für den Angriff zurück. Aileen Hofmann traf direkt nach der Auszeit zum vielleicht vorentscheidenden 22:19. Und sie präsentierte sich auch in der restlichen Spielzeit in bester Torlaune, traf in den letzten zehn Minuten weitere viermal ins gegnerische Tor. Hinzu kamen in dieser Phase einige spektakuläre Paraden von Keeperin Anika Thillmann. „Schön, dass wir nach der Auszeit dann auch Ruhe bewahrt haben“, lobt Markus Renz sein Team für eine gewisse Kaltschnäuzigkeit, eben auch im Angriff. Eine Eigenschaft, die dem jungen Nagolder Team sonst gerne einmal in hektischen Phasen abhanden kommt.

Mit 28:25 siegte Nagold schließlich und ließ sich von den Fans feiern. „Heute herrschte eine top Stimmung“, hatte Renz nach dem Spiel nicht nur für sein Team lobende Worte parat. Vor allem aber freute er sich über „zwei wichtige Punkte“. Dem Klassenerhalt als Neuling in der Landesliga ist Nagold damit einen weiteren Schritt nähergekommen. Allerdings stehen bei einigen Mannschaften in der Liga noch diverse Nachholspiele an, so dass der Blick auf die Tabelle nicht wirklich aussagekräftig ist. Nagold hat nun ein freies Wochenende vor sich. Am ersten Aprilwochenende hat der VfL dann den Tabellenführer aus Mössingen zu Gast.

VfL Nagold: Anika Thillmann im Tor, Aileen Hofmann (7), Sophie Reime (6), Luisa Harr (5), Iva Buric (5), Alena Wolf (2), Annette Maser (2), Alisa Kübler (1), Tirza Theurer, Madeleine Majer, Sarah Kunz, Janina Koch, Marlen Dengler und Sonja Brachmann.

Bu 3 (Ersatz): Ein starkes Spiel lieferte Aileen Hofmann ab. Mit sieben Treffern war sie die erfolgreichste Torschützin beim VfL.

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Handball Landesliga Frauen
Spvgg Mössingen – VfL Nagold 45:29 (22:12)

Als Aufsteiger beim Tabellenführer der Landesliga zu unterliegen, ist sicher kein Beinbruch. Problematisch ist es allerdings durchaus, in 60 Minuten 45 Tore zu kassieren. Nicht den Hauch einer Chance hatten die Handballerinnen des VfL Nagold bei ihrem Gastspiel in Mössingen. Mit 45:29 geriet Nagold kräftig unter die Räder.

Nach dem Abpfiff des Spiels jubilierte der Hallensprecher in der Mössinger Steinlachhalle, dass man in dieser Partie 74 Tore gesehen hatte und mutmaßte, dies könnte ein neuer Rekord sein, der da in Mössingen aufgestellt worden sei. Über dieses rekordverdächtige Ergebnis freuen konnten sich freilich nur die Gastgeber, die mit diesem deutlichen Sieg schlicht ihre Ausnahmestellung in der Landesliga untermauerten. Der VfL Nagold dagegen war deutlich unterlegen, in allen Belangen und hatte von Anfang an dem Mössinger Sturmlauf nur wenig entgegenzusetzen.

Nagold könnte versuchen, sich an den ersten zehn Minuten der Partie aufzurichten. Da hielten die Frauen des VfL noch ordentlich mit. Doch in Führung lag Nagold nie. Und ab der zehnten Minute brachen die Dämme. Mössingen traf zum 7:4 und enteilte dem VfL Nagold bis zur Pause auf 22:12. „Nach zehn Minuten haben wir nicht mehr richtig zugepackt“, analysiert Coach Markus Renz diese Phase. Allgemein empfand er die Einstellung in der ersten Halbzeit als schlecht. „Wir haben zu schnell die Köpfe hängen lassen.“ Auch im Angriff lief in Halbzeit eins nicht viel beim VfL Nagold zusammen. „Das war sehr hektisch“, so Renz. Auf dem Feld wurde beim VfL Nagold eher individuell agiert, und weniger als mannschaftliches Kollektiv.

Es ehrt den Nagolder Coach, dass er mit seinen Spielerinnen nicht allzu sehr ins Gericht geht. In seinen Augen war die Einstellung in Halbzeit zwei jedenfalls besser. Die Zahlen untermauern diese Sichtweise allerdings nur bedingt: Denn immerhin kassierte der VfL in der zweiten Hälfte weitere 23 Tore. Allerdinge legte man im Angriff zu und traf selbst auch 17-mal.

„29 Tore in Mössingen zu erzielen, das ist gut“, wählt Renz auch lobende Worte. Aber natürlich seien 45 gegnerische Treffer zu viel. Erklärungspunkt Nummer eins für den VfL-Trainer: „Das lag auch an der Torhüterproblematik.“ Der VfL musste in Mössingen nämlich abermals ohne gelernte Torhüterin antreten – beide Torfrauen waren verhindert. Und so hüteten die Feldspielerinnen Aline Rau und Alisa Kübler den Kasten. Wobei Alisa Kübler ja in der Bezirksliga schon einmal als Torhüterin eine Saison lang aktiv war und durchaus für gute und unorthodoxe Keeperqualitäten bekannt ist. In Mössingen wurde die Nagolder Abwehr allerdings komplett von dem schnellen Konter- und Angriffsspiel des Tabellenführers lahmgelegt.

Dass sich der VfL Nagold für das Auswärtsspiel in Mössingen nicht viel ausgerechnet hatte, das merkt man auch an der Analyse des Trainers. „Mössingen, das ist kein Gegner, bei dem wir Punkte holen müssen. Die wichtigen Gegner kommen noch. Da müssen wir unsere Punkte holen.“ Damit nimmt Renz vor allem die noch ausstehenden Partien im April und Mai gegen Tübingen und in einer Woche gegen die HSG Rottweil ins Visier – beides Teams, die aktuell noch deutlich hinter dem VfL Nagold in der Tabelle stehen, denen allerdings auch noch einige Spiele fehlen. Gegen die HSG Rottweil wird Nagold am 21. März in der heimischen Bächlenhalle antreten – ein Nachholspiel, das auf einen Montag gelegt wurde. Klar, dass Coach Renz nun die Devise ausgibt: „Schnell abhaken, und den Fokus auf das nächste Spiel legen.“

VfL Nagold: Iva Buric (11), Annette Maser (5), Alena Wolf (4), Luisa Harr (3), Sophie Reime (2), Aileen Hofmann (2), Marlen Dengler (2), Tirza Theurer, Aline Rau, Sarah Kunz, Alisa Kübler und Janina Koch.

BU: Auch die Rückkehr von Iva Buric konnte dem VfL Nagold nicht die notwendigen Impulse bringen, um gegen den Tabellenführer aus Mössingen mithalten zu können. Die Spielmacherin traf allerdings elfmal ins gegnerische Tor und war damit erfolgreichste Torschützin beim VfL. Foto: Hofmann r Rückraummitte die Fäden. Foto: Priestersbach

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TV Großengstingen - VfL Nagold (Sonntag 17 Uhr). Beim Tabellenzweiten der Bezirksliga läuft der VfL Nagold am Sonntag als klarer Außenseiter auf. Immerhin ist der TV Großengstingen in der heimischen Freibühlhalle eine echte Macht – und bislang in dieser Spielzeit noch ungeschlagen.

Für den Nagolder Trainer Veljko Saula ist aber klar: »Wenn man aufsteigen will, muss man zu Hause alle Spiele gewinnen« - und genau dies sei die Marschroute des Mitbewerbers um den Bezirksliga-Titel. Gleichzeitig weiß der VfL-Coach, dass sein Team am Sonntag gegen den großen Favoriten nichts zu verlieren hat. Ziel müsse es vor allem sein, dass sich der VfL Nagold als Mannschaft präsentiert, das Gastspiel in Großengstingen auch als Vorbereitung auf kommende Aufgaben sieht.

Immerhin hat die VfL-Sieben das rettende Ufer in Sachen Klassenerhalt noch nicht ganz erreicht. Zwar gebe es offensichtlich nur einen Absteiger in der Bezirksliga, so Veljko Saula. Doch müsse sein Team auf jeden Fall noch die beiden Heimspiele gewinnen, um auf der sicheren Seite zu stehen.

Schon in der Vorrunde hatte der TV Großengstingen trotz Harzverbots in der Nagolder Bächlenhalle kaum Probleme mit einer VfL-Sieben, die sich vor allem dank einer unterirdischen Wurfquote mit 17:23 geschlagen geben musste. Zudem machten sich die ersatzgeschwächten Hausherren das Leben gegen die offensive Gästeabwehr mit etlichen Ballverlusten schwer.

Personell stehen die Vorzeichen auf Nagolder Seite alles andere als optimal. Nachdem sich Kreisläufer Lukas Haselmaier beim Skifahren eine Hand gebrochen hat, stehen auf der ohnehin ausgedünnten VfL-Bank noch weniger Alternativen zur Verfügung. Deshalb wird in Großengstingen vermutlich der eine oder andere Spieler aus der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen.

Bild: Spielmacher Markus Renz zieht beim VfL Nagold auf der Rückraummitte die Fäden. Foto: Priestersbach

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Vorschau Landesliga Frauen

Spvgg Mössingen - VfL Nagold

Samstag, 12. März, 18 Uhr, Steinlachhalle Mössingen

Vergleichsweise unbeschwert können Nagolds Landesligahandballerinnen am Samstag auswärts in Mössingen aufspielen. Der Erwartungsdruck ist jedenfalls gering – dafür präsentierte sich die Spvgg Mössingen einfach zu stark im bisherigen Saisonverlauf. Doch ganz abschreiben mag man die Punkte beim VfL Nagold auch nicht. Wohlwissend: Ohne Druck aufzuspielen, das kann durchaus von Vorteil sein.

Die Rollen sind dennoch klar verteilt: Die Spvgg Mössingen gilt zu Recht als das stärkste Team der Liga. „Die sind auch in der Breite extrem gut besetzt“, weiß VfL-Coach Markus Renz. Das ist auch deutlich an der Tabellensituation abzulesen: Mössingen ist die Übermannschaft, hat neun Siege eingefahren, ein Unentschieden und nur eine Niederlage kassiert. Besonders stark war der Auftritt vor einer Woche gegen den Tabellendritten TB Neuffen. Auswärts siegte Mössingen deutlich mit 32:18. Entsprechend breit wird die Brust beim ersten Aufeinandertreffen in der Saison gegen den Aufsteiger aus Nagold sein.

Zudem schmeckt dem VfL-Coach nicht so richtig, dass sein Team wegen des jüngst ausgefallenen Spiels gegen die HSG Rottweil notgedrungen eine recht lange Spielpause hinter sich hat. Auch personell ist die Situation weiter vage. „Es wird sich wohl erst zum Samstag hin ergeben, mit wem wir in Mössingen auflaufen können“, sagt Renz. Für die Torhüterposition gilt das ebenso wie für manche erkrankte Feld-Spielerin. Renz hofft auf wenige technische Fehler seiner Mannschaft. „Für uns ist es wichtig, hier ein ruhiges Spiel aufzubauen“, sagt der VfL-Trainer. Um überhaupt eine Chance gegen Mössingen zu haben, benötige der VfL eine gute kompakte Abwehr. Renz weiter: „Wenn wir dann noch gut ins Spiel finden, traue ich der Mannschaft auch gegen Mössingen zu, etwas Zählbares zu holen.“

BU: Aline Rau gehört zu den torgefährlichsten Spielerinnen des VfL Nagold. Foto: Hofmann

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VfL Nagold 2 - TSV Schönaich 28:35 (11:18)

Nach der Absage des Spiels unserer Landesliga-Frauen traten immerhin unsere Frauen 2 im Heimspiel gegen den TSV Schönaich an. Allerdings musste sich das junge Team im Duell gegen den Tabellenführer geschlagen geben. Angesichts der schmalen Personaldecke und der Verhinderung der ausgebildeten Torhüterinnen war das wenig überraschend.

Vor allem in der ersten Halbzeit taten sich die Mädels um Coach Alex Sehl schwer. Selbst trafen sie elfmal ins Tor, doch in der Abwehr schwächelte man schon gewaltig. Die Gegnerinnen trafen 18-mal ins Nagolder Tor.

Ein echter Mutmacher war, wie sich das Team in Hälfte zwei verkaufte: Engagiert packten die Spielerinnen zu und verbesserten vor allem ihre Angriffsleistung deutlich. Die Halbzeit zwei verlief somit ausgeglichen. Der Rucksack mit sieben Toren Rückstand aus den ersten 30 Minuten war allerdings zu schwer, um das Spiel noch wirklich drehen zu können.

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VfL Nagold – SV Leonberg/Eltingen II 33:29 (19:12)

Obwohl der VfL Nagold vor heimischer Kulisse personell auf dem Zahnfleisch daher kam, sprangen am Ende zwei völlig verdiente Punkte im Kellerduell der Bezirksliga heraus. »Die Mannschaft hat sich mit einer guten Leistung präsentiert«, zeigte sich VfL-Trainer Veljko Saula angenehm überrascht. Vor allem in der ersten Spielhälfte »haben wir perfekt gespielt«, machte Veljko Saula deutlich.

Von Anfang an zeigten die Nagolder in der Bächlenhalle, wer Herr im Haus ist. Als Raffael Baumgartner nach sechs Zeigerumdrehungen per Siebenmeter auf 6:0 vorlegte, deutete sich bereits an, dass die Nagolder doppelt punkten könnten, zumal der Gegner auch so seine personellen Probleme hatte. Einen ganz starken Auftritt absolvierte jetzt der quirlige VfL-Youngster Frank Renz auf der rechten Außenseite.

Er steuerte insgesamt acht Treffer zum Nagolder Erfolg bei – und markierte nach 17 Minuten das 13:8. Maximilian Hammann und Raffael Baumgartner sorgten schließlich das die komfortable 19:12-Führung beim Seitenwechsel.

Im zweiten Durchgang legte der VfL Nagold zunächst weiter vor. Alexander Sehl sorgte mit einem Kurzeinsatz im Rückraum für das 26:18 (41.). Danach gingen die Körner auf Nagolder Seite allerdings merklich aus. Nach der klaren 27:19-Führung (43.) durch Raffael Baumgartner und einer Auszeit des SV Leonberg/Eltingen II erzielten die Gastgeber fast zehn Minuten lang keinen Treffer mehr.

In dieser Zeit kämpften sich die Leonberger über 23:27 (52.) auf 25:28 (55.) heran. »Aber es wurde nie eng«, stellte der Nagolder Trainer fest. In der Crunchtime sorgten Carsten Tietze beim 30:26 (57.) und Benjamin Horn mit dem 32:28 (60.) für entscheidende Treffer. (Uwe Priestersbach)

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Handball Landesliga Frauen
VfL Nagold – HSG Baar 19:24 (9:13)

Die VfL-Handballerinnen mussten sich auch im Rückspiel gegen die HSG Baar geschlagen geben. Dass Coach Markus Renz dennoch nicht unzufrieden mit der Leistung ist, liegt auch daran, dass viele junge Spielerinnen Verantwortung übernahmen – notgedrungen. Die Personaldecke bei den Nagolderinnen ist nur auf dem Papier groß. Das liegt vor allem am Unterbau aus der zweiten Mannschaft – einem Team, das aus sehr jungen Spielerinnen besteht. Fast alle Spielerinnen der Zweiten sind so jung, dass sie zusätzlich auch im Kader der ersten Mannschaft spielen dürfen. Und angesichts der längerfristigen Ausfälle von erfahrenen Kräften wie Kapitänin Madeleine Majer, Top-Goalgetterin Iva Buric und Rückraumspezialistin Sonja Brachmann muss Markus Renz derzeit vermehrt auf die ganz junge Garde zurückgreifen - wobei das Landesligateam des VfL ja eigentlich auch schon eines der jüngsten in der Liga ist.

Besonders prekär derzeit: Auf der Torhüterinnenposition war der VfL Nagold noch nie üppig besetzt. Mit dem verletzungsbedingten längeren Ausfall des jungen Torwart-Talents Denisa Ciornei und der urlaubsbedingten Verhinderung von „Ersatz“ Anika Thillmann, stand man nun das erste Mal ohne „ausgebildete“ Torhüterin da. Abteilungsleiterin Jessica Günther sprang ein, gab ihr bestes, konnte aber natürlich das Top-Niveau der gelernten Stammkeeperinnen nicht erreichen.

So kommt denn auch Markus Renz zu einem nach einer Heimspiel-Niederlage zunächst seltsam anmutenden Fazit: „Eigentlich haben wir ein super Spiel gezeigt.“ Dabei relativiert Renz die Aussage natürlich: „…angesichts des zur Verfügung stehenden Kaders.“ Als durchaus positiv empfand er die Abwehrarbeit. „Da hat echt jede für die andere gekämpft, um die leichten Tore zu verhindern“, lobt der VfL-Coach den gezeigten Kampf- und Teamgeist seines Teams.

Zu Wahrheit gehört allerdings auch: Im Angriff lief es bei den VfL-Frauen vor 150 Zuschauern in der heimischen Bächlenhalle diesmal nicht wirklich gut. „An sich fanden wir schon immer gute Lösungen“, relativiert Renz. Allein: Es scheiterte oft am Abschluss – auch wegen der überragend haltenden Torhüterin der HSG Baar, Kristin Eberl. Renz: „In meinen Augen ist das neben unserer Denisa die beste Torhüterin in der Liga.“

Das bekamen die Nagolderinnen auch von Anfang an zu spüren. Gleich in der Anfangsphase ließ der VfL einige gut herausgespielte Torchancen liegen. Die HSG Baar übernahm schnell das Zepter, und markierte nach 16 Minuten erstmals einen Fünf-Tore-Vorsprung (4:9). Beim Stand von 9:13 ging es in die Pause.

Und auch in der zweiten Hälfte blieben die Gäste von der Baar das bestimmende Team. Doch Nagold hielt dagegen, kam bisweilen auch wieder bis auf zwei Tore heran. Die von Renz gelobte Teamarbeit in der Abwehr kam hier besonders zum Tragen. Und die bereits erwähnten jungen Spielerinnen aus dem Team übernahmen Verantwortung – darunter natürlich auch etablierte junge Spielerinnen wie zum Beispiel die 21-jährige Spielmacherin Sophie Reime. Ein Sonderlob hat der VfL-Coach aber für die 19-jährige Sarah Kunz übrig, die im linken Rückraum „ein gutes Spiel gemacht hat“. Speziell bei ihr hoffe er, dass diese Entwicklung in den nächsten Spielen weitergehe.

Und so gestaltete Nagold die zweite Hälfte des Spiels offener, wenngleich der Sieg der Gäste mit 19:24 letztlich nie gefährdet schien. Alles in allem betont der Nagolder Trainer dennoch: „Ich bin mit dem Auftritt echt zufrieden!“ Unter den nächsten Spielen sind dann auch entscheidende Partien für den VfL Nagold, um den Klassenerhalt perfekt zu machen. Unter anderem geht es daheim gegen die in der Tabelle hinter dem VfL stehende HSG Rottweil und noch zweimal gegen den Tabellenletzten SG Tübingen. Markus Renz: „Da kommen jetzt die Gegner, gegen die wir topfit sein müssen.“

VfL Nagold: Aline Rau (6), Sophie Reime (5), Alena Wolf (1), Annette Maser (1), Sarah Kunz (1), Alisa Kübler (1), Janina Koch (1), Aileen Hofmann (1), Luisa Harr (1), Marlen Dengler (1), Cara Klenk, Jessica Günther im Tor und Angela Bucic.

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Vorschau Landesliga Frauen
VfL Nagold 1 – HSG Baar
Samstag, 19. Februar, 18 Uhr, Bächlenhalle Nagold

Verrückte Zeiten sind das: Während die Landesliga-Handballerinnen des VfL Nagold gegen die Teams aus Mössingen und Tübingen coronabedingt in dieser Saison noch gar nicht gespielt haben, steht am Samstag, 19. Februar bereits das vierte Rückrundenspiel an. Zu Gast in der Bächlenhalle ist die HSG Baar.

Die Handballerinnen aus der Region um Trossingen haben bis jetzt in der Saison nicht viel Anbrennen lassen. Nur zwei Niederlagen musste die HSG Baar verkraften. Und auf der Haben-Seite konnte man bereite sechs Siege verbuchen. Einer dieser Siege war das Hinrundenspiel gegen den VfL Nagold. In Trossingen lieferte der VfL kein schlechtes, aber eben auch kein wirklich überzeugendes Spiel ab. Die HSG Baar siegte letztlich mit 22:17.

„Wir taten uns da vor allem in der ersten Halbzeit recht schwer damit, im Angriff durchzukommen“, erinnert sich VfL-Coach Markus Renz. Eine stabile Abwehr stelle die Mannschaft von der Baar. Und eine gute Torhüterin habe der Gegner in seinen Reihen. Das seien die Grundlagen, mit denen die HSG Baar ihre Spiele gewinne.

Dennoch ist das nichts, was die VfL-Truppe groß beeindrucken müsste. In der Tabelle steht die HSG Baar auf Rang vier, gleich dahinter kommt der VfL Nagold. Zu erwarten ist also ein Spiel auf Augenhöhe. Und die Frage für den VfL Nagold ist dabei natürlich auch, inwieweit es diesmal gelingt, den Heimvorteil zu nutzen. Im Spiel vor zwei Wochen, als man deutlich gegen die HSG Owen-Lenningen unterlag, zeigte Nagold ungewohnte Heimspielschwächen. Und Renz macht keinen Hehl daraus, dass es ihm zudem in der Halle zu leise war. „Da erhoffe ich mir diesmal eine etwas bessere Stimmung“, sagt er. Und fügt hinzu: „Die Mannschaft braucht in der aktuellen Phase diese Unterstützung!“ Sonst werde es schwer.

Immerhin: Der VfL Nagold zeigte gleich nach dem Heimspieldebakel auswärts beim TB Neuffen eine starke Reaktion. Weite Teile des Spiels hielt man nicht nur mit dem Spitzenteam der Landesliga mit, die Nagolderinnen dominierten die Partie eigentlich sogar – zumindet 55 Minuten lang-, mussten sich aber letztlich recht unglücklich mit 19:18 geschlagen geben. Dennoch dürfte dieser Auswärtsauftritt gereicht haben, um neues Selbstbewusstsein zu tanken.

Renz hofft auf eine gute Trainingswoche, in der man die Abläufe genau durchgehen kann. Und er will natürlich die positive Entwicklung aus dem letzten Spiel fortführen.

Personell wird der VfL-Trainer auf einen ähnlichen Kader wie vor einer Woche zurückgreifen können. Es stehen also nominell genügend Spielerinnen zur Verfügung, auch dank des jungen Unterbaus aus der zweiten Mannschaft. Dennoch wird es an den erfahreneren Spielerinnen liegen, das Zepter in die Hand zu nehmen – wobei „erfahren“ bei dieser generell sehr jungen Mannschaft dann doch ein großes Wort ist.

BU2: Auf der jungen VfL-Spielemachern Sophie Reime lastet derzeit viel Druck. Unser Foto zeigt sie beim Hinspiel gegen die HSG Baar.


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Niederlage in den letzten Sekunden
Handball Landesliga Frauen
TB Neuffen – VfL Nagold 19:18 (8:11)

Das war eine enge Kiste. Das Landesligateam der Nagolder Handballerinnen schlug sich beim Tabellenzweiten TB Neuffen prächtig. Dennoch reichte es nicht, wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. In den letzten Sekunden hat sich das erfahrenere Team aus dem Kreis Esslingen durchgesetzt. Neuffen gewinnt gegen Nagold – vor Beginn der Partie hatten diesen Ausgang viele so erwartet. Neuffen ist ein erfahrenes Landesliga-Team, das in dieser Saison stets ganz oben in der Landesliga mitmischt. Dem VfL Nagold dagegen fehlt aktuell ein wenig das erfahrene Personal. Als Landesliga-Aufsteiger kam man mit einem sehr jungen Kader nach Neuffen angereist. Und als schweres „Gepäck“ hatte man auch noch die zwei zuletzt deutlich verlorene Partien geschultert.

Allerdings konnte Nagold mit einem mentalen Pfund wuchern: Das Hinspiel in der Bächlenhalle gewann der Aufsteiger mit 30:20. Und im Verlauf des Spiels hatte man tatsächlich auch das Gefühl, dass der TB Neuffen durchaus Respekt vor dem VfL hatte. Die Gastgeber legten mit einem 4:0-Lauf vor. In dieser Phase musste sich der VfL erst noch in der Abwehr finden. Zudem ließen die Nagolderinnen in den ersten Minuten viele knappe Torchancen liegen. Doch ließ sich das Team davon nicht beirren, im Gegenteil, die Nagolder Frauen erarbeiteten sich geduldig weiter ihre Chancen – und trafen ab der siebten Minute auch ins gegnerische Tor. Nun war die VfL-Abwehr auch deutlich griffiger. Nagold machte Zug um Zug Boden gut. Nach 14 Minuten traf Kreisläuferin Luisa Harr für den VfL zum 5:5-Ausgleich.

Nun startete die beste Phase der Gäste. Die Abwehr war blitzwach, griffig, aggresiv, kompakt ¬– und bereitete dem TB Neuffen beim Abschluss fortan gehörige Probleme. Konzentriert und flexibel präsentierte sich der VfL Nagold im Angriff. Und so zogen die Frauen von VfL-Coach Markus Renz bis zur Halbzeit auf 11:8 davon.

Das effektive Nagolder Spiel konnte auch in der zweiten Halbzeit lange Aufrecht gehalten werden. Stets lag der VfL vorne. Auch acht Minuten vor dem Ende noch mit drei Toren. Doch Neuffen kämpfte. Und Nagold verpasste es in den Schlussminuten eigene Treffer zu setzen. Zudem merkte man den Spielerinnen mittlerweile die schwindenden Kräfte an. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe für Luisa Harr (52. Minute) und zwei verwandelten Strafwürfen der Gastgeberinnen stand es in der 54. Minute 16:17. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende glich Neuffen zum 17:17 aus. Danach legte Sophie Reime für den VfL Nagold nochmals vor, doch Neuffen glich kurz darauf abermals aus. 18:18 stand es nun in der letzten Minute. Neuffen spielte die letzten Sekunden sehr routiniert - und bekam zehn Sekunden vor dem Ende einen Sieben Meter zugesprochen, den Laura Ehrmann auch verwandelte. In den sieben verbleibenden Sekunden gelang es den Gästen aus Nagold tatsächlich noch einen Angriff vorzutragen, der aber eregbnislos verpuffte.

Für den VfL Nagold war es also mindestens ein verlorener Punkt. Doch allzu tief ließen die Spielerinnen ihre Köpfe nach der knappen Niederlage nicht hängen. Dafür war die gezeigte Leistung einfach zu gut.

VfL Nagold: Anika Thillmann im Tor, Annette Maser, Sophie Reime (2), Alena Wolf (4), Sarah Kunz (1/1), Luisa Harr (2), Alisa Kübler (4), Marlen Dengler (1), Tirza Theurer (1), Aline Rau (1), Aileen Hofmann (2/1), Cara Klenk und Carolin Lenz.

Bu: Alena Wolf war von ihrer Verletzung nicht viel anzumerken. Gegen den TB Neuffen war sie eine der tragenden Säulen im VfL-Spiel und steuerte auch vier Tore bei. Lteztlich musste man sich dennoch knapp geschlagen geben.

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Spielbericht VfL Nagold Frauen 1
Handball Landesliga Frauen
VfL Nagold – HSG Owen-Lenningen 17:29 (10:16)

Manchmal gilt es einfach anzuerkennen, dass der Gegner besser ist. Beim jüngsten Heimspiel der Nagolder Handballerinnen war dies der Fall. Die HSG Owen-Lenningen hatte das Spiel fest im Griff, und der VfL Nagold zum Teil überraschend wenig entgegenzusetzen.

Dass die Landesliga-Handballerinnen des VfL ausgerechnet in einem Heimspiel eine solche Klatsche kassieren könnten, das hielt vor dem Spiel wohl kaum jemand für möglich. Zu stark hatten sich die Nagolderinnen im Saisonverlauf bisher daheim präsentiert – und jedes Spiel mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Gegen die Gäste aus Lenningen im Kreis Esslingen erwischte das VfL-Team allerdings von Beginn an einen holprigen Start. Nie lag man in Führung, und ab der fünften Minute lief der VfL nur noch einem Rückstand hinterher. Das eigentliche Prunkstück der Nagolderinnen, die Abwehr, mochte auch nicht so recht in Schwung kommen. Oft zu spät oder nicht energisch genug reagierte der Nagolder Abwehrblock auf das schnelle, quirlige Spiel der Gäste. Der Grund dürfte auch darin liegen, dass die verhinderte Kapitänin Madeleine Majer womöglich doch mehr fehlte, als man sich das auf Seiten des VfL gewünscht hatte. Und im Angriffsspiel hätte sicher auch die kreative Offensivpower der ebenfalls verhinderten Iva Buric gutgetan.

Wie dem auch sei, Coach Markus Renz hatte dennoch eine volle Bank zur Verfügung. Und die nutzte er großteils auch. Verschiedene Abwehr- und Angriffsformationen wurden ausprobiert. Doch nichts schien an diesem Abend gegen die bis dato in der Tabelle einen Platz vor Nagold stehende HSG zu helfen. Für dieses Spiel konnte Nagold schlicht keinen passenden Plan finden.

Mit 10:16 war schon der Halbzeitstand deutlich. In der zweiten Hälfte bot sich ein unverändertes Bild. Nagold kämpfte, keine Frage. Doch in der zweiten Hälfte kam man noch weniger in Tritt. Nun gesellten sich zur löchrigen Abwehr auch noch uneffektive Abschlüsse. Die Folge: Der VfL traf nur noch siebenmal, die HSG dagegen erzielte weitere 13 Tore. Mit einer 17:29-Schlappe endetet die Partie – und ließ auf Seiten des VfL Nagold doch einige ratlose Gesichter zurück.

„Die letzten beiden Spiele war bei uns ziemlich der Wurm drin“, ärgert sich VfL-Coach Markus Renz. „Im Angriff zu wenig Bewegung und eine schlechte Wurfquote. Und in der Abwehr verlieren wir viel zu einfach die Eins-gegen-Eins-Aktionen.“ Den Gegnerinnen bescheinigt er, dass sie sowohl „körperlich fitter als auch geistig wacher“ waren als seine Frauen. Renz: „Als ob wir Freitag bis spät in die Nacht gefeiert hätten.“

Glück im Unglück für den VfL Nagold: An der Tabellensituation hat sich vorerst nicht viel verändert. Nagold bleibt auf Rang fünf, die HSG hat nun aber den Vorsprung vergrößert und ist jetzt Tabellendritter. Der direkte Verfolger hinter dem VfL Nagold, die HSG Hossingen-Meßstetten, verlor ebenfalls, und bleibt damit weiter einen Punkt hinter dem VfL.

VfL Nagold: Annette Maser (2), Sophie Reime (5/2), Alena Wolf (3), Sarah Kunz, Luisa Harr (1), Sonja Brachmann (1), Alisa Kübler (2), Marlen Dengler (1), Tirza Theurer, Aline Rau (2/1), Aileen Hofmann, Cara Klenk, Carolin Lenz und Anika Thillmann im Tor.

Bu: Die junge VfL-Spielmacherin Sophie Reime kämpfte bis zum Schluss gegen die Schlappe an. Foto: Hofmann

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VfL Nagold - SG Ober-/Unterhausen 2 39:30 (17:14).

Beinahe hätte der VfL Nagold beim Heimerfolg gegen die Verbandsliga-Reserve der SG Ober-/Unterhausen die 40 Treffer voll gemacht. Doch auch so war man in der Bächlenhalle froh über zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Sollte es am Ende der Saison zum direkten Vergleich kommen, hält der VfL Nagold die besseren Karten in der Hand. Im Kellerderby lagen die Hausherren über 60 Minuten hinweg vorne, wobei der vierte Saisonsieg zu keiner Zeit gefährdet schien. So stieg der zehnfache Nagolder Torschütze Benjamin Horn nach zwölf Minuten zum 7:3 hoch, während Frank Renz per Konter auf 14:9 (22.) vorlegte. Dem 17:11 (25.) durch Maximilian Hammann folgten drei SG-Treffer – und beim 17:14 ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel verkürzten die Gäste auf 17:19, bevor die VfL-Sieben die Zügel wieder fester anzog. Nach 40 Minuten brachte der Nagolder Trainer Veljko Saula schließlich Alexander Sehl im Rückraum zum Einsatz, der prompt mit zwei Treffern auf 24:18 erhöhte. Einen richtig guten Tag hatte auch Raffael Baumgartner erwischt, der unterm Strich neun persönliche Erfolgserlebnisse verbuchte. Beim 33:23 (53.) markierte er die erste Zehn-Tore-Führung der Nagolder – und in der Schlussminute war er beim 39:29 per Konter erfolgreich. »Mit dieser Leistung gehören wir in die Bezirksliga«, machte Veljko Saula anschließend deutlich, dass er mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden war.

Von Uwe Priestersbach

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Zwei Routiniers stehen beim VfL Nagold vor ihrem Comeback
Vorschau Landesliga Frauen
VfL Nagold 1 – HSG Owen-Lenningen
Samstag, 5. Februar, 18 Uhr, Bächlenhalle Nagold

Das wird sicher kein Spaziergang. Diesen Samstag hat das Frauenteam des VfL Nagold die HSG Owen-Lenningen in der Bächlenhalle zu Gast. Die HSG steht in der Tabelle einen Platz vor dem VfL auf Rang vier. Und die Nagolder sind von Personalsorgen geplagt.

Das freilich will VfL-Coach Markus Renz von Anfang an nicht allzu hoch hängen. Könnte er aber durchaus. Denn nicht nur Stammtorhüterin Denisa Ciornei ist weiter verletzt. Hinzu kommen Absagen von Stammspielerinnen wie Kapitänin Madeleine Majer und Iva Buric. Renz spricht dennoch nur von einer „etwas angespannten Personallage“ – und die soll eben „keine Ausrede oder sonst was“ sein. Der Nagolder Coach ist nämlich überzeugt: „Die Mannschaft besitzt immer noch das Potenzial, das Spiel zu gewinnen. So müssen halt einige ein paar Minuten mehr spielen als sonst, das wird aber schon gehen.“ Damit hat der VfL-Coach nicht Unrecht. Der Frauenkader des VfL Nagold ist vergleichsweise groß, und kann auch noch mit jüngeren Spielerinnen aus dem Team der Frauen 2 aufgefüllt werden. Zudem hat man beim VfL zwei starke Ex-Spielerinnen aus dem Ruhestand geholt: Nagolds ehemalige Kreisläuferin Lisa Weiß wird bis zum Ende der Saison beim VfL aushelfen. Und auch Carolin Lenz steht am Samstag zum Comeback bereit. Beide hatten ihre Aktiven-Zeit nach dem geglückten Aufstieg in die Landesliga 2019/2020 beendet. Außerdem ist diesmal auch Routinier Sonja Brachmann wieder mit von der Partie.

Das Hinspiel in Lenningen hat der VfL Nagold mit 19:22 verloren. Dabei ist die HSG für ihre Abwehrstärke bekannt. Nicht umsonst gewannen die Gäste ihre jüngsten Partien vergleichsweise torarm mit 16:15 und 12:10. „Owen stellt zurzeit eine gute Abwehr und kassiert meistens nicht mehr als 20 Gegentore im Spiel“, hat auch Renz beobachtet. Die logische Folge in seinen Augen: „Da wird es für uns drauf ankommen, den Ball wieder besser laufen zu lassen, um die Abwehr in Bewegung zu bekommen. Wenn wir uns in 1:1-Zweikämpfe verstricken, werden die uns körperlich überlegen sein.“ Und auf einen weiteren wichtigen Faktor baut Renz ebenso: eine lautstarke Unterstützung von den Rängen. „Das hilft uns immer!“



BU: Lisa Weiß wird das VfL-Team bis zum Saisonende verstärken.

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VfL Nagold - SG Ober-/Unterhausen 2 (Samstag 20 Uhr). Wenn der VfL Nagold am Samstagabend die zweite Garnitur der SG Ober-/Unterhausen empfängt, kann die Begegnung durchaus als Kellerderby in der Bezirksliga bezeichnet werden. Zwar schwebt der VfL Nagold als Tabellenneunter derzeit nicht in akuter Gefahr, doch das rettende Ufer in Sachen Klassenerhalt ist längst noch nicht erreicht. Zumal die drei Mannschaften, die derzeit in der Tabelle hinter der VfL-Sieben liegen, bis dato weniger Spiele absolviert haben – das Bild also noch verzerrt ist. Für den Nagolder Trainer Veljko Saula ist die Rechnung trotzdem relativ einfach: »Wir brauchen noch die Punkte aus unseren Heimspielen, dann müsste es reichen«. Und da plant der reaktivierte VfL-Coach jetzt gegen den Tabellenvorletzten gleich die ersten beiden Zähler ein. Denn die SG Ober-/Unterhausen 2 gehört zu den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt – und »da müssen die Punkte in Nagold bleiben«, betont Veljko Saula. So habe man jetzt nach dem wichtigen Heimerfolg gegen die SG Nebringen/Reusten zwei Wochen Zeit gehabt, um sich auf die Begegnung und die offensive 3:2:1-Deckungsformation des Gegner vorzubereiten. »Die Jungs wissen, um was es geht«, macht der Trainer deutlich, dass es für alle Fälle auch um den direkten Vergleich am Saisonende geht. Im Hinspiel musste sich der VfL Nagold mit 22:24 geschlagen geben. Dabei konnte man sich am Ende in Unterhausen nicht für eine furiose Aufholjagd belohnen. 15 Sekunden vor dem Schlusspfiff wurde nach einem Spielzug noch die freie Chance auf den Ausgleich vergeben. Vor allem in der ersten Spielhälfte ließ die VfL-Sieben etliche freie Würfe aus, und lag so beim Pausenpfiff mit 10:15 hinten. Nach dem Seitenwechsel schmolz der Vorsprung der Hausherren zwar zusammen - und beim 22:22 durch Kreisläufer Patrick Seyfahrth in der vorletzten Spielminute hatten die Nagolder die Chance, das Spiel noch zu drehen. Doch dann war das Nagolder Pulververschossen. In der Bächlenhalle geht es nun am Samstag darum, die Scharte auszuwetzen – und mit mindestens drei Toren Differenz zu gewinnen. Die personellen Voraussetzungen stimmen positiv. »Alle Mann an Bord«, meldet Veljko Saula und hofft, dass auch Alexander Sehl die Mannschaft im Rückraum wieder unterstützen kann.

Von Uwe Priestersbach

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Handball Landesliga Frauen

HSG Hossingen-Meßstetten - VfL Nagold 26:20 (11:10)

Die Handballerinnen des VfL Nagold erwischten bei ihrem Auswärtsspiel in Meßstetten einen gebrauchten Tag. Die gastgebende HSG Hossingen-Meßstetten war an diesem Abend schlicht das bessere Team. Das lag allerdings auch an dem ungewohnt fahrigen Auftritt des Landesligisten aus Nagold. Alles eine Einstellungssache? Den Begriff „Einstellung“ verwendet Coach Markus Renz in der Analyse nach dem Spiel zwar nicht, doch eine gewisse Unzufriedenheit zum Beispiel mit dem Trainingsfleiß seines Teams schwingt da schon mit. „Leider verlief das Spiel so, wie man die Woche trainiert hat“, sagt Renz deutlich. Wegen eines positiven Corona-Falls in der Mannschaft – zum Glück der einzige – wurde das Abschlusstraining am Donnerstag gestrichen. Da kann natürlich keiner was dafür. Doch im Training davor, seien viel zu wenige Spielerinnen der ersten Mannschaft anwesend gewesen, und auch beim Training zum Wochenauftakt sei „nicht der allerletzte Biss“ dahinter gewesen.

Dieser „Biss“ fehlte den Handballerinnen dann irgendwie auch beim Auswärtsspiel in Meßstetten. In der ersten Hälfte gelang es noch ganz gut, mit den Gegnerinnen mitzuhalten, die ersten 20 Minuten war der VfL gar permanent mit ein oder zwei Toren in Führung. Doch der Auftritt des Teams war überraschend unkonzentriert. Die Fehlerquote war von Anfang an deutlich zu hoch. Beim Stand von 11:10 ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Das aus Nagolder Sicht vielleicht ärgerlichste: Eigentlich hätte der VfL das Spiel noch bis weit in die zweite Hälfte hinein drehen können. „Obwohl wir kein gutes Spiel gemacht haben, war der Sieg bis zur 50. Minute als wir nur mit zwei Toren hinten lagen, noch immer in greifbarer Nähe“, sagt Renz. Doch die Möglichkeit wurde nicht genutzt. „Ich hatte auch das Gefühl, dass einige Spielerinnen das Spiel bereits davor aufgegeben hatten“, ärgert sich der VfL-Coach. Die HSG jedenfalls zog in den entscheidenden Minuten deutlich davon, erhöhte drei Minuten vor dem Ende noch auf 25:17. Dass sich Nagold in den letzten Minuten dennoch kämpferisch zeigte und eine drohende Klatsche abwendete, versöhnt Renz ein wenig. „Das fand ich positiv. Da haben wir wenigstens gekämpft und die Niederlage doch noch in einen erträglichen Rahmen gehalten.“

Zusammenfassend sagt der Nagolder Trainer zum Spielverlauf: „Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr fehlte es an letzter Konsequenz. Hinten verloren wir nahezu alle 1:1-Duelle, und im Angriff leisteten wir uns viel zu viele technische Fehler.“ Bitter war für den VfL zudem, dass mit Alena Wolf gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit eine der tragenden Säulen im Nagolder Spiel verletzungsbedingt ausfiel. „Alena hätte in der zweiten Halbzeit sicher noch für wichtige Impulse sorgen können“, ist Renz überzeugt. An der Tabellensituation ändert sich nach der verlorenen Partie nichts. Nagold bleibt mit 8:8 Punkten auf Rang fünf, gleich dahinter folgt die HSG Hossingen-Meßstetten – nun allerdings nur noch mit einem Punkt Rückstand. Nun gelte es das Spiel abzuhaken und aus den Fehlern zu lernen.

VfL Nagold: Anika Thillmann im Tor, Jennifer Schäfer, Aileen Hofmann (3), Annette Maser (4), Sophie Reime (4), Alena Wolf (1), Madeleine Majer, Luisa Harr, Mira Hofmann, Iva Buric (5), Sarah Kunz, Alisa Kübler (1), Marlen Dengler (2) und Tirza Theurer.

BU: VfL-Spielerin Iva Buric war mit fünf Treffern die erfolgreichste Nagolder Schützin.

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HSG Hossingen-Meßstetten – VfL Nagold 1

Samstag, 29. Januar, 17.20 Uhr, Heuberghalle Meßstetten

Der nächste Gegner der Nagolder Handballerinnen hat mit dem VfL noch eine Rechnung offen. Unvergessen dürfte für die HSG Hossingen-Meßstetten das Hinrundenspiel in Nagold sein – als das Team von der Alb mit einem satten 27:13 regelrecht abgewatscht wurde. Und so rechnet auch VfL-Coach Markus Renz damit, dass Hossingen-Meßstetten diesen Samstag alles daran setzen wird, die Niederlage wieder gut zu machen. „Ich erwarte ein ganz anderes Spiel als in der Hinrunde“, sagt Renz. Dabei blickt er auch auf Testspiele des VfL Nagold gegen die HSG zurück, bei denen Hossingen-Meßstetten stets zum Teil deutlich die Nase vorn hatte. In Nagold weiß man also, dass die HSG deutlich stärker einzuschätzen ist, als das damalige Ergebnis im Hinspiel glauben machen könnte.

Der VfL braucht sich aber auch nicht zu verstecken. Der jüngste deutliche Sieg gegen die HSG Albstadt macht deutlich, dass sich Nagold auf einem guten Weg befindet. Renz: „Wenn wir an unsere Leistung in den letzten Spielen anknüpfen, ist für uns auch in Meßstetten was drin.“ Positiv stimmt dabei auch, dass sich das Rückzugsverhalten seines Teams zwischenzeitlich weiter verbessert habe. Im Angriff will Nagold auf die zuletzt gezeigte „gute Mischung“ setzen. Will heißen: Sowohl bei Durchbrüchen als auch mit Rückraumwürfen will Nagold seine Treffer erzielen. Vom Kreis, aus dem Rückraum, von den Außen.

Der VfL Nagold hat als Landesliga-Neuling zwischenzeitlich ein positives Punktekonto mit 8:6. Von den vier bis jetzt eingefahrenen Siegen, wurden zwar drei in Heimspielen erzielt, doch weiß man mittlerweile beim VfL, dass man auch auswärts punkten kann. Zumindest gegen Rottweil ist das bereits gelungen.

Die HSG Hossingen-Meßstetten hat bisher erst zwei Spiele gewinnen können. Vor zwei Wochen gelang gegen die HSG Owen-Lenningen ein Unentschieden als Start in das sportliche Jahr 2022. Mit 5:9 Punkten steht der arrivierte Landesligist derzeit auf dem drittletzten Tabellenplatz. Personell fällt beim VfL Nagold Rückraumspezialistin Sonja Brachmann urlaubsbedingt aus. Zudem dürfte die verletzte Torhüterin Denisa Ciornei weiter nicht zum Einsatz kommen.

BU: Rückraumspielerin Annette Maser gehört beim VfL Nagold zu den erfahrenen Spielerinnen. Foto: Hofmann

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Die Derbys zwischen Nagold und der Spielgemeinschaft aus dem Gäu sind immer enge Kisten. Starke fünf Minuten reichten dem VfL Nagold jetzt, um ein fast schon verloren geglaubtes Heimspiel noch zu drehen. Zuvor hatten die Hausherren in der Bächlenhalle etliche Chancen ausgelassen - darunter drei vergebene Siebenmeter - und den Gegner auch durch technische Fehler immer wieder aufgebaut. »Da fehlt einfach das Training«, machte VfL-Coach Veljko Saula mit Blick auf die chronisch durchwachsene Trainingsbeteiligung in Nagold deutlich. Nach vier Minuten hatte Markus Renz zwar das 3:2 erzielt, und Raffael Baumgart traf zum 5:4 (11.). Danach waren es allerdings die Gäste, die zunächst auf 7:5 (14.) und kurz vor dem Pausenpfiff auf 12:9 vorlegten. In der zweiten Spielhälfte erhöhte die SG auf 14:10 (36.), wobei sich die Nagolder in der Offensive schwer gegen die 6:0-Abwehr der Gäste tat. In der zweiten Halbzeit war es vor allem Simon Walz im Nagolder Tor zu verdanken, dass sich die SG nicht weiter absetzen konnte. Doch dann brachte Veljko Saula mit Alexander Sehl einen echten Joker ins Spiel, der nach 51 Zeigerumdrehungen mit seinem vierten Treffer aus dem Rückraum auf 18:19 verkürzte. „Toll, dass er uns ausgeholfen hat“, so der Trainer zum Einsatz des Rückraumspielers. Mit einem Siebenmeter zum 19:20 (52.) läutete Philipp Beifuß eine turbulente Schlussphase ein: Raffael Baumgartner erzielte mit einem Doppelschlag den Ausgleich zum 21:21 (58.) – und nur wenige Sekunden später markierte Patrick Seyfahrth das 22:21. In der letzten Minute reagiert der VfL-Coach noch mit einer Auszeit, worauf Maximilian Hammann mit dem 23:21 für die Entscheidung sorgte. »Das sind zwei ganz wichtige Punkte für den Klassenerhalt“, machte Veljko Saula anschließend deutlich.

Uwe Priesterbach

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Handball Landesliga Frauen
VfL Nagold – HSG Albstadt 26:18 (14:10)

Mit Vollgas sind die Handballerinnen des VfL Nagold in das neue Sportjahr gestartet. Im Heimspiel gegen die HSG Albstadt lieferte das Team eine in allen Belangen souveräne Leistung ab. Der Lohn für den Landesliga-Neuling: Ein 26:18-Sieg gegen einen arrivierten Landesligisten und die Eroberung von Tabellenplatz vier.

Damit machte der VfL Nagold erneut deutlich, dass er daheim - diesmal vor deutlich mehr als 100 Zuschauern ¬– eine Macht ist. Bis zur 15. Minute konnten die Gäste von der Alb mit dem quirligen Spiel der Nagolderinnen mithalten und glichen auch noch zum 7:7 aus. Ab dann aber hatte der VfL komplett ins Spiel gefunden und begann, die Begegnung immer mehr zu dominieren. In der 21. Minute traf Alisa Kübler für Nagold zum 10:7. Mit 14:10 ging es schließlich in die Pause. VfL-Coach Markus Renz musste da sicherlich nicht viele kritische Worte an sein Team richten. Nagold war an diesem Tag die bessere Mannschaft, und das setzte sich auch in der zweiten Hälfte fort. Auf 15:13 kämpfte sich Albstadt in der 36. Minute noch einmal heran. „Gut, dass wir da ruhig geblieben sind, und einfach unser Spiel weitergespielt haben“, lobt Renz. Dieser souveräne und selbstbewusste Eindruck verfestigte sich in den Folge-Minuten. Zehn Minuten vor dem Ende traf die diesmalige Top-Scorerin Aline Rau zur Zehn-Tore-Führung (25:15). Viel Gegenwehr kam da bereits nicht mehr von der HSG Albstadt.

„Zum Ende hin hatten wir dann keine so gute Chancenverwertung mehr. Da haben wir vielleicht auch etwas zu früh abgeschaltet. Das war aber aufgrund des doch recht komfortablen Vorsprungs nicht sonderlich wild“, analysiert Markus Renz die Schlussminuten. Zum Schluss stand es 26:18 für den VfL Nagold, und die nächsten zwei Punkte waren eingefahren.

Eine besondere Erwähnung verdient die Abwehrarbeit des VfL Nagold, die wieder insgesamt sehr griffig und bissig war und die Angreiferinnen vor große Herausforderungen stellte. Dabei wurde das Tor von der jungen Torhüterin Anika Thillmann gehütet, die beruflich bedingt eigentlich kaum noch trainieren kann. Wegen einer langwierigeren Verletzung von Stammtorhüterin Denisa Ciornei, sprang sie aber sofort ein und machte eine gute Partie. Da gibt es dann schon ein kleines Sonderlob von Trainer Markus Renz: „Anika hat, wenn man sieht, dass sie am Donnerstag das erste Mal seit langer Zeit wieder beim Training im Tor stand, top gehalten.“ Sehenswert allein schon ihre Quote bei den Sieben Metern: vier von neun Strafwürfen parierte sie.

In der Tabelle machte der VfL Nagold damit einen Riesensprung von Platz sechs auf vier und ist damit dem Saisonziel Klassenerhalt ein weiteres Stück näher gerückt.

VfL Nagold: Anika Thillmann im Tor, Annette Maser (4), Sophie Reime, Alena Wolf (4), Madeleine Majer, Luisa Harr (1), Iva Buric (4/2), Sonja Brachmann, Alisa Kübler (4), Marlen Dengler (3), Tirza Theurer, Aline Rau (6/2), Aileen Hofmann und Cara Klenk.

BU: Alisa Kübler ist nicht nur im Abwehr-Mittelblock des VfL Nagold eine Macht. Zum Sieg gegen die HSG Albstadt steuerte sie vier Treffer bei.

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VfL Nagold 1 – HSG Albstadt

Samstag, 22. Januar, 18 Uhr, Bächlenhalle Nagold

Die Nagolder Landesliga-Handballerinnen des VfL starten diesen Samstag, 22. Januar in das sportliche Jahr 2022. Vor Heimpublikum hofft man auf einen Sieg gegen die HSG Albstadt. Kein leichtes Unterfangen. Offiziell ist die Partie gegen Albstadt auch der Start in die Rückrunde. Wenngleich noch zwei wegen der Pandemie abgesagte Spiele der Hinrunde beim VfL Nagold nachgeholt werden müssen. Albstadt aber hatte man bereits vor der Brust. Und verlor damals – es war der Auftakt in das Abenteuer Landesliga - denkbar knapp mit 21:20.

Nun steht also das Rückspiel an. Und diesmal geht es in der heimischen Bächlenhalle gegen die Albstädter Frauen. Klar, dass der VfL Nagold ganz auf seine Heimstärke setzen will. Und klar auch, dass die Sportlerinnen rund um Coach Markus Renz auf möglichst viel Unterstützung von den Rängen hoffen. Dabei herrscht 2G plus und FFP2-Maskenpflicht in der Bächlenhalle. Doch die treuen Nagolder Fans wird das nicht unbedingt schrecken.

„Das Hinspiel verlief etwas unglücklich für uns“, erinnert sich der Nagolder Coach. Nach schwacher erster Halbzeit, die ganz von Nervosität geprägt war, startete der VfL Nagold in der zweiten Spielhälfte mit acht Toren Rückstand eine fulminante Aufholjagd - und hätte die Partie fast noch gedreht. Es reichte aber nicht ganz. „Unglücklich“ habe man noch verloren. Mit einem Tor Unterschied.

Ein Vorteil für die HSG Albstadt dürfte sein, dass sie bereits wieder im Rhythmus ist. Zwei Partien hat Albstadt bereits im Jahr 2022 absolviert. Und beide Ergebnisse lassen Aufhorchen. Sowohl gegen den Tabellenzweiten TB Neuffen als auch gegen den Klassenprimus aus Mössingen schaffte die HSG ein Unentschieden. Und mit diesen Ergebnissen verdrängte Albstadt auch den VfL Nagold in der Tabelle von Platz fünf, wobei beide Teams mit 6:6 Punkten ein ausgeglichenes Punkteverhältnis haben.

VfL-Coach Markus Renz baut darauf, dass seine Frauen die gefährliche erste und die zweite Welle der Gegnerinnen diesmal besser unterbinden können. Wichtig sei es, schnell in den Wettkampfmodus zu kommen. Denn: „Wenn wir dafür zu lange brauchen, glaube ich nicht, dass Albstadt uns wie im Hinspiel nochmal so rankommen lässt.“ Personell kann Renz wohl aus dem Vollen schöpfen. „Mir liegen bis jetzt keine Absagen vor.“

Insgesamt kann der VfL Nagold mit dem bisherigen Verlauf seiner ersten Spielzeit in der Landesliga zufrieden sein. Drei Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber. Dabei traf man wegen der Corona-Pandemie allerdings noch nicht auf alle Gegner. So mussten die Hinrunden-Partien gegen Tübingen und Mössingen verlegt werden. Beides wären Heimspiele gewesen, die nun am Ende der Saison nachgeholt werden sollen. So kommt es auch, dass der VfL Nagold bis jetzt erst zwei Heimspiele hatte. Was dabei auch für die Partie gegen Albstadt Mut macht: Die beiden bisherigen Heimspiele hat der VfL für sich entschieden.

Bu: Alena Wolf vom VfL Nagold wühlt sich beim Hinspiel gegen die Abwehrreihen der HSG Albstadt durch. Foto: Hofmann

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Mit einem klaren Heimsieg konnte der TSV Altensteig 2 die offene Rechnung aus der Vorrunde begleichen. Allerdings standen die personellen Vorzeichen jetzt in der Neuauflage des Nagoldtalderbys auch völlig anders, als beim Saisonstart im September. Damals musste sich die TSV-Sieben mit 17:33 geschlagen geben.

Quasi in Bestbesetzung gab die zweite Garnitur des Landesligisten von Anfang den Ton in der Eichwaldhalle an, obwohl sich die VfL-Sieben im ersten Durchgang noch nicht abschütteln ließ. So legte Daniel Hartmann per Siebenmeter auf 4:1 (7.) vor und Christian Langenstein erhöhte auf 6:2 (9.). Anschließend verkürzte Patrick Seyfahrth am Kreis nach einer Viertelstunde auf 5:7 - und nach einem Doppelschlag von Benjamin Horn stand es 7:8, während VfL-Keeper Simon Walz in dieser Phase einige Würfe der Hausherren entschärfte. Danach waren erneut die Altensteiger am Drücker: Christian Langenstein traf per Konter (25.) zum 11:8, und Niklas Holzäpfel stieg nach 29 Zeigerumdrehungen zum 13:9 hoch. Beim 14:10 ging es in die Kabinen, wobei die Gastgeber nach dem Seitenwechsel schnell auf 17:11 (37.) erhöhten. Als Markus Renz (38.) per Siebenmeter auf verkürzt hatte, sollte acht Minuten kein Treffer mehr fallen. Lars Thillmann entschärfte zwei Siebenmeter der Hausherren, aber auf der anderen Seite wehrte André Dannenberg einen Nagolder Strafwurf ab. Raffael Baumgartner beendet die torlose Phase beim 13:17 (46.), doch die Nagolder Hoffnungen, vielleicht doch noch ranzukommen, verpufften schnell, als Florian Seeger per Konterlauf das 21:13 (51.) erzielt hatte. In der Schlussphase sorgte die TSV-Sieben für klare Verhältnisse: Niklas Holzäpfel legte mit seinem achten Treffer auf 26:17 vor - und Lukas Bosler machte beim 27:17 in der Schlussminute die Zehn-Tore-Führung perfekt.

Für TSV-Coach Micha Neumann war es jetzt vor allem wichtig, dass die Revanche für das Debakel im Hinspiel geglückt war. „Wir haben aus einer starken Abwehr heraus das Spiel kontrolliert“, machte er deutlich, dass der Sieg vor allem das Ergebnis einer sehr guten Mannschaftsleistung war. Gefallen hatte ihm zudem der Auftritt von TSV-Youngster Niklas Holzäpfel. „Die Spielpraxis tut ihm einfach gut, und er ist ein Spieler, der aus dem Rückraum werfen kann“.

Auf der anderen Seite hatte der reaktivierte VfL-Trainer Veljko Saula mit Blick auf etliche technische Fehler gesehen, dass die mehrwöchige Zwangspause ohne Spiel und ohne Training für sein Team zu lang war. Wichtig sei jetzt in der Rückrunde, dass der VfL Nagold die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sammelt.

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Niklas Holzäpfel war sieben Mal für den TSV Altensteig 2 erfolgreich. Foto: Priestersbach